Höhere Überschussbeteiligung bei den Lebensversicherungen
Bei den Lebensversicherungen geht es aufwärts, wenn auch nur in kleinen Schritten – aber bekanntlich macht ja auch Kleinvieh Mist. Die Kunden freut es besonders. Mussten sie sich bislang mit eher kargen Zinsen zufriedengeben, heben viele Unternehmen nach dem Crash an der Börse erstmals wieder die Überschussbeteiligung an. Mit einem Plus von 0,2 bis 0,3 Prozent wagt man sich langsam wieder an die „gute alte Zeit“. Überraschend, gerade für Branchenkenner: Die großen Versicherer wie die Allianz oder der Deutsche Herold lassen alles beim Alten und verharren auf dem Niveau vom Vorjahr.
Zu den Unternehmen, die ihren Kunden ein paar Prozentpünktchen mehr gönnen, gehören unter anderem die Hamburg-Mannheimer, die Provinzial NordWest und die HUK Coburg. Dass sich etwas tut, war längst überflüssig, sagt der Bund der Versicherten. Der Einbruch an den Börsen sei längst überwunden und den meisten Versicherungen gehe wieder besser. Zudem würden gerade einmal zehn Prozent der Anlegergelder in Aktien investiert. Den Großteil machten nach wie vor Papiere mit fester Verzinsung aus.
Der kleine Aufschwung macht sich in vielen Bereichen bemerkbar. Nicht alleine die Lebensversicherung, sondern auch die unterschiedlichen Formen von Rentenversicherungen wie Riester und Rürup profitieren von der höheren Überschussbeteiligung. Zusammen mit der Garantieverzinsung und dem Schlussgewinnanteil bildet sie die Gesamtverzinsung. Die Beteiligung an den Überschüssen lag schon einmal bei sieben Prozent im Jahr 2000. Von da an ging es bergab. 2006 gab es gerade einmal 4,25 Prozent. Mit der Steigerung kommen die Unternehmen in diesem Jahr im Schnitt auf 4,5 Prozent.
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