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Pflegeversicherung

Montag, Februar 11, 2008

Private Altersvorsorge sollte auch die Pflege umfassen

Die private Altersvorsorge wird meist als „Lückenbüßer“ gesehen, mit deren Hilfe die Differenz aus letztem Nettogehalt und gesetzlicher Rente geschlossen werden soll. Dieser Versicherungszweig verbucht seit ein paar Jahren enorme Zuwächse. Besonders die Riester-Rente wird sehr stark nachgefragt. Weit weniger erfolgreich sind die Pflegezusatzversicherungen, wenngleich auch sie eine Art der privaten Vorsorge für das Alter darstellen. Zwar kann niemand vorhersagen, ob er pflegebedürftig wird. Doch wenn, ist selbst eine hohe private Rente schnell verbraucht.

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung werden auch bei noch so umfangreichen Reformen auch zukünftig nur für die medizinische Existenzsicherung reichen. Ein Platz im Alters- oder Pflegeheim lässt sich damit nicht finanzieren. Dann geht es an die Rente, das Gesparte und häufig auch noch an das Vermögen der Kinder. Der Staat kommt erst dann für die Kosten auf, wenn sonst nichts zu holen ist. Entscheiden sich die Angehörigen für die häusliche Pflege, fahren sie zwar günstiger. Kosten entstehen dennoch, unter anderem für ein Spezialbett – falls nötig – und Hilfen, wenn man nicht in der Lage ist, rund um die Uhr für Vater oder Mutter zu sorgen.

Die finanzielle Last kann mit privaten Pflege-(Zusatz)Versicherungen gemildert werden. Je früher man sich für eine Police entscheidet, desto günstiger wird es. Männer zahlen aufgrund der geringeren Lebenserwartung etwas weniger als Frauen. Zur Wahl stehen unterschiedliche Modelle: Die Pflegekostenversicherung, die Pflegetagegeldversicherung und die Pflegerentenversicherung. Jede Variante hat Vor- und Nachteile, wobei die Pflegerentenversicherung bei den Verbraucherschützen den schlechtesten Ruf genießt. Welche Option sich anbietet, klärt man am besten im Gespräch mit einem Versicherungsmakler, der auch über die Voraussetzungen und mögliche Gesundheitsprüfungen im Vorfeld informiert.

Posted by Andre on 02/11 at 03:06 PM
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Montag, Januar 14, 2008

Die Pflegeversicherung wird reformiert

Eine Versicherung, die es erst seit dreizehn Jahren gibt, muss reformiert werden? Geht es nach der Ansicht vieler, nicht nur auf Seiten der Politiker, sondern auch auf Seiten der Experten, ist dies längst an der Zeit. Ob man jedoch wirklich von einer Reformation sprechen kann, ist fraglich. Denn dies wäre die Rückkehr zu dem, was früher war, zumindest wenn man die wörtliche Bedeutung des lateinischen Wortes „reformatio“ nimmt. Aber vor der jetzt geltenden Pflegeversicherung gab es nichts in diesem Bereich, erst Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde erkannt, wie wichtig eine Absicherung von Menschen innerhalb einer solchen Versicherung ist. Funktioniert hat die Pflegeversicherung jedoch nie wirklich, zu viele bürokratische Hürden, die am Wohl der – meist älteren- pflegebedürftigen Menschen meist völlig vorbeiging.

Und nun soll, zumindest will die Politik es so, die Reform dieser so wichtigen Versicherung in Kraft treten. Am 1. Juli 2008 soll es endlich soweit sein, und soll hauptsächliche die häusliche Pflege in den Mittelpunkt rücken. Laut einer telefonischen Umfrage des Altenmonitors mit 1 000 Personen über 50 Jahren, ergab das Ergebnis im Jahre 2006 eine erschreckende Zahl. Nicht einmal ein Viertel der Befragten, genauer gesagt 23%, glaubten an die respekt- und würdevolle Behandlung von Alten und Pflegebedürftigen in Heimen. Noch erschreckender ist jedoch die Anzahl der Personen, die sich für eine Pflege im Heim entscheiden würden: Nur 13 % würden bei einer Pflegebedürftigkeit überhaupt in ein Altenheim gehen und sich für eine stationäre Pflege entscheiden.

Dies sind Zahlen, die sehr nachdenklich machen, in einer Zeit der Pflegeengpässe umso mehr. Vor Jahren habe ich selbst eine Zeitlang neben dem Studium in einem Altenpflegeheim gearbeitet und kann viele dieser Menschen verstehen, da die Zeit und das mangelnde Personal oft den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen entgegenstehen. Die schwarzen Schafe unter den Pflegern und Heimen nicht zu vergessen, auch diese gab es immer und wird es immer geben, solange keine entsprechende Kontrollinstanz geschaffen wird.

Die Pflegeversicherung soll nun verbessert werden. Nicht reformiert, denn wir wollen alle nicht zurück zu der Zeit vorher. Aber ob die Veränderung dieser wichtigen Versicherung etwas bringen wird, kann keiner so richtig sagen. Auch die Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Elke Weidenbach, ist skeptisch: „Die gesetzliche Pflegeversicherung war und ist nach wie vor eine Teilkaskoversicherung, die im Ernstfall nur einen Teil der anfallenden Kosten decken kann“. Durch die Maschen der veränderten Pflegeversicherung werden möglicherweise wieder jene fallen, die keine Kinder haben, heute zahlen sie schon bereits höhere Beiträge als die Versicherten, die Kinder haben. Ob sie deshalb mehr Pflege erhalten werden aufgrund der höheren Beiträge, ist mehr als fraglich. Denn meist ist es doch noch das Familiengefüge, das letztlich für die pflegebedürftigen Verwandten da ist. Schade, dabei wäre so viel möglich mit einer sehr guten Pflegeversicherung, die wirklich Bedürfnisse erkennt und keine neue Bürokratie hervorbringt …

Posted by Christel on 01/14 at 03:18 PM
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Donnerstag, Oktober 18, 2007

Reform der Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist nur eines der Sorgenkinder der Bundesregierung. Statt den Spross auf die „stille Treppe“ zu schicken, diskutierten die „Väter und Mütter“ gestern eifrig im Bundeskabinett und übersprangen damit eine erste Hürde, die eine leichte Besserung verspricht. Jetzt ist es am Bundesrat und dem Bundestag, die gestern beschlossene Reform auf den Weg zu bringen.

Wie wichtig dieser Schritt ist, belegen die Zahlen. Aktuell sind rund sechs Millionen Menschen direkt und indirekt von Pflege und Pflegebedürftigkeit betroffen. Mit in Blick in die Zukunft verdoppelt sich die Zahl auf zwölf Millionen. Da ist die von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gewünschte gesellschaftliche Debatte zum Thema Pflege fast schon ein Muss. Insgesamt kann die Ministerin recht zufrieden. Ihr Vorstoß, Angehörigen zehn Tage bezahlten Urlaub zu gestatten, kam allerdings nicht sehr weit. Die Ausgaben dafür ließen sich nur schwer abschätzen. Die veranschlagten 90 Millionen Euro reichen laut Union bei weitem nicht aus.

Andere Ideen wurden hingegen mehrheitlich in den Stiel gestoßen:

  • Um die ärztliche Versorgung in Heimen zu verbessern und unnötige Einweisungen in ein Krankenhaus während der Nacht sowie an den Wochenenden zu vermeiden, sollen die in den Pflegeheimen beschäftigen Ärzte die Kassenzulassung erhalten. Finanziert wird diese Maßnahme über die vertragsärztliche Gesamtvergütung.
  • In einem Turnus von drei Jahren sollen Pflegeeinrichtungen überprüft werden, einerseits um Transparenz zu schaffen, andererseits, um Qualität zu gewährleisten.
  • Um die gesetzliche Pflegeversicherung finanzieren zu können, wird der Beitragssatz um 0,25 Prozent angehoben. Als Ausgleich sind Entlastungen bei der Arbeitslosenversicherung vorgesehen.
  • Demenzkranke, die keiner Pflegestufe zugeordnet sind, erhalten einen höheren Betreuungsbetrag. Er steigt von 460 auf 2400 Euro jährlich.
  • Die Sachleistungsbeträge für die ambulante Pflege werden dynamisiert, sprich Schritt für Schritt angehoben.
  • Case-Manager sollen in Pflegestützpunkten als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, um Angehörige und Pflegebedürftige zu beraten und zu unterstützen – bis hin zur Beschaffung von Leistungen. 45.000 Euro je Stützpunkt – einer je 20.000 Einwohner – werden veranschlagt.
  • Leistungen können demnächst von mehreren Pflegebedürftigen gemeinsam in Anspruch genommen werden. Die Ersparnis dient zusätzlichen Leistungen.
  • Die Pflegesätze werden angehoben.
  • Angehörige, die selbst pflegen, können sich für sechs Monate freistellen lassen, sind versichert, erhalten in der Zeit allerdings kein Gehalt.
  • Statt der zehn Tage bezahlten Urlaubs, sollen Angehörige zehn Tage unbezahlten Urlaub nehmen können.

Da die gesetzliche Pflegeversicherung selbst mit den Verbesserungen und Neuerungen noch lange nicht das „Gelbe vom Ei“ ist, sollte man sich zusätzlich Gedanken über eine private Zusatzversicherung machen.

Posted by Andre on 10/18 at 03:17 PM
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Dienstag, September 04, 2007

Pflegeratgeber von der Gothaer

Einen pflegebedürftigen Menschen zu versorgen, ist eine Aufgabe, die nicht einfach mit links erledigt werden kann. Sie verlangt die ganze Aufmerksamkeit und je nach Pflegestufe auch Überwindung. Denn so nah man sich auch steht, jemanden zu waschen, bei Toilettengängen zu begleiten oder die Windel zu wechseln, ist oft mehr als die Psyche auf Dauer verkraftet. Sich im Zusammenhang mit der Pflege um private Zusatzversicherungen zu bemühen, um finanziell abgesichert zu sein, ist dann nur eine Seite der Medaille. Vor der anderen werden gerne die Augen verschlossen.

Die Gothaer Krankenversicherung AG hat sich ein Jahr lang mit dem Thema Pflege auseinandergesetzt und mit Experten eine Broschüre erarbeitet, die weit mehr bietet als Prämienlisten und Leistungstabellen. Die Pflege wird von allen Seiten beleuchtet, samt den sensiblen Bereichen wie der letzten Lebensphase. Dabei haben die Autoren darauf geachtet, auch Ansprechpartner zu nennen und Hinweise zu weiterführenden Informationen aufzulisten, damit Betroffene oder Interessierte sich noch eingehender mit der Materie beschäftigen können.

Der thematische Aufbau des Pflegeratgebers umfasst das Leben im Pflegeheim, alternative Wohnformen, Aufgaben, die auf Familien zukommen, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, und natürlich den finanziellen Aspekt. Denn der Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung ist extrem teuer und für die meisten nur mit einer privaten Pflegezusatzversicherung finanzierbar.

Posted by Andre on 09/04 at 05:22 PM
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Montag, September 03, 2007

Pflegequalität lässt zu wünschen übrig

Der Bericht zur Pflegequalität und der Situation in den Heimen hat am Wochenende Empören hervorgerufen. Der medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen versucht zwar abzuwiegeln und verweist darauf, dass nur noch bei zehn statt 17 Prozent der Heimbewohner akut unzureichende Pflegezustände herrschten. Das beruhigt nicht wirklich und stellt viele vor die Frage, wie man sich für die Zukunft absichern kann, sollte man selbst einmal pflegebedürftig werden.

1,7 Prozent des Bruttogehaltes fließen derzeit in die gesetzliche Pflegekasse. Ab Mitte 2008 sind es 1,95 Prozent. Die Leistungen, die sich daraus ergeben, sind mager und decken nicht einmal annähernd die tatsächlichen Kosten. Die Beträge, die aus eigenen Mitteln bestritten werden müssen, sind enorm. Aus diesem Grund rät der Bund der Versicherten zu einer privaten Pflegezusatzversicherung, wenn alle anderen Risiken ebenfalls abgedeckt sind, von der Haftpflicht bis zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Bei der privaten Vorsorge haben Versicherungskunden derzeit die Wahl zwischen drei Produkten, von denen die Pflegerentenversicherung als am wenigsten effektiv eingestuft wird. Besser geeignet sei eine Pflegekostenversicherung, bei der die Kunden allerdings erst dann Geld erhielten, wenn Rechnungen eingereicht werden. Dieses Problem stellt sich bei der Pflegetagesgeldversicherung nicht. Sie zahlt einen fest vereinbarten Satz, über den frei verfügt werden kann. Wichtig ist bei allen drei Policen: Je länger es dauert, bis die Pflegebedürftigkeit vom medizinischen Dienst der Krankenkassen anerkannt ist und Mittel bewilligt werden – und darauf baut die Kritik vieler Politiker – desto länger müssen die Versicherten selbst zahlen.

Posted by Andre on 09/03 at 06:07 PM
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Mittwoch, Juli 18, 2007

Finanzielle Sicherheit für den Fall der Pflegebedürftigkeit

Das Hickhack um die gesetzliche Pflegeversicherung mag symptomatisch für den politischen Entscheidungsprozess sein, hat aber zumindest ein Gutes: Man macht sich mehr Gedanken ums Alter. Das düstere Zukunftsbild, als Pflegefall rund um die Uhr auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, lässt sich dabei nur schwer beiseite schieben. Allzu schwarzseherisch sollte man allerdings nicht an dieses Thema herangehen, sondern genau überlegen, wie vorgesorgt werden kann – zumindest auf finanzieller Ebene.

Die private Pflegeversicherung ist eine Möglichkeit, die laut Aussage der Verbraucherzentrale Sachsen jedoch nur in sehr wenigen Fällen ihre ganzen Trümpfe ausspielen kann und muss. Denn laut Statistik sind die meisten Menschen nur für einen sehr kurzen Zeitraum vor dem Tod ein Pflegefall. Als flexibler wir die Pflegetagegeldpolice bezeichnet, vor allem, wenn es um die häusliche Pflege geht. Aus den Bedingungen für die Versicherung sollte hervorgehen, dass schon ab Pflegestufe 1 gezahlt wird. Sie kommt am häufigsten vor.

Nicht vergessen sollte man, so die Verbraucherzentrale, dass nicht nur das Risiko bestehe, pflegebedürftig zu werden, sondern zunehmend auch das der Berufsunfähigkeit. Ab Mitte 40 steige die Wahrscheinlichkeit, den gelernten Beruf nicht mehr ausüben zu können, enorm.

Posted by Andre on 07/18 at 02:28 PM
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Dienstag, Juli 17, 2007

Verbesserte Unfall-Pflegerente bei der AXA

Für mehr Sicherheit und bessere Leistungen nach einem Unfall wurde nun bei der AXA Versicherung eine neue Unfall-Pflegerente mit vergrößertem Leistungsumfang eingeführt:

Für Menschen im Alter von 60 Jahren kostet die Einstiegsstufe der Versicherung ungefähr 16 EURO im Monat. Das garantiert aber eine lebenslange monatliche Rente von 500 bis 2.500 EURO, nachdem der Versicherte nach dem Unfall in eine Pflegestufe eingestuft worden ist. Außerdem werden unfangreiche Hilfestellungen nach dem Unfall geboten.

Der Versicherte bekommt die Leistungen der AXA lebenslang, wenn er nach 36 Monaten des Bezugs der Unfall-Pflegerente aus der Pflegestufe fällt. Zusätzlich wird von der AXA bei Invalidität ab 30% eine Soforthilfe in einer Höhe von 12.000 EURO gezahlt, was u.a. zum behindertengerechten Umbau des Wohnraums gebraucht werden könnte. Oder auch beispielsweise im Todesfall, hier bietet die AXA einer festgelegten Person 6.000 EURO, um die finanzielle Belastung bezüglich der Beerdigung einfacher tragen zu können. 

Posted by Gerald on 07/17 at 02:35 AM
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Freitag, Mai 18, 2007

Mehrheit ist für private Pflegeversicherung

Lieber privat als Staat gilt bei der Mehrheit der Erwerbstätigen, wenn es um die Pflegeversicherung geht. Das hat eine Studie der Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“ ergeben, die sich schon länger für die private Vorsorge bei der Pflege stark macht und nun eine Bestätigung ihrer Haltung bezüglich der Pflegereform erhalten hat.

77 Prozent setzen danach eher auf eine kapitalgedeckte Vorsorge, statt in die gesetzliche Pflegeversicherung einzuzahlen. Von den Befragten waren nur 16 Prozent bereit, mehr für die staatliche Variante aufzubringen. Das Ergebnis der Umfrage hat kaum Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern ergeben wohl aber beim Einkommen. Geringverdiener sind zwar auch mehrheitlich für den privaten Weg, aber nicht ganz so deutlich wie jene, die über 1500 Euro netto im Monat verdienen.

20 Euro darf die zusätzliche Vorsorge kosten. Die Bereitschaft, diesen Betrag in eine private Pflegeversicherung fließen zu lassen, ist im Westen mit 67 Prozent deutlich höher als im Osten, wo sich nur 56 Prozent mit 20 Euro einverstanden zeigten.

Posted by Andre on 05/18 at 12:12 PM
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Mittwoch, April 25, 2007

Privat für den Pflegefall vorsorgen

Die gesetzliche Pflegeversicherung kränkelt. 1995 an den Start gegangen, geht ihr jetzt die Puste respektive das Geld aus, obwohl die Leistungen seither nicht erhöht wurden. Das soll sich ändern. Der Weg bis zu einer einvernehmlichen Lösung dürfte allerdings recht lang sein. Bis dahin gilt, dass auch bei der Pflege die eigene Vorsorge ein wichtiger Schritt ist, um Kindern und Angehörigen eine finanzielle Belastung zu ersparen.

Wie wichtig eine private Versicherung ist, zeigt ein einfaches Beispiel. Die Kosten für einen Pflegeplatz im Heim liegen bei rund 2766 Euro, die gesetzliche Versicherung zahlt davon 1432 Euro. Die Differenz muss selbst getragen werden. Notfalls sind die Kinder verpflichtet, für den Unterhalt aufzukommen. Eine private Pflegezusatzversicherung kann die Lücke schließen.

Meist besser geeignet ist allerdings eine Pflegetagegeldversicherung. Sie greift, wenn ein Pflegefall vorliegt und nicht erst, wenn Kosten durch ein Heim oder einen Pflegedienst entstehen. Beim Abschluss einer solchen Versicherung sollte man darauf achten, dass sie schon bei Pflegestufe I einspringt. Je eher man sich für die Vorsorge entscheidet, desto günstiger wird sie. Optimal ist ein Alter von 35 Jahren, um eine Pflegetagegeldversicherung abzuschließen.

Posted by Andre on 04/25 at 12:54 PM
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Donnerstag, April 19, 2007

Forderung einer steuerlichen Bezuschussung für die Pflegeversicherung

Der Paritätische Wohlfahrtsverband forderte die Einführung einer Bezuschussung der Pflegereform mit Steuergeldern. Laut des Geschäftsführers des Verbandes Werner Hesse ist es dringend notwendig, im Hinblick auf die steigende Zahl der „altersverwirrten“ Menschen, mehr Geld in die Pflege zu investieren. Es müsse eine „menschenwürdige Versorgung“ sichergestellt werden.

Bislang sei der Begriff der Pflegebedürftigkeit falsch interpretiert worden, da man sich allein an Kostenaspekten orientiere. Das Beaufsichtigen und Anleiten der Pflegebedürftigen würde hingegen nicht berücksichtigt. Eine entsprechend Erweiterung der Definition würde zu erheblichen Mehrkosten führen, jedoch wäre auch nicht für jede Maßnahme eine Krankenschwester notwendig, was dann wieder zu Einsparungem führen könnte. Die Große Koalition will die Pflegeversicherung noch in diesem Jahr angehen, über das richtige Konzept streiten CDU und SPD noch.

Posted by Sabine on 04/19 at 05:26 AM
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