9,5 Mio. Kundendaten bei Versicherern gespeichert - 1,1 Mio davon auf der schwarzen Liste
Es geschieht immer öfters. dass Verbraucher keinen Versicherungsschutz erhalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ich um eine Berufsunfähigkeits-, Hausrat- oder Kfz-Versicherung handelt. Meist wird bei der Ablehnung des Versicherungsschutzes auch kein Grund genannt. Aber einen Grund gibt es - und der nennt sich “schwarze Liste“. In der schwarzen Liste werden von den Versicherungsunternehmen die sogenannten Risiko-Kunden geführt, dass sind die Kunden, die dem Versicherungsunternehmen vermeintlich teuer zu stehen kommen können.
Im Hinweis- und Informationssystem (HIS) werden Informationen über das Schadensrisiko der jeweiligen Kunden und Antragsteller eingespeist. Alle im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) angeschlossenen Versicherer können auf das System zugreifen. Anfänglich sollte das System helfen, Versicherungsbetrügern auf die Schlichte zu kommen. Nun aber warnen die Verbraucherschützer und auch der Bund der Versicherten hat die “schwarze Liste! scharf kritisiert. Nicht nur das es existenzbedrohend seinen kann, wenn beispielsweise das Wohngebäude nicht mehr versichert ist, weil die Schadenshäufigkeit zu groß ist. Bisweilen werden leider auch Daten unkontrolliert und falsch in die Liste eingegeben und demzufolge auch falsch weitergegeben.
Zwar ist der GdV bei der Aktualisierung des HIS mit der Datenschutzaufsichtsbehörde im Gespräch aber es herrschen unterschiedliche Auffassungen. Experten, wie Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten raten über einen Versicherungsmakler anonym einen Probenantrag einzureichen. Sicherlich eine Möglichkeit eine Ablehnung zu umgehen, aber sofern beantragt wird, müssen dann doch die korrekten Daten angegeben werden und es kann immer noch eine Ablehnung erfolgen.
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