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Versicherungen rund um die Immobilie

Egal ob in Deutschland oder in den USA, ob Immobilieneigentümer oder Mieter: Unser Hab und Gut ist jederzeit zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Naturkatastrophen schädigen es ebenso wie Feuer, Leitungswasser, Raub oder Vandalismus. Wie gut, dass es in beiden Ländern möglich ist, seinen Haushalt mit allen darin befindlichen Gegenständen abzusichern.

Hausratversicherung in Deutschland

Für deutsche Hausbesitzer und Mieter gleichermaßen wichtig ist der Abschluss einer Hausratversicherung: Sie schützt den Hausrat gegen Schäden, die aus Feuer und Leitungswasser, Raub und Einbruchdiebstahl, Sturm, Hagel und Vandalismus resultieren. Der genaue Versicherungsumfang ist in der Versicherungspolice festgehalten. Dieses Dokument bildet die Basis des Versicherungsverhältnisses und dient dem Nachweis, dass ein Versicherungsschutz besteht. Dementsprechend wichtig und wertvoll ist die Police. Sie sollte nie zuhause, sondern an einem anderen sicheren Ort aufbewahrt werden, damit sie im Schadensfall nicht mit zerstört wird.

Der Beitrag, der für den Versicherungsschutz zu zahlen ist, richtet sich nach der Versicherungssumme. Die Höhe dieser Summe ist in erster Linie davon abhängig, welchen Wert man für die Gegenstände in der versicherten Wohnung oder im Haus ansetzt. Dabei nutzt man eines von zwei Verfahren: Entweder wird der Wert aller Gegenstände exakt bestimmt und festgehalten oder man veranschlagt eine Pauschale pro Quadratmeter. Am häufigsten findet letztere Variante Anwendung. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass gerade bei kleineren Wohnungen oder sehr teuren Gegenständen schnell eine Unterversicherung auftreten kann. Ist diese gegeben, ist die Versicherung im Schadensfall nicht verpflichtet, den Schaden vollständig (oder überhaupt) zu ersetzen. Dementsprechend wichtig ist es, einen Unterversicherungsschutz zu vereinbaren. Übrigens: Ob eine Unterversicherung besteht, prüft die Versicherung nicht erst bei größeren Schadenssummen, sondern in jedem Versicherungsfall, egal wie groß oder klein.

Weiteren Einfluss auf die Höhe der Versicherungssumme hat u.a. auch die Lage der Wohnung: Im Allgemeinen sind die Versicherungsbeiträge für Stadtwohnungen beispielsweise spürbar höher als Beiträge für Wohnungen auf dem Land. Auch die Sicherheit der Wohnung an sich hat Einfluss auf die Beitragshöhe: Verfügt ein Objekt über Sprinkler, Überwachungskameras und Alarmanlage, ist seine Sicherheit deutlich erhöht, was die Beiträge zur Hausratversicherung häufig sinken lässt. Die Hausratversicherung bietet einen ausreichenden Schutz auch teurer Geräte und Einrichtungsgegenstände gegen einen vergleichsweise kleinen Beitrag. Vorausgesetzt natürlich, der Versicherungswert wird von Zeit zu Zeit überprüft und gegebenenfalls angepasst. Mithilfe von Zusatzversicherungen wie der Glasversicherung oder einer Außenversicherung ist es möglich, den Versicherungsschutz nach Bedarf zu erweitern. Sinnvoll ist das beispielsweise, wenn eine Wohnung oder ein Haus über teure, bodentiefe Fenster verfügt, die Fenster eine Spezialanfertigung sind oder wenn es Glastüren und teure Vitrinen gibt. Eine Außenversicherung bietet sich an, wenn zum Objekt ein Garten oder eine Terrasse gehören. Gern abgeschlossen wird auch eine Fahrradversicherung: Fahrräder sind zwar meist im Versicherungsschutz einer Hausratversicherung enthalten, jedoch nur in begrenztem Umfang. Als sinnvoll gilt auch die Mitversicherung von Überspannungsschäden: Damit sind PC, Fernseher & Co. geschützt, auch wenn ein Blitzeinschlag nicht direkt für den Schaden verantwortlich ist.

Um den optimalen Schutz zu den günstigsten Konditionen zu finden, bietet sich ein Versicherungsvergleich an. Am besten nutzt man dafür einen Online-Vergleich: Auf diese Weise ist es möglich, sich schnell und einfach einen Überblick über alle wichtigen Anbieter und ihre Policen zu verschaffen. Mit diesem Wissen fällt es deutlich leichter, die richtige Police zu wählen, die zu den eigenen Anforderungen passt und dabei ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet.

Die US-amerikanische „Home Insurance“

Natürlich kennt man auch in den USA das Prinzip einer Hausratversicherung, wenngleich die amerikanischen Policen doch etwas mehr Risiken als die deutschen abdecken. Die „Home Insurance“ ist auch unter den Bezeichnungen „Hazard Insurance“, „Homeowners Insurance“ oder einfach kurz „HOI“ bekannt. Sie gilt als „Property Insurance“, also als eine Versicherung, die ganz allgemein privates Eigentum absichert. Ihr Versicherungsschutz entspricht in etwa dem der deutschen Hausratversicherung – mit einem großen Unterschied. Bestandteil der amerikanischen Versicherung ist eine Haftpflichtpolice, eine eigenständige Privathaftpflichtversicherung existiert in den USA nicht.

Während sich in Deutschland alle Hausratversicherer in der Ausgestaltung ihrer Verträge weitgehend an die Allgemeinen Hausratversicherungsbedingungen halten, vertreiben die US-Versicherer sieben Formen der Home Insurance. Die Bandbreite reicht dabei von HO-1 (Basic Homeowner Policy) bis hin zu HO-8, der Versicherung für alte Häuser. Die HO-1-Versicherung bietet einen Basisschutz gegen Feuer und Schäden, die aufgrund eines Blitzschlages eintreten. Mit der HO-2 sichert man sich gegen Sturm, Diebstahl, Vandalismus und ähnliches ab. Die am weitesten verbreitete Hausratversicherung der USA ist die HO-3: Sie deckt alle Schäden ab, die „home, structure and its content“ betreffen und beinhaltet die Haftpflichtversicherung. Die HO-4 ist für Mieter relevant: Sie deckt die häufigsten Schäden ab, denen sich Mieter gegenüber sehen, etwa Schäden aufgrund von Blitzschlag, Vandalismus, Explosionen, Zerstörung, Rauch, Diebstahl, Vulkanausbrüche usw. Die HO-5-Versicherung ähnelt stark der HO-3-Versicherung, umfasst aber einen größeren Versicherungsumfang. Eigentumswohnungen und Sonderwohneinheiten werden durch die HO-6 versichert. Die HO-8-Versicherung schließlich sichert Schäden an alten Häusern ab, deren Marktwert sehr gering ist. In einigen Staaten heißen die verschiedenen Versicherungstypen nicht HO-1, HO-2 usw., sondern HO-A, HO-B usw. Generell kann eine Hausratversicherung in den vereinigten Staaten die folgenden Schäden abdecken: Feuer, Blitzschlag, Sturm, Hagel, Diebstahl, Explosion, Rauchschaden von Auto oder Flugzeug, vorsätzliche Beschädigung, Zusammenbruch des Gebäudes und Aufstände bzw. zivile Unruhen.

Wie auch bei der deutschen Hausratversicherung sind einige Schäden von der Regulierung ausgenommen, beispielsweise Überflutungen oder Erdbeben in gefährdeten Gebieten, von denen es in den USA bekanntlich einige gibt. Andererseits zahlt sich eine gute Lage in einer sicheren Gegend oder auch eine gute Ausstattung der Immobilie, die versichert werden soll, aus: Verfügt eine Immobilie beispielsweise über Sprinkler oder befindet sich ein Objekt in einer sehr sicheren Gegend, hat das im Gegensatz zur deutschen Versicherung u.U. Auswirkungen auf die Höhe der Beiträge. Übrigens: Um überhaupt eine Hypothek („mortgage loan“) in den USA aufnehmen zu können, ist der Nachweis einer Home Insurance immer notwendig.


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