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Samstag, März 15, 2008

Reservierungshypothek

Vergangenen Donnerstag habe ich über ein Finanzierungsangebot des Baugeldvermittlers Hypothekendiscount berichtet. Der Vermittler hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, seinen Kunden ein ganz besonderes Darlehen anbieten zu können, mit welchem es möglich ist, sich die augenblicklichen Hypothekenzinsen sichern und den Zinssatz ggf. nochmals anpassen zu können.

Mittlerweile konnte ich in Erfahrung bringen, dass es sich hierbei um ein Darlehensangebot der Hannoverschen Leben handelt. Das Darlehen trägt die Bezeichnung “Reservierungshypothek” und richtet sich in erster Linie an potentielle Immobilienkäufer, die sich das aktuelle Zinsniveau sichern wollen, obwohl sie noch kein passendes Objekt bzw. keine Immobilie gefunden haben.

Das Prinzip der Reservierungshypothek ist relativ simpel: Es wird ein Vertrag geschlossen, welcher den Zinssatz sichert. Anschließend hat der potentielle Darlehensnehmer sechs Monate lang Zeit, sich auf dem Markt nach einer passenden Immobilie umzusehen. Wenn er ein entsprechendes Objekt findet, kann der endgültige Darlehensvertrag geschlossen und das Darlehen ausgezahlt werden. Sollte es ihm hingegen nicht gelingen, ein passendes Objekt innerhalb der sechs Monate zu finden, so ist der ursprünglich geschlossene Vertrag hinfällig – Kosten sollen laut Auskunft der Hannoverschen Leben übrigens keine anfallen.

Nun stellt sich natürlich die Frage wie man vorgeht, wenn man ein passendes Objekt gefunden hat und die Hypothekenzinsen in der Zwischenzeit gefallen sind. In solch einem Fall wäre es natürlich unklug, die ursprünglich vereinbarten Konditionen in Kauf zu nehmen – schließlich wäre der Abschluss eines neuen Darlehens günstiger. Laut telefonischer Auskunft soll die Möglichkeit bestehen, nochmals über den Zinssatz zu verhandeln, was eigentlich auch logisch ist. Schließlich könnte der Kunde ja auch sagen, er hätte kein Objekt gefunden und somit aus dem Vertrag aussteigen und das Darlehen bei einem anderen Finanzierungsanbieter abschließen.

Posted by Jochen on 03/15 at 03:59 PM
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Zahlreiche Versicherungsneuabschlüsse im ersten Quartal 2008

Im ersten Quartal plant fast jeder zehnte Versicherungskunde in Deutschland einen Neuabschluss oder einen Anbieterwechsel.

Diese Zahlen resultieren aus einer repräsentativen Studie des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts Psychonomic AG. 1500 Verbraucher über 18 Jahre wurden dazu befragt.

Für den Versicherungsmarkt bedeutet das, ein Absatzpotenzial von ungefähr 4,6 Millionen Neuverträgen. Dies gilt vor allem für die Bereiche Unfall-, Haftpflicht, Kfz-Versicherung und Kranken- und Pflegeversicherung.

Laut der Studie konzentriert sich der Markt aber nicht nur auf das Produkt, sondern auch auf den Anbieter. Hierbei werden Versicherer wie die Münchner Allianz, die Debeka, die Koblenz, die Kölner DEVK, die HUK-Coburg und die LVM favorisiert.

Das Ranking der beliebtesten Versicherer verschiebt sich jedoch dann noch einmal nach Sparten. So führt die HUK-Coburg das Ranking in der Kfz-Versicherung an. Der HUK-Coburg folgt mit Abstand die Allianz und die AXA Versicherung. Aber auch in der Rechtsschutzsparte gehört die HUK zu den beliebtesten Anbietern.

Durch die Studie wurde ebenfalls erkannt, dass viele Verbraucher für all ihre zu versichernden Risiken eine Gesellschaft bevorzugen. Gleichwohl hat der Kunde im Durchschnitt bei zwei Versicherern seine benötigten Versicherungsschutz abgeschlossen. Allerdings hat jeder Dritte Versicherte bei mindestens drei Gesellschaften einen Vertrag abgeschlossen.

Posted by Sabine on 03/15 at 04:37 AM
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Flaute am Immobilienmarkt: Rückgang der Baugenehmigungen

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden vorgestern mitgeteilt hat, ist für das vergangene Jahr ein deutlicher Rückgang der Baugenehmigungen festzustellen. Während im Jahr 2006 noch der Bau von 247.541 Wohnungen genehmigt wurde, so waren es im Jahr 2007 nur noch 182.315 – was einen Rückgang von ganzen 26,3 Prozent darstellt.

Nun könnte man meinen, der Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass sich zunehmend mehr Menschen für den Kauf von Bestandsobjekten entscheiden. Doch im Bereich der Immobilientransaktionen ist eine ganze ähnliche Entwicklung festzustellen: Die Anzahl der getätigten Käufe soll im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 20 Prozent zurückgegangen sein.

Nun stellt sich natürlich die Frage, auf welche Ursache diese Entwicklung zurückzuführen ist.  In der Politik scheint man sich schon sicher zu sein, die Wurzel allen Übels gefunden zu haben: Zahlreiche Politiker sind darüber einig, dass die Abschaffung der Eigenheimzulage für den Rückgang der Bauvorhaben und Immobilienkäufe verantwortlich ist. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass eifrig daran gearbeitet wurde, ein Nachfolgekonzept zur früheren Wohnförderung zu finden.

Wie bereits zu Beginn der vergangen Woche hier im Blog berichtet wurde, ist es fortan möglich, vom so genannten „Wohn-Riester“ zu profitieren. Mit ihm sollen Riester-Sparer ihre eingezahlten Beträge auch zum Kauf oder zur Darlehenstilgung verwenden können. Allerdings trifft das neue Förderkonzept selbst bei den Finanzdienstleistern auf wenig Gegenfreude: Es ist schlichtweg zu komplex und wirkt aufgrund einer nachgelagerten Versteuerung für viele Menschen abschreckend.

Demnach könnte es so sein, dass die derzeitige Immobilienflaute noch eine ganze Weile anhält. Für potentielle Immobilienkäufer sind das natürlich gute Nachrichten: Eine geringe Nachfrage an den Immobilienmärkten sorgt auch für niedrigere Immobilienpreise. So gesehen könnte das Jahr 2008 vielen Menschen die Möglichkeit bieten, günstig Wohneigentum zu erwerben.

Posted by Jochen on 03/15 at 03:11 AM
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Die Deutschland-Rente baut auf Rabatte

ARAG und Rheinland-Versicherung bringen ab Ende März Altersvorsorge und Konsum unter einen Hut. Wer viel Geld ausgibt – bei bestimmten Partnern – bekommt später auch eine höhere Rente respektive Auszahlung. Deutschland-Rente haben die beiden Unternehmen ihr Produkt getauft, mit dem sie gleich zwei Strömungen Tribut zollen. Einerseits dem Wunsch, etwas für das Alter zur Seite zu legen. Andererseits dem Punkte-, Herzchen- und Miles-Sammelfieber. Denn vom Prinzip her ist diese fondsgebundene Rente ein Bonusprogramm.

19,90 Euro müssen monatlich mindestens für die Deutschland-Rente eingezahlt werden. Das Geld investieren die Versicherungen in einen Mischfonds der UBS, einer Schweizer Großbank. Soweit gehört die Deutschland-Rente von ARAG und Rheinland-Versicherung noch nicht zu den Policen, bei denen Begriffe wie „außergewöhnlich“ oder „innovativ“ angebracht wären. Das ergibt sich erst aus dem zweiten „Standbein“, über das die Rente aufgebaut wird: Umsätze mit der „Deutschland-Rente MasterCard“ und Einkäufe bei den Bonus-Partnern. Jeder Euro, den man bei diesen Partnern ausgibt, wird mit einem kleinen prozentualen Teil belohnt, der in die Altersvorsorge fließt.

Bei der Kreditkarte sind es 0,5 Prozent. Bei den Partnerunternehmen, von denen es derzeit rund 180 gibt – angefangen bei der RWE über Germanwings bis hin zum Mobilfunkunternehmen Vodafone – werden bis zu zehn Prozent gutgeschrieben. Hanno Petersen vom Vorstand der ARAG bringt die Idee auf den Punkt: „Shoppen für die Rente.“ Einen kleinen Haken gibt es bei der Deutschland-Rente derzeit noch. Viele Partner vergüten den Einkauf oder die Nutzung von Dienstleistungen nur online. Durch die Kooperation mit Tankstellen soll sich das allerdings bald ändern. Verbraucherschützer finden die Idee nicht ganz so prickelnd, weil Rabatt und Rente nicht zusammen passten und eine Fondsrente meist zu teuer sei.

Posted by Andre on 03/15 at 02:57 AM
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