Rentenversicherungen auf Fondsbasis für Normalverdiener eher ungeeignet
Eine solide Altersvorsorge über die private Rentenversicherung muss typgerecht sein. Angesichts der Vielzahl von Angeboten sollte es nicht allzu schwer fallen, das richtige Produkt zu finden. Trotzdem tappen immer noch viele Kunden im Dunkeln und entscheiden sich für eine Rentenversicherung, die auf dem Papier viel verspricht, letztlich aber nicht zu ihrem Einkommen und ihrer Situation passt. Die Zeitschrift FINANZtest hat in ihrer aktuellen Ausgabe die fondsgebundene Variante der Altersvorsorge geprüft und rät Wenig- und Normalverdienern eher ab.
Eine auf Fonds basierende Rentenversicherung ist nach Ansicht der Tester hauptsächlich für Kunden geeignet, die etwas mehr verdienen und eine sichere Grundversorgung für das Rentenalter haben. Das liegt zum einen an den teils horrenden Gebühren, die bis zu 16 Prozent der Beiträge einfach schlucken und keinesfalls in die Vorsorge fließen. Zum anderen ist die Auswahl der Fonds bei vielen Anbietern nur mäßig und die Gewinnprognose wegen möglicher Börsenschwankungen grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Eine sichere und attraktive private Zusatzrente kann mit Fonds nur schwer garantiert werden.
Insgesamt ist der Test der Redakteure nicht besonders positiv ausgefallen. Zwölf Mal konnten sie einem Produkt die Wertung „gut“ verleihen. Ein „sehr gut“ gab es nicht. Und das bei insgesamt 127 fondsgebundenen Rentenversicherungen, die auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft wurden. Die Alte Leipziger, Cosmos und Europa schnitten am besten ab.
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