Problematik der gesetzlichen Altersvorsorge
Vor allem aufgrund des Wohlstandes ist es zu einer starken demografischen Veränderung gekommen. Die Geburtenrate ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Dieser Rückgang führt wiederum zu einer neuen Gewichtung in der gesellschaftlichen Altersstruktur. Als die gesetzliche Rentenversicherung geschaffen wurde, machten die jungen Menschen den größten Teil der Bevölkerung aus. Doch der Rückgang der Geburten führte zu einer sehr deutlichen Verlagerung, sodass die Anzahl der älteren Menschen immer größer wird bzw. diese sogar eindeutig überwiegt. Diese Entwicklung hat natürlich ungeheure Auswirkungen auf die gesetzliche Altersvorsorge. Früher sind vergleichsweise viele Beitragszahler für die Renten der Rentenempfänger aufgekommen. Die neue Gewichtung hat dazu geführt, dass die Beitragszahler für eine wesentlich größere Anzahl an Rentenempfängern aufkommen müssen.
Wirtschafts- und Finanzexperten schätzen die Lage bereits jetzt als äußerst kritisch ein. Bereits heute steht fest, dass das staatliche Rentensystem in seiner jetzigen Form auf lange Sicht nicht bestehen bleiben kann. Schließlich ist es nicht ohne Weiteres möglich, die Geburtenrate schlagartig zu steigern – und selbst wenn dies gelingen sollte, würde sich die Änderung erst in mehreren Jahrzehnten positiv auf das Rentensystem auswirken. Deswegen steht fest, dass in den kommenden Jahren und Jahrzehnten gravierende Änderungen vorgenommen werden müssen, damit das Rentensystem nicht kollabiert.


