Ortskrankenkassen
In den ersten Jahren nach der Gründung waren bei den Ortskrankenkassen ausschließlich Arbeiter versichert. Doch schon kurz darauf öffneten sich die Kassen auch für andere Arbeitnehmer wie zum Beispiel Heimarbeiter und Angestellte. Aufgrund ihrer starken regionalen Ausrichtung konnten die Ortskrankenkassen in kurzer Zeit eine Vielzahl an Mitgliedern gewinnen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Allgemeinen Ortskrankenkassen immer noch Marktführer sind. Ungefähr ein Drittel aller Bundesbürger sind über die Allgemeinen Ortskrankenkassen versichert.
Im Lauf der Jahre haben die Kassen nicht nur ihren Namen sondern auch ihre Struktur verändert. Aufgrund der regionalen Ausrichtung gab es einst mehr als 8.000 unabhängige Ortskrankenkassen. Diese Anzahl ist jedoch deutlich geschrumpft. Unzählige Fusionen haben dazu geführt, dass es heutzutage nur noch 15 allgemeine Ortskrankenkassen gibt, die zusammen in mehr als 1.700 Geschäftsstellen unterteilt sind.
Die Zusammenlegung der Kassen war in erster Linie erforderlich, um die Kosten zu senken. Nur auf diese Weise konnten die Krankenkassen einen exorbitanten Anstieg der Versicherungsbeiträge verhindern. Was die Höhe der Beiträge betrifft so ist zu beachten, dass sich diese von AOK zu AOK voneinander unterscheiden.


