Steuerfinanzierung der Kinderversicherung
Den staatlichen Kassen geht es immer besser – ein ungewohntes Gefühl in den letzten Jahren! Davon sollen jetzt auch die gesetzlichen und vielleicht sogar die privaten Krankenkassen profitieren. Die beitragsfreie Kinderversicherung soll schon 2007 bezuschusst, auf lange Sicht gar komplett aus Steuereinnahmen finanziert werden. Jedenfalls die der gesetzlichen Krankenversicherungen. CSU-Landesgruppenchef Ramsauer will sogar die Kinder privat Versicherter an diesem Geldsegen teilhaben lassen. Anscheinend hat er verfassungsrechtliche Bedenken, wenn man dies nicht tut. Die SPD steht dem ablehnend gegenüber und will erst darüber nachdenken, wenn der Kinderbeitrag der GKV komplett steuerfinanziert ist.
Vro
Defekter Computer durch Blitzeinschlag
Wenn es bei einem Gewitter kräftig geblitzt hat, kommt manch einer auf die Idee, seiner Hausratsversicherung den (vorgetäuschten) Schaden seines alten Computers durch „Überspannungsschaden“ zu melden. Doch Vorsicht....
Rund ein Drittel aller gemeldeter Schäden in der Hausratversicherung sind bereits „Blitz- und Überspannungsschäden“. Tatsächlich hat sich die Zahl der registrierten Blitze in Deutschland seit 1992 auf rd. 1,5 Millionen im Jahr verdoppelt.
Aus Sicht der Versicherer sind ca. 50 Prozent der Schadensmeldungen von solchen Schäden jedoch nicht plausibel. Aus diesem Grund werden entsprechende Überprüfungen durch die Versicherer vermehrt durchgeführt. Hilfreich ist hierbei, dass durch „Geoinformationssysteme“ genau festgestellt werden kann, wann, an welchem Ort und mit welcher Stärke ein Blitz niedergegangen ist. In Einzelfällen kann das zerstörte Gerät zur Begutachtung angefordert werden.
Rentenbeitrag von 19,5 auf 19,9 erhöht
Die Erhöhung des Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung wurde vom Bundeskabinett beschlossen. Der Beitrag wird zum 1. Januar 2007 von derzeit 19,5 auf 19,9 Prozent erhöht. Eigentlich hätte aufgrund der höheren Einnahmen der Rentenversicherer auch eine Beitragsanpassung um 0,2 Prozent auf 19,7 % ausgereicht, um die Ausgaben zu decken.
Ziel dieser Anhebung, die bereits in den Koalitionsverhandlungen im Jahr 2005 festgelegt worden war, ist es, den Beitragssatz bis 2009 stabil zu halten, so Arbeits- und Sozialminister Franz Müntefering (SPD).
Ein Durchschnittsverdiener mit monatlich 2.207 Euro brutto muss monatlich 9 Euro mehr für die Rentenversicherung aufwenden: Statt bisher 430 Euro sind nun 439 Euro fällig.
Angesicht der Tatsache, dass die Rentenerhöhungen mehr als gering sind (wenn überhaupt mal eine beschlossen wird) und man bedenkt, dass das Rentenalter auf 67 jahre hochgesetzt wird (wer kann bzw. darf denn noch so lange arbeitet ?) stellt sich doch zwingend die Frage nach einer zusätzlichen privaten Rentenversicherung.