Ombudsmann für Versicherungen hofft auf mehr Transparenz und weniger Probleme
Der Ombudsmann für Versicherungen hat seinen Bericht für das Jahr 2006 vorgelegt. Besonders erfreulich sind die Zahlen, Daten und Fakten, die Wolfgang Römer präsentiert, nicht. Alleine die Zunahme der Beschwerden um fast 70 Prozent auf 18.451 sollte den Versicherern zu denken geben. Denn bei 12.768 der Fälle, mit denen sich der Ombudsmann Wolfgang Römer zu beschäftigen hatte, handelte es sich um zulässige Beschwerden.
Das größte Problem sei der Kontakt zwischen Kunden und Versicherungen. Missverständnisse, unverständliche Aussagen und mangelhafte Informationen beider Seiten machten das Miteinander nicht besonders einfach. Wolfgang Römer hofft jetzt, dass die Veränderungen im Versicherungsvertragsgesetz, die für mehr Transparenz und einen besseren Informationsfluss stehen, ihren Zweck erfüllen. Erkannt hätten die Versicherungsgesellschaft die Vorteile einer transparenteren Interaktion. Denn weniger Ärger spare viel Geld und sorge für eine bessere Kundenbindung.
Daran müssen vor allem die Lebensversicherungen noch arbeiten. Die Hälfte aller Beschwerden richtete sich gegen sie. Allerdings haben Kunden hier eher selten Erfolg, da es häufig um Leistungen gehe, an denen es nichts zu beanstanden gebe. Von daher liege die Erfolgsquote bei Einsprüchen gegen die Lebensversicherung bei mageren 14,9 Prozent.