Katzenjammer
Vro am 28. November 2006Heute bin ich zu Pelé gegangen. Nein, nicht der Fussballgott, schön wär’s … So heißt der verdammte Kater in unserem Haus. Ein seltsames Vieh, der hängt den ganzen Tag trüben Blicks im Hof und rührt sich nicht, egal was für ein Mensch vorbeikommt, schnurrt nicht, streicht nicht um die Beine, hypnotisiert niemanden mit seinen Sphinxaugen. Aber wenn der Wind dreht und er mich riecht, die ihn seit Stunden beobachtet, dann geht es plötzlich ab – manchmal denke ich, jetzt kriegt er einen Herzinfarkt, das Fell sträubt sich, er springt los, dreht sich um sich selbst… na ja, bis dahin bin ich längst in Sicherheit, er ist halt vom vielen Liegen auch schon ein bisschen verfettet.
So. Und nun hatte ich gestern abend von einer neuen australischen Studie gelesen.Und plötzlich war es mir wie Schuppen von den Augen gefallen! Ich mir also ein Tempotaschentuch ums Öhrchen gebunden (habe ich neulich von einer netten Apothekerin bekommen), zur Pelé getigert und ihm (sicherheitshalber von der grossen Mülltonne herunter) folgende Rede gehalten: „Lieber Fressfeind! Ich habe dein Problem erkannt! Und die Lösung dafür. An der Universität von Sydney hat man jetzt herausgefunden, das Fisch und Fischfett mit seinen ungesättigten Fettsäuren gut gegen Depressionen sind. Und du bist eindeutig depressiv, amigo! Also schmeiß die teuren Medikamente weg, senke die Prämie deiner exklusiven privaten Krankenversicherung und stell deine Ernährung um von Maus auf der Mülltonne auf Fisch aus der Mülltonne!! Und wenn du dann mal einen Monat Fischkur hinter dir hast, dann treffen wir uns auf Augenhöhe wieder. Aber bis dahin mach mal lieber nicht den Stürmer, das ist nicht gesund. Und mir wird’s schon ein bisschen langweilig.“
Also, ich fand mich gut. Vielleicht sollte ich Ökotrophologin werden?
Peka
Kategorie: Die Krankenkassenmaus | Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

