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Montag, September 03, 2007

Pflegequalität lässt zu wünschen übrig

Der Bericht zur Pflegequalität und der Situation in den Heimen hat am Wochenende Empören hervorgerufen. Der medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen versucht zwar abzuwiegeln und verweist darauf, dass nur noch bei zehn statt 17 Prozent der Heimbewohner akut unzureichende Pflegezustände herrschten. Das beruhigt nicht wirklich und stellt viele vor die Frage, wie man sich für die Zukunft absichern kann, sollte man selbst einmal pflegebedürftig werden.

1,7 Prozent des Bruttogehaltes fließen derzeit in die gesetzliche Pflegekasse. Ab Mitte 2008 sind es 1,95 Prozent. Die Leistungen, die sich daraus ergeben, sind mager und decken nicht einmal annähernd die tatsächlichen Kosten. Die Beträge, die aus eigenen Mitteln bestritten werden müssen, sind enorm. Aus diesem Grund rät der Bund der Versicherten zu einer privaten Pflegezusatzversicherung, wenn alle anderen Risiken ebenfalls abgedeckt sind, von der Haftpflicht bis zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Bei der privaten Vorsorge haben Versicherungskunden derzeit die Wahl zwischen drei Produkten, von denen die Pflegerentenversicherung als am wenigsten effektiv eingestuft wird. Besser geeignet sei eine Pflegekostenversicherung, bei der die Kunden allerdings erst dann Geld erhielten, wenn Rechnungen eingereicht werden. Dieses Problem stellt sich bei der Pflegetagesgeldversicherung nicht. Sie zahlt einen fest vereinbarten Satz, über den frei verfügt werden kann. Wichtig ist bei allen drei Policen: Je länger es dauert, bis die Pflegebedürftigkeit vom medizinischen Dienst der Krankenkassen anerkannt ist und Mittel bewilligt werden – und darauf baut die Kritik vieler Politiker – desto länger müssen die Versicherten selbst zahlen.

Posted by Andre on 09/03 at 06:07 PM
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