Welche Zinsen gibt es und wie lange sind sie festgeschrieben?
Die Zinsbindung beschreibt einen Zeitraum, für dessen Dauer der Zinssatz des Darlehens als fest vereinbart gilt. Weder der Darlehensnehmer noch der Darlehensgeber sind dazu berechtigt, eine Änderung des Zinssatzes vorzunehmen. Somit ist der Darlehensnehmer gegen mögliche Zinsanstiege abgesichert. Ganz egal wie sich die Zinsmärkte auch entwickeln: Die Zinsbelastung ist stets absehbar.
Den meisten Bauherren und Käufern kann nur dazu geraten werden, sich für diese Form der Immobilienfinanzierung zu entscheiden. Immerhin stellt die Planungssicherheit einen immens großen Vorteil dar, der es erlaubt, die Tilgungsraten auf Dauer in die eigene Finanzplanung zu integrieren, ohne böse Überraschungen erwarten zu müssen. Gleichzeitig empfiehlt es sich, eine möglichst lange Zinsbindung von mindestens 10 oder noch besser 15 Jahren zu wählen. Innerhalb dieser Zeit kann ein stattlicher Darlehensabtrag erfolgen, so dass von einem möglichen Zinsanstieg keine besonders große Gefahr ausgeht.
Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich für den Abschluss eines so genannten Volltilgerdarlehens entscheiden. Ein Volltilgerdarlehen ist so gestaltet, dass es beim Erreichen der Zinsbindung vollständig getilgt ist und somit auch kein Zinsrisiko mehr besteht. Vor allem Bauspardarlehen werden gern in dieser Form angeboten.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch Darlehen mit variabler Verzinsung. Dies bedeutet, dass der Zinssatz gar nicht oder nur für wenige Monate festgeschrieben wird und fortlaufend an die Marktzinsen angepasst wird. Vom Abschluss dieser Darlehen ist eher abzusehen, es sei denn man benötigt das Darlehen nur für einen vergleichsweise kurzen Zeitraum wie zum Beispiel für eine Zwischenfinanzierung. Ansonsten ist es stets besser, auf Nummer sicher zu gehen und ein Darlehen mit Zinsbindung zu wählen.


