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	<title>Gut bei Kasse &#187; Die Krankenkassenmaus</title>
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	<description>Versicherungen leicht gemacht</description>
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		<title>Yes to mess</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Dec 2006 01:40:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Krankenkassenmaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn meine Menschen mich nur anh&#246;ren wollten. Ich k&#246;nnte sie beruhigen, dass jetzt in den U.S.A. herausgefunden wurde, Unordnung sei viel besser als Ordnung. Also, ehrlich gesagt war mir klar, dass auf all die Simplify-B&#252;cher irgendwann mal eine Gegenwelle samt –studien folgen w&#252;rde&#8230;
Jedenfalls sind Chaoten netter, kreativer, individueller, cooler und haben mehr Pers&#246;nlichkeit; ihr Chaos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn meine Menschen mich nur anh&#246;ren wollten. Ich k&#246;nnte sie beruhigen, dass jetzt in den U.S.A. herausgefunden wurde, Unordnung sei viel besser als Ordnung. Also, ehrlich gesagt war mir klar, dass auf all die Simplify-B&#252;cher irgendwann mal eine Gegenwelle samt –studien folgen w&#252;rde&#8230;</p>
<p>Jedenfalls sind Chaoten netter, kreativer, individueller, cooler und haben mehr Pers&#246;nlichkeit; ihr Chaos ist zudem unabl&#228;ssige Voraussetzung f&#252;r manche Erfindung, wie zum Beispiel die des Penicillin, denn da hatte der unordentliche Herr Fleming eine Petrischale vergessen und viel zu lange rumstehen lassen.</p>
<p>Ja, was soll ich sagen: Auch ich als Maus finde es klasse, dass meine Gro&#223;en das mit dem Putzen nur alle paar Wochen und mit dem Aufr&#228;umen nur alle paar Monate gebacken kriegen, denn sonst w&#228;re mir &#252;belst langweilig: Ein Entdeckungsausflug in einer sauberen, ordentlichen Wohnung ist wie ein Achterbahnfahrversuch mit dem Trecker auf gerader Landstra&#223;e.</p>
<p>Allerdings gibt es schon Ausnahmen: Wenn meine private Krankenversicherung 5 Monate mit der Erstattung von Leistungen br&#228;uchte mit dem Argument: Hey, wir sagen ja zur Unordnung, wir sind kreativ und einfach netter als andere, keine Ahnung, wo Ihre Unterlagen die ganze Zeit waren, dann&#8230; ich wei&#223; nicht. Dann w&#252;rd’ ich mal gepflegt wechseln. Au&#223;erdem muss ich zugeben: Chaos in der Wohnung der Gro&#223;en ist super, aber in meinem kleinen Mauseloch herrscht nat&#252;rlich Ordnung. Wo k&#228;men wir denn da hin.</p>
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		<title>Jeder Gang macht krank</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 22:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Krankenkassenmaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstags geh ich immer mal ins Krankenhaus und statte einsamen Freunden Besuche ab&#8230; na ja, oder ich lege mich ein bisschen ins Essen und probiere von allem, denn nirgendwo bleibt von einigermassen anst&#228;ndigem Frass so viel &#252;brig wie im Krankenhaus. Heute habe ich allerdings wohl etwas Dummes angestellt, ungewollt nat&#252;rlich. Eine &#228;ltere Dame kam mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstags geh ich immer mal ins Krankenhaus und statte einsamen Freunden Besuche ab&#8230; na ja, oder ich lege mich ein bisschen ins Essen und probiere von allem, denn nirgendwo bleibt von einigermassen anst&#228;ndigem Frass so viel &#252;brig wie im Krankenhaus. Heute habe ich allerdings wohl etwas Dummes angestellt, ungewollt nat&#252;rlich. Eine &#228;ltere Dame kam mit ihrem Tropf den Gang entlanggeschlichen und steuerte auf die T&#252;r mit dem „D“ zu. Da muss sie mich auf dem Schiebetisch zwischen M&#246;hren und Vanillepudding ersp&#228;ht haben. Jedenfalls schrie sie spitz auf, wollte kehrt machen, riss den Tropf dabei um, verlor selbst das Gleichgewicht und landete j&#228;mmerlich auf den Boden. Geistesgegenw&#228;rtig ahmte ich das piep-piep des Notrufes nach, und sofort kam Klinikpersonal angerannt. „Oh Gott!“ rief eine Schwester. „Bringen wir sie zur&#252;ck auf ihr Zimmer!“ „Nix, da, sofort Einzelzimmer, ein First-Class-Mittagessen, und gleich noch den Chefarzt rufen.“ widersprach eine andere. „Wie? Aber sie hatte doch schon eine Lebensmittelvergiftung vom Klinikessen und ist sozusagen ein Fall unserer Berufsgenossenschaft&#8230;?“ „Jetzt nicht mehr. Gerade ist ein neues Gerichtsurteil herausgekommen. Das wird die Berufsgenossenschaft nicht zahlen, sondern ihre private Krankenversicherung. Der Gang zur Toilette ist eine private T&#228;tigkeit, ist doch klar, oder?“ Ich fand das alles extrem spannend, bis mir die Worte „Lebensmittelvergiftung vom Klinikessen“ im Nachhall so recht bewusst wurden&#8230; Also, falls Ihr nichts mehr von mir h&#246;rt – ich lass mir mal vorsichthalber mein M&#228;gelchen auspumpen. Und n&#228;chsten Samstag ess ich beim Italiener.</p>
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		<title>Mausthusalem</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Dec 2006 02:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Krankenkassenmaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute bekam ich einen etwas gruseligen Anruf. „Hallo, Fr&#228;ulein Peka! Sinepe21 mein Name. Ich habe geh&#246;rt, Ihr k&#246;nnt mich zu gesetzlichen und privaten Krankenkassen beraten, werte Dame?“ Ich hielt es f&#252;r einen schlechten Scherz. „Jojo? Maisi? Wo ist der Witz? Was soll der antiquierte Scheiss?“ Es war ernst gemeint. „Wisst Ihr, ich hatte nicht damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bekam ich einen etwas gruseligen Anruf. „Hallo, Fr&#228;ulein Peka! Sinepe21 mein Name. Ich habe geh&#246;rt, Ihr k&#246;nnt mich zu gesetzlichen und privaten Krankenkassen beraten, werte Dame?“ Ich hielt es f&#252;r einen schlechten Scherz. „Jojo? Maisi? Wo ist der Witz? Was soll der antiquierte Scheiss?“ Es war ernst gemeint. „Wisst Ihr, ich hatte nicht damit gerechnet, mich noch versichern zu m&#252;ssen. Habe ja bislang meine Tage vollversorgt im Laboratorium gefristet. Aber nun gedenke ich mich &#8230;hm&#8230;selbst&#228;ndig zu machen. Mich d&#252;nkt, Ihr k&#246;nnt mir dabei behilflich sein?“ </p>
<p>Ich war etwas ratlos. Dann fragte ich nach seinem Alter. Es war biblisch. „Mein Gott, was haben die mit dir&#8230;&#228;hm mit Euch gemacht?“ fragte ich entgeistert. „Nun ja, den Botenstoff p21 abgeschaltet. Dieser ist f&#252;r das Altern zust&#228;ndig. Ich werde ewig leben! Werde Generationen von Weibchen befruchten und mehr Kinder haben als Alt-Deuteronimus! Und meine Kinder und Kindeskinder werden so gross sein, dass sie unsere Erzfeinde, die Katzen fressen k&#246;nnen – ja, wer weiss, vielleicht auch die Menschen?! Sie werden alle fressen, nur nicht Aaaheli Roy Choudhury und Zhenyu Ju, die sozusagen meine Jungbrunnenbauer waren. Wie denkt Ihr &#252;ber diese meine selbst&#228;ndige T&#228;tigkeit? Welche Versicherung passt am besten zu mir?“ Ich t&#228;uschte einen leeren Akku vor – ich kann dieses Ger&#228;usch perfekt, zi-di-du – legte auf und sch&#246;pfte erst einmal Atem. Ob ich in der MHH Hannover anrufen und Sie warnen soll, sie m&#252;ssten unbedingt auf die cerebralen Nebenwirkungen bei ihrem Experiment achten? Andererseits – warum sollte ich?</p>
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		<title>Eierschalen-Blues</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Dec 2006 00:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Krankenkassenmaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich neulich wegen wichtiger Gesch&#228;fte mal in Palermo bei Pepe war, gingen wir abends noch in eine Kneipe. Am Tresen hockend, stiess ich ihn unauff&#228;llig an, denn neben mir sass ein ziemlich abgewrackter Typ, ein schr&#228;ger wei&#223;er Vogel mit einer Eierschale auf dem Kopf. „Jaaaa! Ich bin’s! Nun h&#246;r schon auf zu glotzen!“ fuhr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich neulich wegen wichtiger Gesch&#228;fte mal in Palermo bei Pepe war, gingen wir abends noch in eine Kneipe. Am Tresen hockend, stiess ich ihn unauff&#228;llig an, denn neben mir sass ein ziemlich abgewrackter Typ, ein schr&#228;ger wei&#223;er Vogel mit einer Eierschale auf dem Kopf. „Jaaaa! Ich bin’s! Nun h&#246;r schon auf zu glotzen!“ fuhr der mich an, denn er hatte meinen Rippenstoss eher bemerkt als Pepe selbst. „Was meint er?“ fragte ich ged&#228;mpft. Pepe wandte sich an den Vogel: „Ist schon gut, Calimero, sie ist in Ordnung. Sie k&#246;nnte dir vielleicht ´ne private Krankenkasse empfehlen f&#252;r die Entziehungen.“ Und zu mir: „Na? Klingelt’s? Erinnerst du dich nicht? Ca-li-mero, mit Som-brero, K&#252;ken aus Palermo, du bist unser gro&#223;er Hero&#8230;“ „Oh mein Gott&#8230;“ stotterte ich. „Das ist die Gelegenheit, auf die so viele Kinder gewartet haben: Warum, Calimero, warum bloss mit Sombrero? Das habe ich nie verstanden!“ „Jetzt h&#246;r mal zu, du M&#228;uschen – woher kommst du? Aus Deutschland? Na, dann is ja alles klar. Is sooo typisch, dass Euch die Fantasie fehlt, meinen Hut zu erkennen. Haste noch ´ne Frage? Kostet dich aber ´nen Drink.“ Ich gab ihm eine Bloody Mary aus und gr&#252;belte eine Weile, aber dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: „Hey Moment mal, Calimero war ein schwarzes K&#252;ken! Wie kannst du wei&#223; sein?!“ „Pinien&#8230; &#228;hm Pigmentst&#246;rung. Bin immer wei&#223;er und wei&#223;er geworden. Dass is ´ne anerkannte Krankheit, denk mal an Mai&#8230;Michael Jackson&#8230;“ </p>
<p>Pepe zog mich unauff&#228;llig aus der Kneipe. „Er erz&#228;hlt dir weissgottwas, na ja, midlife crisis eben. Er ist jetzt 34 und kommt nicht mit seinem vergangenen Ruhm zurecht. Jedenfalls ist das totaler Stuss mit der Pigmentst&#246;rung, er war n&#228;mlich immer schon wei&#223;. Aber weil er als Waschmittelwerbung angefangen hatte, in der er wei&#223; gewaschen werden sollte, kannte man ihn in schwarz, und so blieb es. Jeden Drehtag musste er in die Maske und sich schwarzmalen lassen. So etwas hinterl&#228;sst Spuren.“</p>
<p>Wow. Trotz allem. Ich habe Calimero getroffen! Ich h&#228;tte ihn um ein Autogramm bitten sollen.</p>
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		<title>Katzenjammer</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Nov 2006 16:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Krankenkassenmaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute bin ich zu Pelé gegangen. Nein, nicht der Fussballgott, sch&#246;n w&#228;r’s &#8230; So hei&#223;t der verdammte Kater in unserem Haus. Ein seltsames Vieh, der h&#228;ngt den ganzen Tag tr&#252;ben Blicks im Hof und r&#252;hrt sich nicht, egal was f&#252;r ein Mensch vorbeikommt, schnurrt nicht, streicht nicht um die Beine, hypnotisiert niemanden mit seinen Sphinxaugen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bin ich zu Pelé gegangen. Nein, nicht der Fussballgott, sch&#246;n w&#228;r’s &#8230; So hei&#223;t der verdammte Kater in unserem Haus. Ein seltsames Vieh, der h&#228;ngt den ganzen Tag tr&#252;ben Blicks im Hof und r&#252;hrt sich nicht, egal was f&#252;r ein Mensch vorbeikommt, schnurrt nicht, streicht nicht um die Beine, hypnotisiert niemanden mit seinen Sphinxaugen. Aber wenn der Wind dreht und er mich riecht, die ihn seit Stunden beobachtet, dann geht es pl&#246;tzlich ab – manchmal denke ich, jetzt kriegt er einen Herzinfarkt, das Fell str&#228;ubt sich, er springt los, dreht sich um sich selbst&#8230; na ja, bis dahin bin ich l&#228;ngst in Sicherheit, er ist halt vom vielen Liegen auch schon ein bisschen verfettet.</p>
<p>So. Und nun hatte ich gestern abend von einer neuen australischen Studie gelesen.Und pl&#246;tzlich war es mir wie Schuppen von den Augen gefallen! Ich mir also ein Tempotaschentuch ums &#214;hrchen gebunden (habe ich neulich von einer netten Apothekerin bekommen), zur Pelé getigert und ihm (sicherheitshalber von der grossen M&#252;lltonne herunter) folgende Rede gehalten: „Lieber Fressfeind! Ich habe dein Problem erkannt! Und die L&#246;sung daf&#252;r. An der Universit&#228;t von Sydney hat man jetzt herausgefunden, das Fisch und Fischfett mit seinen unges&#228;ttigten Fetts&#228;uren gut gegen Depressionen sind. Und du bist eindeutig depressiv, amigo! Also schmei&#223; die teuren Medikamente weg, senke die Pr&#228;mie deiner exklusiven privaten Krankenversicherung und stell deine Ern&#228;hrung um von Maus auf der M&#252;lltonne auf Fisch aus der M&#252;lltonne!! Und wenn du dann mal einen Monat Fischkur hinter dir hast, dann treffen wir uns auf Augenh&#246;he wieder. Aber bis dahin mach mal lieber nicht den St&#252;rmer, das ist nicht gesund. Und mir wird’s schon ein bisschen langweilig.“ </p>
<p>Also, ich fand mich gut. Vielleicht sollte ich &#214;kotrophologin werden?</p>
<p>Peka</p>
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		<title>Gesundheitsreform f&#252;hrt zu Vitaminmangel!</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Nov 2006 23:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Krankenkassenmaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzen Dienstag rief mich Ole an. „Wow“, rief ich, „alte Schiffsratte, wieder mal auf Landgang?“ „Jou, bin in Hamburch“ lie&#223; er sich vernehmen, „und du solltest dich auch schleunigst aufn Wech machen. Morgen wird hier’n bannig grosser Auflauf sein. Apotheker. Bestimmt etliche tausend. Du wei&#223;t doch, die ham imma was zum Schnasseln inne Tasche, Vitaminbonbons, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzen Dienstag rief mich Ole an. „Wow“, rief ich, „alte Schiffsratte, wieder mal auf Landgang?“ „Jou, bin in Hamburch“ lie&#223; er sich vernehmen, „und du solltest dich auch schleunigst aufn Wech machen. Morgen wird hier’n bannig grosser Auflauf sein. Apotheker. Bestimmt etliche tausend. Du wei&#223;t doch, die ham imma was zum Schnasseln inne Tasche, Vitaminbonbons, Tempos, Placebos, Anti-Edsching-Criem-Pr&#246;bchen&#8230;“ „Nicht alles mein Geschmack“, antwortete ich, „aber ich bin nat&#252;rlich dabei!“ </p>
<p>Ich also gleich noch den Nachtg&#252;terzug mit Posts&#228;cken nach Hamburg genommen (habe mich durch einige Liebesbriefe gearbeitet &#8211; interessante Lekt&#252;re, aber parf&#252;miertes Papier schl&#228;gt mir auf den Magen&#8230;) und mich schon vorher halbtot gefreut: Tausende von Wei&#223;kitteln auf einmal, aber nicht die mit den Stethoskopenden und sonst nichts in den Kitteltaschen, sondern die freundlichen Onkels und Tanten, die im Austausch f&#252;r die 5 Euro beim Kassenrezept schon mal eine Packung Tempos springen lassen und f&#252;r eins von der privaten Krankenkasse auch gerne drei Anti-Edsching-Criem-Pr&#246;bchen.</p>
<p>Aber was f&#252;r eine Entt&#228;uschung! Die waren ja gar nicht gut drauf, die Taschen leer, Sauer- bis Trauermienen aufgesetzt. Die Gesundheitsreform, sagen sie, macht die Apotheken kaputt – Dumpingpreise –Wettbewerb &#8211; Rabattverhandlungen – das waren so die Stichworte, die &#252;ber den Hachmannplatz beim Hauptbahnhof hallten. Na gut, davon verstehe ich nix. Aber eins ist klar: Die Apotheken d&#252;rfen nicht sterben! Wo kriege ich sonst meine Gratis-Vitaminbonbons her?</p>
<p>Peka</p>
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		<title>Some like it hot</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Nov 2006 00:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt ist es heraus: Taranteln und Chilischoten sind im Grunde genommen das Gleiche. Jedenfalls f&#252;r den Schmerzrezeptor, den es betrifft. Der, der uns schmerzhaft klarmacht, dass wir das Gift einer Tarantel intus haben ist der selbe, der sagt: Gott, bist du mutig, das war `ne Chilischote!
Nur mal eine kleine Frage am Rande: Ist Euch klar, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es heraus: Taranteln und Chilischoten sind im Grunde genommen das Gleiche. Jedenfalls f&#252;r den Schmerzrezeptor, den es betrifft. Der, der uns schmerzhaft klarmacht, dass wir das Gift einer Tarantel intus haben ist der selbe, der sagt: Gott, bist du mutig, das war `ne Chilischote!</p>
<p>Nur mal eine kleine Frage am Rande: Ist Euch klar, wem Ihr diese Erkenntnis zu verdanken habt? Nein, nicht den Wissenschaftlern an der Universit&#228;t California in San Francisco – na ja, gut, denen vielleicht auch zum Teil. Vor allem aber uns M&#228;usen! Meine Kollegen mit dem besagten Rezeptor hatten Schmerzen, die ohne nicht. Oh Leute. F&#252;r den Test einer Chilischote w&#252;rde ich mich ja vielleicht gerade noch zur Verf&#252;gung stellen, wenn man mich nett fragt. Aber f&#252;r das Gift einer Tarantel? Uns fragt keiner. Deswegen gibt es den wissenschaftlichen Fortschritt in so unglaublich wichtigen Fragen.</p>
<p>Peka</p>
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		<title>M&#246;rderpflanzen</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Nov 2006 23:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Krankenkassenmaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist ein Nachruf auf Robert (sprich: Rob&#228;r), der im September von einer Kannenpflanze in Lyon verdaut wurde. Er war ein mutiger Kletterer und liebevoller Familienvater. Ahnungslos geriet er in die t&#246;dliche Falle, wohl angelockt von dem Duft zuvor in der Pflanze verdauter Fliegen. Nun geht er  in die Geschichte ein als das erste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist ein Nachruf auf Robert (sprich: Rob&#228;r), der im September von einer Kannenpflanze in Lyon verdaut wurde. Er war ein mutiger Kletterer und liebevoller Familienvater. Ahnungslos geriet er in die t&#246;dliche Falle, wohl angelockt von dem Duft zuvor in der Pflanze verdauter Fliegen. Nun geht er  in die Geschichte ein als das erste S&#228;ugetier, das nachweislich von einer fleischfressenden Pflanze verzehrt wurde. Ein Skandal, wenn seine Lebensversicherung nicht zahlt, weil sie annehmen, dass es Selbstmord war! </p>
<p>Und ein Tipp f&#252;r Euch Menschen: Haltet Eure Finger aus diesen Ungeheuern! Ein k&#252;nstliches Fingerglied wegen Verlustes in einer Pflanze zahlt Euch keine Krankenversicherung.</p>
<p>Peka</p>
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		<title>Duracell-Menschen</title>
		<link>http://www.ansahl.com/blog/2006/11/11/duracell-menschen/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Nov 2006 16:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Krankenkassenmaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wow! Gerade lese ich eine Mail von Tomo, einer s&#252;dafrikanischen Pygm&#228;enmaus, meine Internetfreundin. Sie ist ganz stolz auf ihre Hausherrin, Maloko Temo. Die hat jetzt ein Interview gegeben im stolzen Alter von sage und schreibe 132 Jahren. Jedenfalls meint sie sich zu erinnern, dass sie am 04.Juli 1874 geboren ist. 
Sie gibt Tipps f&#252;r eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow! Gerade lese ich eine Mail von Tomo, einer s&#252;dafrikanischen Pygm&#228;enmaus, meine Internetfreundin. Sie ist ganz stolz auf ihre Hausherrin, Maloko Temo. Die hat jetzt ein Interview gegeben im stolzen Alter von sage und schreibe 132 Jahren. Jedenfalls meint sie sich zu erinnern, dass sie am 04.Juli 1874 geboren ist. </p>
<p>Sie gibt Tipps f&#252;r eine so lange Lebensdauer:<br />
-vegetarische Ern&#228;hrung (na, aber bitte doch!)<br />
-viel Bewegung (kein Problem!), zum Beispiel lange Wege zu Feuerholzsuchen<br />
-Gehirntraining, z.B. durch Geschichtenerz&#228;hlen (ja, kennt ihr die von der Maus, die nicht beim Nahrungsuchen mithelfen wollte und dann im Winter alle anderen von ihren Geschichten ern&#228;hrt?)</p>
<p>Also, wenn ich das richtig sehe, dann habe ich die besten Chancen, dieses alttestamentarische Alter zu erreichen! Mal sehen: Wenn ich mich jetzt, Schriftstellerin im zarten Alter von 2 Jahren, privat versichere und sagen wir bei 380 Euro Beitrag anfange&#8230;. Da die Beitr&#228;ge ja dynamisch sinken, wieviel zahle ich denn dann mit 132 ? Wird das unter 1 Euro sein?</p>
<p>Peka</p>
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		<title>Zur Sache, Sch&#228;tzchen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Nov 2006 09:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Krankenkassenmaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich war ich bei meiner Freundin Blanche in Toulouse zu Besuch. Gem&#252;tliches Loch, guter K&#228;se, alles bestens. „Bist du eigentlich immer noch so nachtaktiv?“ fragt sie mich grinsend. „Was soll die Frage? Klar!“ war meine Antwort. „Na, dann wirst du Spass haben“ grinst sie weiter. F&#252;hrt mich in der Dunkelheit ins Schlafzimmer der Grossen. Nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich war ich bei meiner Freundin Blanche in Toulouse zu Besuch. Gem&#252;tliches Loch, guter K&#228;se, alles bestens. „Bist du eigentlich immer noch so nachtaktiv?“ fragt sie mich grinsend. „Was soll die Frage? Klar!“ war meine Antwort. „Na, dann wirst du Spass haben“ grinst sie weiter. F&#252;hrt mich in der Dunkelheit ins Schlafzimmer der Grossen. Nach ein paar Stunden Rumknabbern hier, Rumschn&#252;ffeln da h&#246;re ich pl&#246;tzlich eindeutige – m&#228;nnliche &#8211; Ger&#228;usche aus dem Bett, und dann eine weibliche Stimme: „Chéri? Tu dors, chéri? C’est incroyable… il me croira pas!“ </p>
<p>Da es nun eindeutig zur Sache ging, zogen wir uns lieber zur&#252;ck, aber ich war verwirrt. „Blanche, wieso hat sie ihn gefragt, ob er schl&#228;ft? Er hat doch angefangen!“ „Deswegen wollte ich dir das zeigen. Er war gar nicht wach! Stell dir vor, er leidet an „sexsomnie“, das ist ein  Riesenthema hierzulande. Menschen, die sich im Schlaf auf den Partner – oder auch sich selbst &#8211; st&#252;rzen und sich am n&#228;chsten Morgen an nichts erinnern&#8230;“ Wow. Krankheiten gibt’s.</p>
<p>Auf dem R&#252;ckweg lie&#223; mich das Thema nicht los. Ist das eine von den <a href="http://www.abakus24.de/">Krankenversicherungen</a> anerkannte Krankheit? Und wie findet man &#252;berhaupt heraus, ob jemand wirklich diese Krankheit oder nur nicht eingestandenen Spass hat? Was ist eigentlich, wenn zwei „sexsomniaques“ (so hei&#223;en die!) zusammen leben und ohne es zu merken ein Kind zeugen, weil sie nur tags&#252;ber verh&#252;ten? Muss dann die Krankenkasse alle Kosten bis zur Vollj&#228;hrigkeit des (sicher sehr aufgeweckten Kerlchens) &#252;bernehmen? Ich meine, man m&#252;sste vielleicht eher Herrn Morpheus auf Alimente verklagen – aber gegen den ist ja bislang jede weltliche Instanz machtlos&#8230;</p>
<p>Peka</p>
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