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Mausthusalem

Vro am 10. Dezember 2006

Heute bekam ich einen etwas gruseligen Anruf. „Hallo, Fräulein Peka! Sinepe21 mein Name. Ich habe gehört, Ihr könnt mich zu gesetzlichen und privaten Krankenkassen beraten, werte Dame?“ Ich hielt es für einen schlechten Scherz. „Jojo? Maisi? Wo ist der Witz? Was soll der antiquierte Scheiss?“ Es war ernst gemeint. „Wisst Ihr, ich hatte nicht damit gerechnet, mich noch versichern zu müssen. Habe ja bislang meine Tage vollversorgt im Laboratorium gefristet. Aber nun gedenke ich mich …hm…selbständig zu machen. Mich dünkt, Ihr könnt mir dabei behilflich sein?“

Ich war etwas ratlos. Dann fragte ich nach seinem Alter. Es war biblisch. „Mein Gott, was haben die mit dir…ähm mit Euch gemacht?“ fragte ich entgeistert. „Nun ja, den Botenstoff p21 abgeschaltet. Dieser ist für das Altern zuständig. Ich werde ewig leben! Werde Generationen von Weibchen befruchten und mehr Kinder haben als Alt-Deuteronimus! Und meine Kinder und Kindeskinder werden so gross sein, dass sie unsere Erzfeinde, die Katzen fressen können – ja, wer weiss, vielleicht auch die Menschen?! Sie werden alle fressen, nur nicht Aaaheli Roy Choudhury und Zhenyu Ju, die sozusagen meine Jungbrunnenbauer waren. Wie denkt Ihr über diese meine selbständige Tätigkeit? Welche Versicherung passt am besten zu mir?“ Ich täuschte einen leeren Akku vor – ich kann dieses Geräusch perfekt, zi-di-du – legte auf und schöpfte erst einmal Atem. Ob ich in der MHH Hannover anrufen und Sie warnen soll, sie müssten unbedingt auf die cerebralen Nebenwirkungen bei ihrem Experiment achten? Andererseits – warum sollte ich?

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