Günstige Bauzinsen langfristig sichern
Gute Nachrichten für Bauherren und Immobilienkäufer: Die Leitzinssenkungen der amerikanischen Notenbank Fed sind an den Hypothekenzinsen nicht spurlos vorbeigegangen. In den vergangenen Wochen sind die Zinssätze deutlich gefallen, was potentiellen Darlehensnehmern nun die Möglichkeit einräumt, günstige Finanzierungen abzuschließen. In gerade einmal drei Wochen sind die Zinsen auf das Niveau gefallen, das wir vor etwa einem halben Jahr hatten. Gerade bei hohen Darlehensbeträgen macht sich solch ein Zinsrückgang deutlich bemerkbar und kann zu mehreren tausend Euro an Zinsersparnis führen.
Des Weiteren ist anzumerken, dass an den Zinsmärkten immer noch eine inverse Zinsstrukturkurve festzustellen ist. Konkret bedeutet das, dass die kurzfristigen Zinsen teurer als die langfristigen Zinsen sind. Dies gilt zumindest theoretisch - was Immobiliendarlehen angeht, so sind die kurzfristigen Zinsen durchaus günstiger als die langfristigen Zinsen. Doch die Aufschläge sind nur äußerst gering, so dass etlichen Darlehensnehmern nur dazu geraten werden kann, sich für eine langfristige Zinsbindung zu entscheiden.
Insbesondere Bauherren und Käufer, die sich auf einen niedrigen Tilgungssatz festlegen, sollten die Gelegenheit nutzen und sich für eine Zinsbindung von 15 oder noch besser 20 Jahren entscheiden. Im Vergleich zu einem Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindung beläuft sich der Aufschlag je nach Finanzierung und Darlehensgeber auf geringe 0,1 bis 0,3 Prozent. Diesen Aufschlag sollte man ruhig in Kauf nehmen: Denn sollten die Zinsen in Zukunft wieder ansteigen und man die erste Anschlussfinanzierung bereits in 10 Jahren vornehmen müssen, so wird einem das teuer zu stehen kommen – insbesondere dann, wenn aufgrund eines niedrigen Tilgungssatzes eine hohe Restschuld besteht. Und sollten die Hypothekenzinsen in 10 Jahren unterhalb des derzeitigen Niveaus liegen, so kann man immer noch von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und eine Umschuldung vornehmen.
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