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Brustkrebs und Früherkennung

Vro am 14. November 2006

Schon 1992 wurde von der EU beschlossen, dass in allen Mitgliedsstaaten flächendeckende Mammographie-Screenings durchgeführt werden. Peinlich, peinlich: Unter den nur 11 Staaten der EU, die diesem Beschluss gefolgt sind, befindet sich nicht Deutschland (und Österreich ebensowenig). Deshalb gab es jetzt Ende Oktober nochmals eine Resolution, die unter anderem darauf drängt.

Zu Recht: Der Brustkrebs steht an erster Stelle der Todesursachen bei Frauen zwischen 35 und 59. Aber auch der Anteil bei den 50 bis 69jährigen ist sehr hoch: Nach Schätzungen des Europaparlaments könnten durch ein alle zwei Jahre durchgeführte Früherkennungsuntersuchung in dieser Altersgruppe die Sterblichkeitsrate um bis zu 35% gesenkt werden.

Bis zum Jahr 2016 soll auch die Einrichtung interdisziplinärer Brustzentren samt geschulten Personals flächendeckend sein. Den hohen Kosten, die dabei anfallen, stehen aber auf lange Sicht grosse Einsparungen entgegen (an Chemotherapien und anderen Behandlungen, Brustamputationen, und Prothesen). Da freuen sich gesetzliche wie private Krankenkassen. Und die Versicherten gleich zweimal.

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