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Mittwoch, Juli 26, 2006

Rechtsschutz wird teurer

Schon letztes Jahr zogen die Preise bei den Rechtsschutzversicherern an, jetzt sollen die Prämien der Versicherungen noch einmal angehoben werden. Als Grund für die Preiserhöhungen werden die gestiegenen Kosten für Rechtsanwälte und Gerichte angegeben. In 2005 sollen bei 3 Mrd. Euro Umsatz rund 150 Millionen Euro Verlust gemacht worden sein.

Die Prämienanhebungen betreffen sowohl neue als auch bestehende Verträge, das dürfte nicht gerade für Begeisterung bei den Verbrauchern sorgen. Aufgrund des harten Wettbewerbs in der Rechtsschutz-Branche werden die Versicherungen aber eher moderate Erhöhungen einführen und versuchen durch Einsparungen bei Personal oder Leistung, veränderten Schadenfreiheitsrabatten oder durch Auflösung von Rückstellungen, einen Teil ihrer Verluste zu kompensieren.

Mehr dazu gibt es beim Handelsblatt.

Posted by Gerald on 07/26 at 05:26 PM
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Freitag, Juli 21, 2006

Kettenreaktion bei Versicherungen

Bei den deutschen Versicherungen rumort es gewaltig. Nach Marktführer Allianz, der 5000 Stellen streicht, folgen jetzt die Talanx (immerhin der drittgrößte deutsche Versicherer in Deutschland) mit 1800 und die Wüstenrot & Württembergische mit 1500 zu streichenden Stellen. Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht in Sicht, der Umbauprozess im Finanzdienstleistungssektor hat gerade erst begonnen. Beginn einer Kettenreaktion???

Posted by Gerald on 07/21 at 01:21 AM
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Donnerstag, Juli 13, 2006

Krankenversicherungsbeitrag auf Betriebsrenten

Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel hat den Abzug des vollen Krankenkassenbeitrages von Betriebsrenten nochmals für rechtens erklärt. Gesetzlich Krankenversicherte müssen damit den vollen Kassenbeitrag für Krankenversicherung und Pflegeversicherung auf Versorgungsbezüge zahlen. Betroffen sind nicht nur Betriebsrenten, sondern auch Einmalabfindungen aus der betrieblichen Altersvorsorge (BAV).

Gefunden bei Krankenversicherungsbeitrag auf Betriebsrenten.

Posted by Gerald on 07/13 at 12:42 AM
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Dienstag, Juli 04, 2006

Eckpunkte der Gesundheitsreform

Nach langem Ringen wurden die Eckpunkte zur Gesundheitsreform verabschiedet. Konkrete Ergebnisse sind Mangelware, der Gesundheitsfonds soll kommen und ab 2007 werden die Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse um 0,5% steigen. Einsparungen sollen das System retten. Strukturveränderungen sollen mehr Transparenz und Effizienz ins Gesundheitssystem bringen. Zu diesem Zweck wurde ein 56-seitiges Eckpunktepapier erstellt. Die darin aufgeführten Einspareffekte sollen zwischen 2 und 3,5 Milliarden Euro liegen. Die von der Union geforderte Privatisierung von Privaten Unfällen und Folgeschäden von z.B. Piercing bleiben Kassenleistung. Dafür musste die SPD auf die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze verzichten.

Fazit, die private Krankenversicherung bleibt bestehen. Die privaten Kassenversicherungen müssen einen Basistarif auf Grundlage der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung anbieten, in den ehemalige PKV-Versicherte zurückkehren können. Diesen Grundtarif, für den keine Gesundheitsprüfung nötig sein soll, muss dann auch allen freiwillig gesetzlich Versicherten zugänglich gemacht werden. Ein Privatversicherter soll künftig bei einem Wechsel der Versicherung angesammelte Altersrückstellungen mitnehmen können.

via PKV-Financial

Posted by Gerald on 07/04 at 12:03 AM
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Montag, Juli 03, 2006

Spargel-Stechen bis zum Umfallen

Neulich habe ich einen Spargelacker tatsächlich live und aus der Nähe erlebt. In kleiner Runde besichtigten einige Marketing Experten einen Spargelhof im idyllischen Spargel-Dorf Walbeck und liessen sich alles rund um den Spargel erklären und zeigen. Unter anderem kam es dabei auch zum Besuch eines Spargelackers und einem unterhaltsamen Kurz-Lehrgang im Spargel-Stechen.

Zuvor jedoch berichtete der Spargelbauer vom missratenen Versuch mit der Einstellung von deutschen Arbeitslosen. Genau daran erinnert mich jetzt der Beitrag von den faulen deutschen Erntehelfer wieder. Es ist ein Leichtes, über die faulen Arbeitslosen herzuziehen und sie als Drückeberger und Schmarotzer abzustempeln, wenn man selber seinen Job und seine Schäflein im Trockenen hat. Das gilt bis rauf zu den Politikern.

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder forderte, unabhängig von ihrer Ausbildung müßten Arbeitslose bereit für jede Arbeit sein. So müsse etwa auch ein arbeitsloser Manager Spargel stechen. (FAZ)

Ich möchte Herrn Kauder gerne einmal Spargel stechen sehen, nicht für eine Stunde, nicht für einen Tag, sondern über eine Spargelsaison hinweg. Das wären so an die 10 Wochen. Wahrscheinlich wäre er dann krankenhausreif und die dadurch verursachten Kosten würden locker den schwer verdienten Lohn wieder auffressen. Also ein echtes Nullsummenspiel.

Nicht dass ich hier Partei beziehen möchte, manches stimmt und es geht uns immer noch zu gut, als dass wir Spargel stechen möchten, aber alle Arbeitslosen über einen Kamm scheren, selber meilenweit über Allem schweben und über die ganz unten herzuziehen ist leicht. Vernünftige Konzepte gegen die Arbeitslosigkeit sind schwer. Und Spargelstechen ist da sicher nicht die Lösung.

Posted by Gerald on 07/03 at 02:29 AM
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