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Dienstag, November 13, 2007

Rechtsschutz für Betreiber von Windenergieanlagen

Ein Grund zur Erleichterung für Betreiber von Windenergieanlagen (WEA) ist es, dass die erste WEA-Rechtschutzversicherung auf den Markt gebracht wurde. Dieses besondere Produkt ermöglicht es einzelne Anlagen oder ganze Windparks gegen vertragliche Streitigkeiten mit Netzbetreibern, Servicefirmen, Herstellern und Versicherern abzusichern. Bisher mussten die Betreiber diese immensen finanziellen Risiken selbst tragen.

Dem Versicherungsexperten Thomas Andresen aus Nordfriesland ist es vertraut, dass rechtliche Probleme sehr häufig und teuer sind. Er war mehrere Jahre in Verhandlung mit verschiedenen Rechtsschutzversicherern. Keiner der Versicherer wollte sich mit diesem kniffligen Thema beschäftigen. Andresen aber war der Ansicht, dass nun der Durchbruch gelungen sei. Der vollkommen neu entwickelte Rechtsschutz beinhaltet neben den vertraglichen Disputen mit Netzbetreibern, Servicefirmen, Herstellern, Versicherern auch den Verwaltungsrechtsschutz. Übernommen werden nicht nur Anwalts- und Gerichtskosten, sondern auch gerichtlich bestellte Gutachter. Selbst die Versicherung würde gezahlt werden, wenn der verletzte Vertrag vor Versicherungsbeginn geschlossen wurde, was in diesem Punkt ein Novum darstellt. Die Betreiber von älteren Windenergieanlagen können sich darüber besonders erfreut zeigen, schließlich treten insbesondere Probleme im laufenden Betrieb auf, aber auch bei älteren Windenergieanlagen (WEA). Beispiele dafür existieren unzählige.

Die Bürger einer Nachbarschaftsgemeinde fühlen sich durch die Geräusche eines Windparks gestört, problematisiert wird dies im Verwaltungsrecht. Sie beschweren sich zunächst beim zuständigen Amt, was zur möglichen Folge haben könnte, dass das Amt den Windpark zu bestimmten Zeiten abschalten will. Doch ein solcher drohender Rechtsstreit beherbergt auch ein hohes finanzielles Risiko. Als Problem mit dem Netzbetreiber gibt es beispielsweise folgendes: Der Energieversorger bewirkt einen temporären Ausfall des Netzes. Der durch die Windenergieanlage erzeugte Strom kann nicht eingespeist werden bzw. der Netzbetreiber verlangt unangemessen hohe Messkosten, sodass wiederum ein Rechtsstreit droht, der abermals kostenintensiv und langwierig werden kann. Auch zu Problemen mit dem Hersteller kann es kommen, wenn zum Beispiel die Windenergieanlage in einem Sturm beschädigt wird. Der WEA-Hersteller repariert den Schaden, allerdings abweichend von den Vorstellungen des Betreibers, was wiederum zum Rechtsstreit führen würde.

Die Kosten für den neuen Versicherungsschutz sind im Vergleich zu den enormen finanziellen Risiken ohne den Rechtsschutz sehr preiswert. Der Jahresbeitrag pro WEA liegt bei 290 EURO zuzüglich Versicherungssteuer und einem Selbstbehalt von 2000 EURO. Der Versicherungsmakler Andresen weist nochmals daraufhin, dass dieses neue exklusive Produkt von mehreren Rechtsanwälten geprüft worden ist und jeder der Juristen das Angebot für hervorragend befunden hat. Ein namhafter, in Europa führender Rechtsschutzversicherer ist verantwortlich für das Rahmenkonzept.

Posted by Sabine on 11/13 at 02:33 PM
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Schlecht beraten

In Zeiten knapper Kassen mit kostenloser Beratung zu werben, ist an sich nichts Schlechtes. Grenzwertig wird es, wenn man sich zusätzlich noch einen Firmennamen verpasst, der eine Verbindung zu den Verbraucherzentralen vermuten lässt, um so Vertrauen aufzubauen. Gerade in den Bereichen Versicherungen und Geldanlage versprechen sich findige Vermittler auf diesem Weg neue Kunden. Die Verbraucherzentrale Sachsen e.V. hat eine dieser Einrichtungen getestet und die Erfahrung gemacht: Kostenlos kann auch teuer werden.

Den ersten Fehler machte der Versicherungskaufmann schon am Anfang. Er teilte der alleinstehenden Berufseinsteigerin nicht mit, welchen Status er hat, Vertreter, Makler oder Berater. Des Weiteren machte er nicht darauf aufmerksam, welche Schlichtungsstelle bei einem möglichen Streit zuständig wäre. Diese Patzer kann man verschmerzen, wenngleich sie nicht vorkommen sollten. Entscheidend ist nach wie vor die Beratungsqualität zum Versicherungsschutz. Bei der privaten Haftpflichtversicherung lief noch alles perfekt. Dann folgten Tipps, die von der Verbraucherzentrale nur schwer nachzuvollziehen sind. Mittlerweile sollte jeder wissen, wie wichtig eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist. Sie wurde nicht angeboten, sondern eine Grundfähigkeitsversicherung, die deutliche Schwächen aufweist. Ebenfalls gänzlich außer Acht gelassen wurden staatlich geförderte Rentenmodelle wie die Riester-Rente. Stattdessen offerierte der Mann der jungen Frau eine fondsgebundene britische Rentenversicherung.

Jemand, der ohne Vorkenntnisse in das Gespräch gegangen wäre, hätte sich von den überzeugend dargebrachten Argumenten schnell blenden lassen. Besser ist es, sich vorab ein wenig zu informieren und einen seriösen Versicherungsmakler oder -berater aufzusuchen. Die meisten haben es nicht nötig, sich des Namens der Verbraucherzentralen zu bedienen, um Kunden anzusprechen. Sie haben sich mit guter Arbeit ihren eigenen Namen gemacht und beraten auch kostenlos – mit Mehrwert für den Beratungssuchenden.

Posted by Andre on 11/13 at 04:09 AM
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