Baufinanzierung Deutschland
Vor der Immobilienfinanzierung
In der Regel beginnt die Immobilienfinanzierung nicht erst mit der Unterschrift unter dem Darlehensvertrag, sondern deutlich früher. Im Vorfeld der eigentlichen Finanzierung steht die Entscheidung an, ob eine Immobilie gekauft oder gebaut werden soll. Fällt die Wahl auf einen Hausbau, muss eine Entscheidung darüber gefällt werden, welcher Haustyp es sein soll. Je nach Haustyp, aber beispielsweise auch nach Lage und Größe des Grundstückes gestalten sich die Kosten mehr oder weniger hoch. Wer sich für einen Hauskauf entscheidet, sucht entweder auf eigene Faust nach der Traumimmobilie oder beauftragt damit einen Makler. Dessen Dienste sparen viel Zeit und Mühe, sind allerdings mit Kosten verbunden, die die Gesamtkosten deutlich in die Höhe treiben können, weil sie vom Käufer zu begleichen sind. Egal ob Bau oder Kauf: Stets fallen neben den Kosten für das Grundstück und die Immobilie bzw. die Bauleistungen auch Baunebenkosten an. Zu ihnen zählen beispielsweise Versicherungsbeiträge, Grunderwerbssteuer, Notar- und Maklergebühren und die Kosten für den Grundbucheintrag.Genauso wichtig wie die Schätzung der Kosten und Nebenkosten ist es aber auch zu wissen, wie viel Eigenkapital zur Verfügung steht. Die Finanzierungslücke, die zwischen Gesamtkosten und Eigenkapital entsteht, schließt die Immobilienfinanzierung in Form eines Darlehens. Der Darlehensnehmer sollte in jedem Fall so viel Eigenkapital wie möglich einbringen. Als ideal gilt ein Beleihungsauslauf von 60 Prozent. Vollfinanzierungen sind zwar auch möglich, werden allerdings meist nur in Höhe des Kaufpreises (ohne Nebenkosten) an Antragsteller mit allerbester Bonität ausgegeben.
Ablauf einer Immobilienfinanzierung
Steht der Kapitalbedarf für ein Bau- oder Kaufvorhaben fest, führt der nächste Schritt zur Bank des Vertrauens. Bevor eine konkrete Finanzierungsanfrage gestellt wird, sollte in jedem Fall ein Angebotsvergleich durchgeführt werden um zu wissen, welches Geldinstitut die besten Konditionen bietet. Sehr hilfreich sind hier die Dienste eines Finanzierungsvermittlers, der nicht nur den Markt schnell und umfassend durchleuchten kann, sondern auch bei der Finanzierungsanfrage und den Verhandlungen mit der Bank hilfreich zur Seite steht. Natürlich steht es jedem zukünftigen Immobilienbesitzer frei, entsprechende Beratungsangebote zu nutzen.Die Bank prüft alle eingereichten Unterlagen wie etwa Bescheinigungen über den Verdienst und die Bonität, die Kaufunterlagen der Immobilie oder den Kostenvoranschlag des Bauunternehmens. Bei ausreichender Bonität und plausibler Finanzplanung steht der Bewilligung des Darlehens nichts mehr im Wege.
Erst wenn die Mittel bewilligt sind, schließt man hierzulande den Vertrag mit dem Bauunternehmen bzw. den Kaufvertrag. Immer notwendig sind hierzu ein Notar und das Grundbuchamt: Der Kaufvertrag wird über einen Notar abgewickelt, der u.a. dafür Sorge trägt, dass der Vertrag rechtlich ausgewogen gestaltet wird. Seine Mitwirkung ist gesetzlich vorgeschrieben. Das Grundstück und im Falle eines Kaufs die Immobilie müssen beim Grundbuchamt überschrieben werden. Hier werden die Eigentums- und Besitzverhältnisse genau festgehalten.


