Kunstversicherer in der Schweiz erwarten nach dem Raub eine erhöhte Nachfrage
Der spektakuläre Kunstraub in der Schweiz gibt den Eidgenossen zu denken. Insbesondere die Sicherung, aber auch die Versicherung der teils millionenschwere Werke gehören derzeit zu den am meisten diskutierten Themen im Kreis der Museen und Privatsammler. In die Karten schauen lassen sich dabei die wenigsten. „Wir sind auf dem neuesten Stand“, heißt es lediglich. Trotzdem wird laut darüber nachgedacht, ob die hohen Versicherungswerte nicht Änderungen nötig machen, gerade bei der Art, wie Kunst präsentiert wird und wie nah der Besucher den Gemälden und Skulpturen kommen darf.
Das größte Problem für viele Museen in der Schweiz sind die hohen Kosten für die Kunstversicherung. Die Direktorin der Kunsthalle Zürich, Beatrix Ruf, bezeichnet die Versicherungspolicen als „derart hoch, dass sie nicht mehr zu bezahlen sind“. Eine Staatshaftung wie in Deutschland üblich, gibt es in der Schweiz nicht und wird es nach Aussage der zuständigen Behörde auch zukünftig nicht geben. „Es liegt nicht in unserem Interesse, solche Versicherungssummen zu zahlen“, heißt es bei der Anlaufstelle für Raubkunst beim Bundesamt für Kultur. So bleibt es an den Museen und privaten Sammlern, selbst Vorsorge zu treffen.
Vier Kunstversicherer gibt es in der Schweiz: Axa Art, Nationale Suisse, Uniqua und die Allianz Suisse. Einige der Unternehmen sehen durch den Raub der Bilder die Chance auf eine Vielzahl neuer Kunden und Policen. Keine drei Tage hat es gedauert, bis die ersten Rundschreiben verfasst waren. „Die Nachfrage wird deutlich steigen“, ist man bei der Allianz Suisse optimistisch. Denn nach Ansicht der Experten sind viele Kunstwerke in privater Hand nur schlecht versichert. Die Hausratversicherung reiche bei den vermuteten Werten nicht aus. Dabei seien es Milliardenwerte, die in den Haushalten und mittlerweile auch Firmen schlummern. Alleine bei der Allianz stieg der Wert der versicherten Kunst binnen drei Jahren um 450 Millionen Euro.
Immobilien im Alter erwerben
Üblicherweise entscheiden sich die Menschen schon verhältnismäßig früh – etwa im Alter von 25 bis 45 Jahren – für oder gegen den Erwerb von Immobilieneigentum. Ein späterer Erwerb wird nur von den wenigsten in Betracht gezogen, was vor allem mit dem mehr oder weniger früh bevorstehenden Eintritt in das Rentenalter zusammenhängt. Viele Menschen haben Angst davor, dass sie es dann nicht mehr schaffen könnten, das Darlehen zu tilgen.
Die Interhyp AG hat diese Woche eine äußerst interessante Pressemitteilung zum Thema Immobilienkauf im Alter veröffentlicht. Weil die eigene Immobilie bzw. das mietfreie Wohnen als erstklassige Form der Altersvorsorge gilt, weißt die Interhyp darauf hin, dass der Kauf einer Immobilie auch für die Generation 50plus machbar ist.
Der Erwerb von Immobilieneigentum sei vor allem deshalb realisierbar, weil die Generation 50plus über ein durchschnittlich hohes Einkommen verfügt. Dieses Einkommen ermöglicht es, Darlehen mit verhältnismäßig hohem Tilgungssatz abzuschließen. So werden beispielsweise Volltilgerdarlehen empfohlen, die eine vollständige Tilgung innerhalb von 10, 15 oder 20 Jahren vorsehen. Zwar machen sich Volltilgerdarlehen aufgrund ihrer verhältnismäßig hohen Tilgungsrate finanziell bemerkbar, aber dafür stellen sie eine erstklassige Möglichkeit dar, Immobilien günstig zu erwerben – denn aufgrund der kurzen Laufzeit fallen insgesamt wenig Zinsen an.
Allerdings sollte man den Abschluss entsprechender Darlehen nicht überstürzen. Wenn beispielsweise fest steht, dass eine vollständige Tilgung des Darlehens nicht vor dem Renteneintritt erfolgen kann, so muss das Darlehen über ein hohes Maß an Flexibilität verfügen. Die Einkommensänderung beim Renteneintritt muss dann ggf. durch eine Anpassung des Tilgungssatzes abgefangen werden können.
Alles in allem sind das gute Nachrichten: Wer zur Generation 50plus zählt und von der eigenen Immobilie träumt, der sollte die Gelegenheit nutzen und sich mit einem erfahrenen Berater in Verbindung setzen. Unter Umständen lässt sich der Traum leichter verwirklichen, als man bisher angenommen hat.
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Jochen on 02/14 at 03:43 PM
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