Allianz untersuchte die Verständlichkeit von Versicherungsunterlagen
Die Informationen, die deutsche Kunden vor und nach dem Abschluss einer Versicherung erhalten, stellen zumindest die Mehrheit der Kunden zufrieden. Äußerst erwünscht sind einige Verbesserungen, insbesondere bei der Verständlichkeit der Formulierungen, dem Umfang der Unterlagen und der Aufschlüsselung der Kosten. Dieses sind die entscheidenden Ergebnisse aus der Studie des Meinungsforschungsinstitutes IPSOS, das im Auftrag der Allianz Deutschland AG insgesamt 1507 Kunden deutscher Versicherungsunternehmen befragte. An der Studie haben insgesamt je 500 Versicherungskunden aus den Bereichen Sach-, Lebens- und Krankenversicherung teilgenommen.
Laut der Studie sehen 88% der Befragten die Informationsqualität der Unterlagen als ausreichend an. Jedoch verstanden 33% der Kunden erst den kompletten Leistungsumfang der Versicherungsinhalte, nachdem sie beim Versicherungsvermittler nachgefragt hatten. Die Entscheidung für das Versicherungsprodukt und den bestimmten Anbieter wurde abhängig von der Versicherungssparte und den dazu gehörigen verschiedenen Kriterien gemacht. Bei Sachversicherungskunden waren unter anderem die schnelle Leistung und die kulante Regulierung im Schadensfall entscheidend. Die Sicherheit der Anlage und die Höhe der Leistung bei Ablauf der Versicherung sowie die Beitragshöhe spielten bei Lebens- und Rentenversicherungen eine wichtige Rolle. Als wichtiges Entscheidungskriterium bei Krankenversicherten können die Leistungen des Tarifs und die Beitragshöhe angesehen werden als auch die Verständlichkeit der Angebotsunterlagen.
Wenigstens bei einigen Kunden gibt es Probleme und Unverständlichkeiten im Bereich der Kosten. Nichts desto trotz sagen 53% der Befragten, dass die anfallenden Kosten auf Seiten des Anbieters „verständlich“ oder „sehr verständlich“ sind. 20% der Kunden empfanden die Unterlagen allerdings „eher unverständlich“ oder „unverständlich“. Außerdem wurde der Unterlagenumfang als kritisch angesehen. Die befragten Kunden fanden durchschnittlich maximal 4,3 Seiten als angemessen, diese Zahl liegt jedoch weit unter dem heutigen Umfang. Als letzten Punkt wünschten sich 60% der Kunden, dass auf einer separaten Seite die wichtigsten Vertragsinhalte zusammengefasst werden sollten, um so die Verständlichkeit deutlich zu verbessern.
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