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Sonntag, Februar 03, 2008

Sturmschäden bei der Versicherung geltend machen

In den vergangenen Tagen herrschte über großen Teilen des Bundesgebiets ein richtiges Unwetter. In zahlreichen Regionen kam es zu schweren Stürmen, die vielerorts ihre Spuren hinterlassen haben. Im Anschluss kam es vor allem im süddeutschen Raum zu Schneefällen – man kann also von einem richtigen Wetterchaos sprechen.

Es sind vor allem die zurückgebliebenen Sturmschäden, die jetzt einigen Menschen zu schaffen machen. Am häufigsten sind Autofahrer betroffen, deren Fahrzeugen beschädigt wurden. Abgebrochene Äste oder sogar umgefallene Bäume haben etliche Fahrzeuge beschädigt. Das Ausmaß der einzelnen Schäden ist ganz unterschiedlich ausgefallen. Einige Autofahrer hatten Glück, da ihre Fahrzeuge lediglich ein paar Kratzer abbekommen haben. Andere hatten weniger Glück, aufgrund schwerer Beschädigungen, beispielsweise durch umgefallene Bäume, können ihre Pkws als Fahrzeuge mit Totalschaden deklariert werden.

Sofern man selbst betroffen ist, stellt sich einem natürlich die Frage, wer die Kosten übernimmt. Grundsätzlich bleibt zu sagen, dass man sich zunächst einmal mit seiner Kfz-Versicherung in Verbindung setzen sollte. Vorausgesetzt, dass eine Teilkaskoversicherung oder noch besser eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen wurde, stehen die Chancen sehr gut, dass die Kosten vom Versicherer übernommen werden – es kann allenfalls sein, dass ein mehr oder weniger hoher Selbstbehalt geleistet werden muss.

Ist ein durch Sturm hervorgerufener Schaden auf die Fahrlässigkeit einer anderen Person zurückzuführen, so muss diese die Kosten übernehmen. Sollte beispielsweise ein Grundstücksbesitzer sperrige Gegenstände nicht ausreichend vor dem Sturm gesichert haben und diese Teile einen Pkw beschädigt haben, so muss der Grundstücksbesitzer bzw. seine Haftpflichtversicherung die Kosten der Schadensbehebung übernehmen. Am besten und schnellsten lassen sich Ansprüche dieser Art geltend machen, wenn man umgehend Beweise, wie zum Beispiel Fotos, sammelt und Zeugen sucht. Mit entsprechenden Beweisen und Zeugenaussagen kann die Schadensabwicklung meist deutlich beschleunigt werden.

Posted by Jochen on 02/03 at 11:13 PM
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Drohen Kassenpatienten schwere Zeiten?

Im sonst so vorbildlichen Freistaat Bayern scheint sich eine kleine Krise anzubahnen. Diese Woche haben sich schätzungsweise 4.000 Allgemeinmediziner – allesamt Mitglieder des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) – versammelt und über ihre zukünftige Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) beraten.

Die Ärzte sind mit dem jetzigen System nicht zufrieden. Die Zusammenarbeit mit der KVB verursache einen enorm hohen Verwaltungsaufwand und würde nur geringe Erträge bringen. Deshalb diskutierten Allgemeinmediziner ernsthaft über eine Rückgabe ihrer Kassenzulassungen. Sollte es dazu kommen, könnte dies Folgen für die Patienten haben – zumindest für alle Kassenpatienten. Deren Behandlungen werden allesamt über die Kassenärztliche Vereinigung abgerechnet. Im schlimmsten Fall könnte das bedeuten, dass Kassenpatienten nicht mehr behandelt werden.

Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass es soweit kommen wird. Gleichzeitig diskutierten die Ärzte nämlich auch über Lösungsmöglichkeiten. Sie spielen unter anderem mit dem Gedanken, individuelle Abrechnungssysteme einzuführen. Auf diese Weise wollen sie dafür sorgen, den Verwaltungsaufwand zu senken und gleichzeitig die Rentabilität ihrer Praxen zu erhöhen.

Die gesetzlichen Krankenkassen sowie die Kassenärztlichen Vereinigungen reagierten mit Entsetzen. Sie weisen darauf hin, dass das Gesundheitssystem durch entsprechende Konzepte verkompliziert werden könnte, wodurch die Gesundheitskosten noch weiter ansteigen würden. Dementsprechend wären sie froh darüber, wenn alles beim Alten bliebe. Allerdings ist das fraglich, denn seit gestern scheint sich auch in Baden-Württemberg eine ganz ähnliche Entwicklung anzubahnen.

Die Auswirkungen, die entsprechende Maßnahmen hervorrufen würden, sind derzeit nur schwer abzuschätzen. Sollten die Ärzte tatsächlich soweit gehen und von ihren Kassenzulassungen zurücktreten, so wären sie die Gewinner – inwiefern das für die Patienten zutreffen würde, ist allerdings noch unklar.

Posted by Jochen on 02/03 at 07:48 AM
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