Styropor Häuser erobern den deutschen Immobilienmarkt
Obwohl ich mich so gut wie jeden Tag mit Immobilienthemen beschäftige, muss ich zugeben, dass ich bis vor eineinhalb Wochen noch nie zuvor etwas vom so genannten Styropor Haus gehört hatte. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine Reportage ausgestrahlt, in der Bauherren von Kamerateams begleitet wurden. Unter den Bauherren befand sich ein Ehepaar, das sich für diese Bauweise entschieden hatte. Kurze darauf bzw. nur wenige Tage später folgt eine weitere Reportage, in der erneut zu sehen ist, wie anderen Ortes ebenfalls ein Styropor Haus entsteht – somit könnte diese Bauweise erheblich stärker verbreitet sein, als ich es mir je vorgestellt hätte. Da ich jedoch sicherlich nicht der einzige bin, der bis vor kurzem noch nie etwas von dieser Art zu Bauen gehört hat, möchte ich sie an in diesem Beitrag vorstellen.
Wie man es vom Namen bereits ableiten kann, wird das Styropor Haus aus Styropor bzw. einem Material errichtet, das Styropor sehr ähnlich ist. An den Bauplatz werden Unmengen großer Styroporklötze geliefert, die im Grunde genommen nur zusammen gesteckt werden – ganz ähnlich wie Legosteine. Auf diese Weise werden die Mauern des Hauses gezogen. Weil die Steine sehr leicht sind und recht einfach miteinander zu verbinden sind, können die Bauherren gut mit anpacken und somit die Bauzeit verkürzen bzw. die Personalkosten reduzieren.
Die Besonderheit der Bausteine besteht darin, dass man im Grunde genommen immer zwei Mauern zieht: Ein Klotz besteht immer aus zwei Hälften, die jeweils über dünne Abstandshalter miteinander verbunden sind. Sobald das erste Geschoss steht, wird der Spalt, der zwischen den Klötzen besteht, kurzerhand mit Beton aufgefüllt. Im Grunde genommen bestehen die Hauswände später aus eine Betonmauer, die beidseitig mit Styropor verkleidet ist. Diese spezielle Bauweise beträgt dazu bei, die Bauzeit zu beschleunigen. Und mit Hilfe von Stützen und Stahlgittern werden dann die Decken betoniert. Auf diese Weise kann das Haus Geschoss für Geschoss aus Styroporklötzen gezimmert und betoniert werden.
Das Interessante an dieser Bauweise ist ihre Einfachheit, die kurze Bauzeit und natürlich die gute Isolierung, die automatisch durch die Klötze entsteht. Wegen des Einfachen Prinzips und des geringen Materialaufwands, können entsprechende Häuser vergleichsweise günstig errichtet werden. Daher ist es gut vorstellbar, dass sich in Zukunft noch viel mehr Bauherren für diese Variante entscheiden.
