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Montag, Oktober 01, 2007

Versicherung gegen Dürre in Afrika

Bei der Suche nach Marktlücken und Nischen, in denen sich noch neue Versicherungskunden finden lassen, ist die Phantasie einiger Unternehmen grenzenlos. Swiss Re gehört zu jenen Konzernen, die es nicht bei einfach dabei belässt, Lebensversicherungen oder eine private Haftpflicht anzubieten. Man geht einen Schritt weiter und nimmt jetzt eine Dürreversicherung für Landwirte in Afrika mit ins Programm.

Derzeit werden sich die meisten Bauern des Kontinents zwar weniger um Dürre, denn um die aktuellen Überschwemmungen Gedanken machen. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass vor allem Trockenheit für große Einbußen und damit Hungersnöte in den meisten afrikanischen Staaten gesorgt hat. Für den Fall extremer Dürre und damit verbundener Missernten springt die Swiss Re ein. Um das Risiko für die einzelnen Dörfer besser einschätzen zu können, werden Indizes anhand von Satellitenbildern und Wetterprognosen erstellt. 400.000 Menschen möchte der Konzern in der ersten Phase versichern.

In Indien ist Swiss Re mit dieser Idee schon länger aktiv und hat derzeit rund 280.000 Kunden unter den Kleinbauern. Der Schutz gegen Naturkatastrophen beschränkt sich allerdings nicht ausschließlich auf Trockenheit. Das Risiko lässt sich auch für andere Ereignisse erfassen. In Mexiko hat das Unternehmen beispielsweise eine Erdbebenpolice mit der Regierung vereinbart.

Posted by Andre on 10/01 at 04:12 PM
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