Viele Menschen leben ohne Krankenversicherung
Wie letzte Woche bekannt wurde, leben in Deutschland schätzungsweise mehr als 200.000 Menschen, die keine Krankenversicherung haben. Diese Zahl entstammt einer Erhebung, die zu Beginn des vergangenen Jahres durchgeführt wurde. Das Ergebnis ist erschreckend, da in der Bundesrepublik noch nie zuvor so viele Menschen ohne Krankenschutz gelebt haben. Immerhin sind rund 0,3 Prozent aller Bundesbürger betroffen.
Aus anderen Studien ist bekannt, dass sich die Betroffenen nicht gerade eines besonders guten Gesundheitszustands erfreuen. Denn leider ist es nicht so, dass die Menschen zum Arzt gehen und die Behandlung aus eigener Tasche bezahlen – so etwas kommt nur verhältnismäßig selten vor. Stattdessen leben die meisten nach dem Motto: „Augen zu und durch.“ D.h. das Krankheiten mehr oder weniger „ausgesessen“ werden. Gesundheitlich betrachtet, ist das sehr gefährlich, da je nach Art der Krankheit schlimme Folgen auftreten können.
In Anbetracht der Situation bleibt zu sagen, dass ein Großteil der Menschen ohne Krankenversicherung Opfer der Sozialpolitik geworden ist. So merkwürdig es auch klingen mag: In den Gesundheitssystemen anderer EU-Länder, sind die Menschen besser versorgt. Denn dort wäre ihnen zumindest eine medizinische Grundversorgung garantiert.
Im Übrigen halten Experten die ermittelten Zahlen für zu gering. Die Erhebung beruht nämlich auf Haushaltsbefragen. Somit ist davon auszugehen, dass bestimmte Gruppen, wie zum Beispiel Flüchtlinge und Obdachlose nicht bei der Befragung nicht erfasst wurden. Deshalb ist davon auszugehen, dass in Deutschland noch viel mehr Menschen leben, die medizinische Hilfe benötigen, sie aber sich nicht leisten können.
Politische Sprecher haben natürlich schon Stellung bezogen und rechnen bei den Nichtversicherten mit einem Anteilsrückgang von 30 Prozent, welcher auf die Einführung der Versicherungspflicht zurückzuführen sei. Inwiefern das den Kranken hilft, bleibt allerdings abzuwarten – denn bei denjenigen, die in die Krankenversicherung zurückgekehrt sind, handelt es sich primär um Selbständige, die es sich im Krankheitsfall leisten konnten, einen Arzt zu besuchen.
Bausparen: unbeliebt aber sicher
Der Erwerb von Wohneigentum ist in den meisten Fällen an die Aufnahme eines Immobiliendarlehens gekoppelt, schließlich verfügen nur die wenigsten Privathaushalte über solch große Ersparnisse, um den Kauf vollständig mit Eigenkapital bewerkstelligen zu können. Bis vor einigen Jahren war es noch so, dass zahlreiche Bauherren und Immobilienkäufer bei der Finanzierung ihrer Immobilie auf Bauspardarlehen gesetzt haben. Entweder wurde das Objekt vollständig über die Bausparkasse finanziert, oder es wurde zumindest eine Teilfinanzierung mit dem Bauspardarlehen vorgenommen.
Mittlerweile hat sich das geändert. Bauspardarlehen werden immer seltener in Anspruch genommen. Stattdessen setzen zunehmend mehr Bauherren und Käufer auf das klassische Annuitätendarlehen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die starke Marktpräsenz der Direktbanken zurückzuführen, die in den vergangenen Jahren den Bereich der privaten Baufinanzierung stark verändert haben. Sie locken mit günstigen und zugleich flexiblen Darlehen, so dass immer mehr Menschen vom klassischen Bauspardarlehen absehen, weil sie auf diese Weise die Ansparphase umgehen und dennoch von günstigen Zinsen profitieren können.
Allerdings ist nicht alles Gold was glänzt. Weil die meisten Darlehensnehmer auf einen besonders niedrigen Zinssatz aus sind, entscheiden sie sich gern für Darlehen mit kurzer Zinsbindung. Doch gerade in der heutigen Zeit, in der eine richtige Berg- und Talfahrt an den Zinsmärkten stattfindet, ist es nicht verkehrt, den Zinssatz seines Immobiliendarlehens für einen längeren Zeitraum zu sichern. Sollte man beispielsweise in zehn Jahren eine Anschlussfinanzierung vornehmen müssen und die Zinsen während dieses Zeitraums deutlich gestiegen sein, so kann einen das teuer zu stehen kommen.
Gerade hier bieten Bauspardarlehen ein hohes Maß an Sicherheit. Üblicherweise gilt der Zins als fest vereinbart – und zwar bis zur vollständigen Tilgung des Bauspardarlehens. Folglich bieten die Immobiliendarlehen der Bausparkassen ein deutlich höheres Maß an Planungssicherheit, so dass man sie bei der Suche nach der passenden Finanzierung nicht gleich im Vorfeld ausschließen sollte.
Außerdem können Bausparer von besonders attraktiven Zinssätzen profitieren. Wer jetzt handelt und sich die aktuell günstigen Zinsen sichert, der kann in einigen Jahren, am Ende der Ansparphase seines Bausparvertrags ein äußerst günstiges Darlehen in Anspruch nehmen, an welches die Konditionen der Direktbanken mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht heranreichen werden.
Posted by
Jochen on 02/10 at 09:04 PM
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