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Mittwoch, Oktober 31, 2007

Rechtsschutz wird von Firmen eher stiefmütterlich behandelt

Eine von der Psychonomics AG im Auftrag der Roland-Rechtsschutz-Versicherung organisierte und ausgewertet Umfrage bei 500 Unternehmern – vom Inhaber bis zum Vorstand – hat einen eher sorglosen Umgang mit finanziellen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten zutage gebracht. Lediglich fünf Prozent sehen sich besonderen Gefahren ausgesetzt. Dabei ist die Blickrichtung, von wo potentiell ein Risiko ausgeht, recht eingeschränkt: Steuern und Arbeitsunfälle in Folge von Sicherheitsmängeln.

Mit dieser Einschätzung wird nur ein Bruchteil dessen abgedeckt, was passieren könnte. Rechtsschutzversicherungen für Manager und Firmen decken drei große Bereiche ab: Arbeitsrecht, wenn es beispielsweise um Arbeitsverträge geht, Vermögensschäden und Strafrecht, wobei in diesem Punkt ganz klare Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gelten. Ist der Schaden durch vorsätzliches Handeln entstanden, müssen die Leistungen aus der Rechtsschutz-Police erstattet werden.

Dass es zum Schaden kommt, ist bei Firmen wesentlich seltener der Fall als bei Privatkunden, gesteht auch die Roland-Versicherung ein. Wenn aber das Kind in den Brunnen fällt, handelt es sich um Streitfälle mit hohem Wert. Ein Beispiel aus der Praxis ist der Ex-Manager, dessen Handeln der Firma einen Vermögensschaden von 2,5 Millionen zufügte. Die Kosten für den Anwalt liegen in diesem Fall bei fast 100.000 Euro. Ähnlich teuer wird es im Arbeitsrechtsschutz, wenn ein Manager gekündigt wird und klagt. Immerhin ginge es dann um das Gehalt, das ihm bis Vertragsende zugestanden hätte. Von daher ist es für Firmen sicherlich besser, neben der obligatorischen Betriebshaftpflichtversicherung auch ein paar Euro in den Rechtsschutz zu investieren.

Posted by Andre on 10/31 at 03:19 PM
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