EXTREMUS - der Spezialversicherer gegen Terror
Die EXTREMUS Versicherungs AG schützt die Unternehmen gegen finanzielle Verluste bei Sach- und Betriebsunterbrechungsschäden durch Terroranschläge. Allerdings scheute die Industrie bis jetzt vor dem Spezialversicherer. Denn bis heute konnte EXTREMUS nur 1.200 Verträge mit der Industrie und Wirtschaft abschließen. Offensichtlich spart die Wirtschaft lieber an den Prämien.
Nun denkt auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück über einen Ausstieg aus dem privaten Versicherer nach. Ende Dezember läuft die Staatsgarantie für die EXTREMUS Versicherungs AG aus und es wird nun von Seiten des Staates geprüft, ob die Fortsetzung des Vertrages Sinn macht.
EXREMUS wurde ein Jahr nach den Angriffen auf das World Trade Center von der Allianz, der Generali, der Zürich und einigen ausländischen Versicherern gegründet. Damit war es möglich der deutschen Industrie Anti-Terror-Policen anzubieten. Da die Gesellschaft aber nicht alleine für Sachschäden aufkommen wollte, holte sie sich den verschreckten Staat hinzu. Eine acht Millionen Staatsgarantie wurde vereinbart, die nach einem Terroranschlag auf deutsche Betriebe und Büros an EXTREMUS und von dort an die Industrie und das Gewerbe fließen sollte.
Der Gesamtverband der Deutsche Versicherungswirtschaft (GDV) sieht dem trotzdem optimistisch entgegen und hofft, dass sich der Staat seiner Verantwortung bewusst bleibt und das Risiko der Terrorversicherung wie bisher als Poollösung mit staatlichen Garantien auf vielen Schultern verteilt wird. Außerdem warnt der weltgrößte Rückversicherer, die Münchener Rück davor, dass sich Investoren scheuen Standorte auszuwählen, an denen nicht klar ist, wie mit der Terrorgefahr umgegangen wird.
Versicherungen • Kommentar(e) (1) • Trackbacks (0) • Permalink