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Ablaufleistung

Die Ablaufleistung steht in Zusammenhang mit Lebensversicherungen. Sie bezeichnet den Betrag, der dem Versicherungsnehmer im Erlebensfall bzw. am Ende der Laufzeit ausgezahlt wird. Sie setzt sich aus mehreren Komponenten, nämlich der eigentlichen Versicherungssumme sowie Überschussanteilen und ggf. auch einem Schlussbonus, zusammen.

Die Besonderheit der Ablaufleistung besteht darin, dass sie bei Vertragsabschluss lediglich prognostiziert werden kann. Dieser Umstand ist auf die Überschussanteile zurückzuführen, deren Wertentwicklung nicht hundertprozentig vorausgesagt werden kann. So hängt die Wertentwicklung der Überschussanteile vor allem von der Entwicklung der Zinsmärkte ab. Je höher die Zinsen ausfallen, die vom Versicherer erwirtschaftet werden, desto höher fällen auch die Überschussanteile der Lebensversicherungen aus.

Um sich gegen ihre Mitbewerber zu behaupten, werben die Versicherer gern mit hohen Ablaufleistungen. Allerdings gestaltet sich die Vorhersage der Kapitalverzinsung sehr schwierig. Deshalb kommt es in der Praxis sehr häufig vor, dass die Versicherer die einst prognostizierten Überschussanteile nicht erreichen – dies wurde inzwischen mehrfach im Rahmen unabhängiger Studien bewiesen. In den meisten Fällen basieren die Prognosen im Hinblick auf die Entwicklung der Überschussanteile ausschließlich auf historischen Daten, die jedoch keinerlei Auskunft über die zukünftige Entwicklungen an den Kapitalmärkten geben.

Für potentielle Versicherungsnehmer bedeutet das, beim Vergleich von Lebensversicherungen keinesfalls zu sehr auf die prognostizierte Ablaufleistung zu achten. Weil sich deren Prognostizierbarkeit so schwierig gestaltet, sollte man diesem Faktor keine zu hohe Bedeutung zukommen lassen.


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