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Demographische Herausforderungen in den USA

Betrachtet man die demographischen Herausforderungen, denen sich die USA stellen muss, wird schnell klar, dass diese nur in einer gewissen Weise derjenigen ähneln, die auf Deutschland und ganz Europa zukommen. In den USA ist zwar auch ein Zuwachs der älteren Bevölkerung zu verzeichnen, hier wird aber auf lange Sicht die Basis nicht so stark angegriffen, da die Geburtenrate annähernd konstant bleibt, soll heißen: Es kommen Beitragszahler nach.

Zu beobachten ist in den USA allerdings eine Verschiebung der ethnisch-demographischen Gewichte: Asiaten und Hispanics sind die Bevölkerungsgruppen, die am stärksten wachsen, während die weiße Bevölkerungsgruppe stetig abnimmt. Einwanderer und deren Kinder sorgen dabei auch dafür, dass der demographische Wandel sich nicht so stark bemerkbar macht wie in Europa.

Natürlich stellt sich aber auch in den USA das Problem, dass mehr Alte versorgt werden müssen. Mehr Zeit im Ruhestand bedeutet dabei natürlich auch, dass länger Renten bezogen werden, was kompensiert werden muss.

Auch das US-amerikanische Rentensystem ist hierbei ins Wanken geraten – und das zum ersten Mal bereits zu einer Zeit, in der in Deutschland immer noch von der Sicherheit der gesetzlichen Rente gesprochen wurde, nämlich in den 1980er Jahren. Hier wurde durch Beitragserhöhungen und andere Maßnahmen ins Rentensystem eingegriffen. Die Überschüsse, die hierdurch erwirtschaftet werden, werden in trust funds angelegt, sodass eine bessere Kapitaldeckung für zukünftige Zeiten erreicht werden kann. Dennoch sind die Finanzierungsprobleme der US-amerikanischen Rentenversicherung immer noch nicht beseitigt.


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