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Kreditgeber

In den seltensten Fällen verfügen zukünftige Immobilienbesitzer über ausreichend viel Eigenkapital, um die Finanzierung aus eigenen Mitteln stemmen zu können. Ein Kredit ist also notwendig, um den Traum vom eigenen Haus realisieren zu können. Aber woher nur nehmen?

In Deutschland nutzt die Mehrheit aller Immobilienbesitzer in spe das Angebot der Banken, um ihre Finanzierungswünsche in die Tat umzusetzen. Immer weiter auf dem Vormarsch sind dabei Direktbanken: Mittlerweile hat sich offenbar herumgesprochen, dass hier durchweg günstige Konditionen zu finden sind, da die Direktbanken auf eine schlanke Vertriebsstruktur setzen und die eingesparten Kosten an ihre Kunden weitergeben. Immer noch sehr beliebt ist der Gang zur Hausbank – selbst wenn die nicht unbedingt die günstigsten Konditionen bietet. Eine interessante Möglichkeit sind auch Darlehensvermittler: Ähnlich den amerikanischen Mortgage Brokers vermitteln sie Darlehen der unterschiedlichsten Geldinstitute und erhalten dabei eine Provision der Partner. Der Vorteil hier besteht darin, dass ein Experte den Markt nach passenden Angeboten durchleuchtet, vorsortiert und beratend zur Seite steht.

Darüber hinaus ist Fremdkapital aber auch bei Landesförderinstituten, Versicherungsgesellschaften und der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhältlich. Letztere bietet staatlich subventionierte Förderdarlehen und Zuschüsse, die die Finanzierung erheblich vergünstigen können. Auch Bausparkassen sind ein bewährter Partner bei der Immobilienfinanzierung.

Sonderfall Bausparkasse

Eine Besonderheit ist die Immobilienfinanzierung mithilfe eines Bausparvertrages. Die Grundidee ist ganz einfach: Viele Mitglieder einer Solidargemeinschaft sparen zunächst einmal Kapital über einen bestimmten Zeitraum an, das zu einem relativ niedrigen Zinssatz verzinst wird. Nach einer festgelegten Zeit ist der Vertrag zuteilungsreif: Dann hat der Sparer gute Bonität vorausgesetzt ein Anrecht auf ein günstiges Bauspardarlehen.

In Deutschland ist es möglich, diese Form der Immobilienfinanzierung mit der staatlich geförderten Altersvorsorge zu kombinieren: Bei der Einbindung der Riester-Förderung können Riester-Sparer ihre Sparbeiträge zur Altersvorsorge der Immobilienfinanzierung zuführen und erhalten zudem staatliche Zuschüsse und Steuervergünstigungen in nicht unerheblicher Höhe.

Kreditgeber in den USA

Seit der US-Immobilien- und Finanzkrise hat sich bei den Geldgebern viel geändert: Die Institute Fannie Mae, Ginni Mae und Freddie Mac gelten nicht länger als zuverlässige Finanzierungspartner, Banken wird tendenziell ein größeres Misstrauen als bisher entgegen gebracht. Das Misstrauen hat einen Grund: In Massen bündelten die Banken die Verbindlichkeiten ihrer Kunden und refinanzierten sich über Jahre, indem sie sie an Investoren verkauften.

Wer eine Immobilienfinanzierung benötigt, ist trotzdem auf die Kooperation mit einer Bank oder einem anderen Geldgeber angewiesen. Unter ihnen finden sich viele Hypothekenmakler (Mortgage Broker), aber auch überregionale Unternehmen, die sich auf den Vertrieb von Hypotheken spezialisiert haben. Im Vergleich zu „Lenders“, die lediglich eigene Produkte anbieten, offerieren Broker deutlich mehr Angebote unterschiedlicher Finanzierungspartner und helfen dabei, den Markt nach geeigneten Angeboten zu sondieren.


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