Onlineapotheken – Wirklich günstiger?
Nach und nach entstanden in den letzten Jahren immer mehr Online-Apotheken, als klare Konkurrenz zu den ortsansässigen Apotheken, die oftmals viel teurer waren. Inzwischen sind viele Apotheken hinterher gezogen und bieten einige Arzneimittel auch wesentlich günstiger als vorher an. Klar ist, dass nicht jede Apotheke, sei es nun via Internet oder im örtlichen Handel, alles günstig hat. Dennoch ist ein Vergleich eine gute Sache, wenn man von den ermäßigten Preisen profitieren möchte.
Der Nachteil bei Onlineapotheken liegt vielleicht darin, dass unter einem bestimmten Bestellwert Porto und Verpackungskosten anfallen, diese Kosten hat man natürlich bei der Apotheke vor Ort nicht. Der Vorteil liegt jedoch darin, dass bei einer Bestellung über einem bestimmten Wert keine weiteren Kosten mehr anfallen, und das lohnt sich dann oft. Denn eine Apotheke im Onlinehandel verkauft ja nicht nur Arzneimittel, sondern auch vieles andere darüber hinaus, wie Nahrungsergänzungsmittel und Produkte für die Körperpflege und auch Produkte aus dem Sanitärfachhandel. Wenn man all das auf einmal bestellt, was man benötigt für mehrere Wochen oder Monate, dann kann sich das ganz schön rechnen. Die Ware kommt im Normalfall schnell und ist einwandfrei, genau so, wie es sich für eine Apotheke gehört.
Natürlich machen Onlineapotheken keine persönliche Beratung und genau dieser Punkt ist es auch, den die ortsansässigen Apotheken den nur im Internet handelnden Apotheken voraus haben. Doch wenn man mal wirklich ehrlich ist: In wie vielen Fällen nimmt sich ein Apotheker vor Ort überhaupt noch die Zeit, einen Kunden entsprechend zu beraten? Ich selbst habe mehrfach die Erfahrung gemacht, dass mir weder genau zugehört wurde, noch mir ein geeignetes Medikament verkauft wurde. (Einmal sogar eines, das einen Wirkstoff enthielt, auf den ich explizit hingewiesen hatte, dass er nicht enthalten sein durfte aus gesundheitlichen Gründen).
Da kann doch jeder gleich online bestellen und sich im Vorfeld dazu im Internet die entsprechenden Informationen heraus suchen zu einem Medikament, davon hat man vielleicht manchmal sogar mehr. Deswegen ist der große Punkt des Kontras in Bezug auf Onlineapotheken ein u.U. zu vernachlässigender Punkt. Zudem bieten einige Online Apotheken die Möglichkeit für eine Beratung per Mail oder Rückruf-Service. Solch einen Service anzubieten fällt sicher Shops mit klassischer Apotheke im Hintergrund deutlich leichter.
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Christel on 02/19 at 10:29 PM
Gesundheit •
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Fragen in Verträgen müssen verständlich sein
Die deutsche Sprache gilt gemeinhin als schwere Sprache. Als würde das noch nicht reichen, schaffen es Bürokraten immer wieder, selbst aus einfachsten Sachverhalten ein für viele vollkommen unverständliches Konstrukt zu basteln. Dazu gehören die Steuererklärung samt Anleitung und viele Verträge, das Versicherungswesen eingeschlossen. Kunden stehen oft ganzen Fragekatalogen gegenüber. Mangelt es dabei an der Verständlichkeit, etwa bei Fragen zur Gesundheit, ist später Ärger vorprogrammiert. So wie in dem Fall, den das Oberlandesgericht Stuttgart zu verhandeln hatte. Dabei ging es um eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung.
Gerade bei den Berufsunfähigkeitsversicherungen gehören Gesundheitsfragen zur Standardprozedur eines jeden Vertrages. Der Versicherungsnehmer ließ den Antrag vom Vertreter ausfüllen, der eifrig Frage für Frage vorlas. Als Knackpunkt erwies sich dabei die Frage: Nahmen oder nehmen Sie Drogen, Betäubungs- oder Rauschmittel? Wurden oder werden Sie wegen der Folgen von Alkoholgenuss beraten oder behandelt? Ja oder Nein waren als Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Der Antragsteller verneinte, Probleme mit Drogen oder Alkohol gehabt zu haben, obgleich er noch wenige Jahre zuvor noch Marihuana-Konsument war. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass vorher eine Reihe von verschachtelten Fragen zu Behandlungen, Beratungen und Untersuchungen der vergangenen fünf Jahre auf den Kunden niedergeprasselt war. Der Kunde las sich den Vertrag anschließend in Ruhe durch und unterschrieb. Als er 2000 einen Arbeitsunfall erlitt und die Versicherung vom Drogenkonsum erfuhr, ging es durch die Instanzen bis zum Oberlandesgericht Stuttgart.
Hier sagten die Richter ganz klar, dass die Frage „nicht hinreichend verständlich“ sei und dies in den Verantwortungsbereich des Versicherungsunternehmens falle. Für den Versicherungsnehmer sei nur durch bloßes Vorlesen nicht erkenntlich gewesen, ob die Frage zu Drogen und Alkohol sich auf die zuvor gestellten Fragen und damit die Fünfjahresfrist bezogen habe. Der Kunde sei angesichts der vielen Fragen, die er innerhalb kurzer Zeit beantworten musste, überfordert gewesen. Trotz der wahrheitswidrigen Antwort verurteilten die Stuttgarter Richter die Versicherung daher, die Berufsunfähigkeitsrente zu bezahlen. (AZ: 10 U 168/06)
Liechtenstein: Ehemaliges Paradies für Steuerhinterzieher?
Liechtenstein galt als eine der letzten Hochburgen in Sachen Vermögensverschleierung. Wer größere Geldbeträge vor neugierigen Familienmitgliedern auch vor dem Finanzamt verstecken wollte, war mit Bankhäusern aus Liechtenstein gut beraten. Denn während einige Länder wie zum Beispiel die Schweiz oder Luxemburg der EU in Sachen Bankgeheimnis Zugeständnisse gemacht haben, so sah und sieht man sich in Luxemburg nicht dazu gezwungen, ausländischen Steuerfahndern Einblick zu gewähren.
Doch seitdem vergangene Woche feststeht, dass den deutschen Steuerfahndern eine CD mit tausenden von Daten über deutsche Steuerflüchtige vorliegt, haben es viele der Steuersünder mit der Angst bekommen. Immerhin sollen sich auf dieser CD stichhaltige Beweise wieder finden, die belegen, dass mehrere hundert bis tausend Bundesbürger in Liechtenstein horrende Summen an Schwarzgeld horten.
Das erste und bisher prominenteste Opfer des Steuerskandals ist der ehemalige Postchef Zumwinkel, der bereits vergangene Woche vor den Augen der Medien abgeführt wurde – er soll Steuern in Millionenhöhe am Fiskus vorbeigeschleust haben. Und gestern wurde zum Rundumschlag ausgeholt: Allein diese Woche ist mit 125 Durchsuchungen im gesamten Bundesgebiet zu rechnen. 37 Steuerfahnder, 8 Staatsanwälte und hunderte von Polizisten werden Wohnungen und Geschäftsräume durchsuchen.
Wie bereits erwähnt wurde, geht jetzt die Angst umher. Angaben des Spiegels zufolge, soll es schon gestern zahlreiche Selbstanzeigen gegeben haben – auf diese Weise wird von den Betroffenen versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Die wirklichen Ausmaße des Skandals sind allerdings noch nicht abzuschätzen. Experten zufolge wird es noch einige Wochen oder sogar Monate dauern, bis die Steuerfahnder alle Daten ausgewertet haben.
Des Weiteren bleibt auch abzuwarten, welche Auswirkungen die derzeitigen Ereignisse auf den Finanzplatz Liechtenstein haben werden. Immerhin gibt es keine Änderung bezüglich des Bankgeheimnisses – allerdings könnte es sein, dass einige Menschen das Vertrauen in die Banken verloren haben.
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Jochen on 02/19 at 02:08 PM
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