Asstel und Fortis machen gemeinsame Sache
Die Asstel Versicherungsgruppe geht neue Wege beim Vertrieb ihrer Kfz-Produkte. Die Direktversicherung aus Düsseldorf arbeitet ab sofort mit dem Finanzdienstleister Fortis zusammen. Bekannt ist das belgisch-niederländische Unternehmen in der Bundesrepublik durch ihre Credit4me-Shops, in denen Kunden unter anderem die Finanzierung ihres Neuwagens unter Dach und Fach bringen können. Durch die Kooperation gibt es die passende Versicherung gleich dazu.
In sämtlichen Kreditshops können die Policen und nötigen Doppelkarten bzw. später die Pin-Nummer für die Zulassung direkt mitgenommen werden. „Bequemer geht es kaum“, heißt es von beiden Seiten. Denn der Kunde zahlt aufgrund des Kombiproduktes nur eine Rate, mit der die Finanzierung und die Versicherung gedeckt sind. Sollte es während der Laufzeit zu einem Schaden kommen, wird keine Anpassung des Schadensfreiheitsrabattes vorgenommen. Somit bleibt der zu zahlende Beitrag konstant. Abgeschlossen werden kann das Doppel sowohl für den Kauf von Neu- als auch Gebrauchtwagen.
Die Kooperation bringt für die Asstel Versicherung, die zum Gothaer Konzern gehört, und den Finanzdienstleister Fortis eine „Win-Win-Situation“. Der Direktversicherer, der bereits Partnerschaften unter anderem mit Tchibo und der ING-DiBa eingegangen ist, erschließt sich auf diesem Weg neue Kunden. Und die Kreditshops erweitern ihre Produktpalette.
Baufinanzierung mit Direktbank-Konditionen vor Ort abschließen
Gestern hat das Handelsblatt einen äußerst interessanten Bericht veröffentlicht, welcher sich der Geschäftsentwicklung der Direktbanken widmet. Zunächst wurde aufgezeigt, dass sich die Angebote der Direktbanken weiterhin zunehmender Beliebtheit erfreuen. So wurde unter anderem auf das Baufinanzierungsgeschäft der ING-Diba verwiesen, in welchem die Bank innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten Anbieter heranwachsen konnte. Immerhin hat es die ING-Diba im Jahr 2007 auf ein Finanzierungsvolumen von beeindruckenden zwei Milliarden Euro geschafft.
Weitere Anbieter, die Bauherren und Immobilienkäufer mit günstigen und vor allem übersichtlich gestalteten Finanzierungslösungen überzeugen können, sind Cortal Consors und Comdirekt. Auch diese beiden Anbieter planen, ihr Baufinanzierungsgeschäft in den kommenden Jahren deutlich auszubauen.
Dennoch reichen günstige Konditionen längst nicht immer aus, um alle potentiellen Kunden zu überzeugen. Die Experten sind sich weitgehend einig, dass sich immer noch viele Kunden bei der Baufinanzierung aufgrund der Vor-Ort-Betreuung für eine regionale Bank entscheiden.
Doch auch dies könnte sich schon bald ändern. Nach Angabe des Handelsblatt, planen nun auch die ersten Direktbanken, an ausgewählten Standorten eigene Filialen zu eröffnen. Comdirekt ist bereits an 27 Standorten mit eigenen Filialen vertreten, und auch Cortal Consors wird in den kommenden Monaten seine erste Filiale eröffnen. Für die Kunden der Direktbanken bedeutet das, dass sie schon bald eine persönliche Beratung vor Ort in Anspruch nehmen und gleichzeitig von den attraktiven Konditionen profitieren können.
Für die einstigen Platzhirsche im Baufinanzierungsgeschäft – die vielen kleinen Regionalbanken - bedeutet das, dass sie sich zukünftig noch wärmer anziehen müssen. Zwar werden die Direktbanken ihre Filialen nur an ausgewählten Standorten eröffnen, doch aufgrund der Konditionsvorteile und der daraus resultierenden Kostenersparnis wird so mancher Interessent dazu bereit sein, auch eine etwas längere Anfahrt in Kauf zu nehmen, um eine Direktbank-Filiale aufzusuchen.