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Hand aufs Herz

Vro am 6. Dezember 2006

Ein grosser Rückschlag für die Firma Pfizer in den U.S.A, aber auch für die Herzforschung – und etliche menschliche Dramen dahinter: Nach katastrophalen Zwischenergebnissen in medizinischen Studien für den Wirkstoff „torcetrapib“ – entwickelt seit den frühen 90er Jahren - stoppt sie dieselben und gibt damit eine Milliarde Dollar verloren.

Man hatte gehofft, der Wirkstoff könne Herzkrankheiten lindern, weil er zur Erhöhung des sogenannten „guten“ Cholesterins und damit zur besseren Durchblutung der Gefäße führen sollte – also dem Herzinfarkt entgegenwirken. Das Gegenteil war der Fall. In den Studien starben 82 Menschen, die das Medikament genommen hatten, und „nur“ 51 aus der Kontrollgruppe.

Die Diskrepanz bei den nicht tödlichen Herzproblemen war ähnlich eklatant. Interessant bei der amerikanischen Berichterstattung ist, dass über die Opfer nicht ein Wörtchen verloren wird. Immerhin unterschreiben sie ja bei Beginn der Studie, dass ihnen klar ist, welche Risiken sie eingehen. Täusche ich mich oder würde das in Deutschland einen handfesten Skandal geben?

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