Datenschützer kritisiert Versicherer
Besonders gut stehen die Versicherungsunternehmen im Jahresbericht des Datenschutzbeauftragten Alexander Dix nicht da. Kritisiert wird vor allem der Sammelfleiß der Unternehmen, wenn es um Kundendaten geht. Der Trend gehe, so der Datenschützer, immer mehr zur Speicherung auf Vorrat.
In der „schwarzen Liste“ der Versicherungswirtschaft stünden nicht nur Kunden, die als risikobehaftet gelten oder als Betrüger verdächtigt werden, sondern auch jeder, der Leistungen seiner Versicherung eingefordert hat. Gespeichert wird alles in Form von Punkten beim Gesamtverband der Versicherungswirtschaft im System namens „Uniwagnis“.
Auf diese Datei haben alle Versicherer Zugriff. So können sie sich jederzeit über Antragsteller informieren und sofort sehen, ob eine Versicherung schon mal in Anspruch genommen wurde. Das führe nicht selten dazu, dass eine neue Versicherung nur mit einer höheren Prämie möglich ist oder aber der Antrag von vorneherein abgelehnt wird. Vorgehen kann man dagegen nicht, obwohl die Kriterien für die „schwarze Liste“ geheim seien und damit gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstießen.
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