1929 abgeschlossene Versicherung wurde zum 101. Geburtstag fällig
101 Jahre sind ein stolzes Alter. Karl Wolter, der in einem Altersheim in Niedersachsen lebt, hat es erreicht. Obwohl der Mann noch recht rüstig ist, wurde jetzt seine Sterbegeldversicherung fällig. Denn abgeschlossen wurde sie unter der Prämisse, dass entweder im Todesfall oder bei Vollendung des 101. Lebensjahres gezahlt wird.
Als 23jähriger unterschrieb Karl Wolter im Mai 1929 den Vertrag, der eine Leistung von 1000 Reichsmark vorsah. Eine recht stattliche Summe zu jener Zeit. Dafür zahlte er monatlich 2,20 Reichsmark, 20 Jahre lang, bis die Versicherung beitragsfrei wurde und seither unbeachtet in den Unterlagen schlummerte. Erst 1992 entdeckte ein Sohn das Papier und schrieb an die Versicherung.
Der Volkswohl-Bund staunte nicht schlecht. Zum Zeitpunkt, da der Vertrag aufgesetzt wurde, lag die Wahrscheinlichkeit, 101 Jahre alt zu werden, bei 0,1 Promille. Das technische Ablaufdatum war eher fiktiv, da man damals von einer Lebenserwartung von etwa 63 Jahren ausging. Jetzt erhält Karl Wolter 736,21 Euro – angesichts der veranschlagten 77 Euro (1000 Reichsmark) eine ganz gute Quote.
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