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Contergan – was war das nochmal?

Vro am 8. Dezember 2006

Traurig aber wahr: Ein Spielfilm über das Mittel Contergan und seine Folgen konnte jetzt nicht ausgestrahlt werden, weil die Firma Grünenthal, die dieses Mittel mit dem Wirkstoff Thalidomid damals, bis 1961, vertrieb, gegen den Film geklagt hat. 15 falsche Fakten führen sie auf und bekamen in erster Instanz recht. Natürlich sind falsche Fakten ein nicht unwichtiger Punkt, je nachdem wie essentiell sie sind – allerdings enthält „Schindlers Liste“ vermutlich wesentlich mehr davon und ist dennoch ein mehr als sehenswerter Film.

Traurig ist jedenfalls, dass es weiterhin keinen Film gibt, der die nachkommenden Generationen darüber aufklärt, dass das sorglos auch in der Schwangerschaft verschriebene, ja sogar rezeptfrei erhältliche Schlafmittel Contergan damals in Deutschland allein 7000 Opfer forderte, davon 4000 Tote (!) und 3000 Kinder, die mit verschiedensten Missbildungen zur Welt kamen. Am bekanntesten sind wahrscheinlich im Zusammenhang mit Contergan Bilder von Menschen, deren Arme extrem verkürzt und ohne Schultergelenke gebildet sind – doch wie bekannt sind sie eigentlich noch? Opfer werden heute von unbedarften Teens schon mal gefragt, ob sie einen Autounfall hatten.

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