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Donnerstag, März 27, 2008

Für ein paar Euro Schutz vor Schäden durch Hooligans während der EM

Oft kommt es nicht vor, dass Versicherungen Verträge anbieten, die als wenig rentabel gelten. Negativselektion nennt sich ein solches Vorgehen. Angesichts einer so prestigeträchtigen Veranstaltung wie den Europameisterschaften im Fußball, hat die Wiener Städtische sich dennoch dazu durchgerungen, dem Ruf der Anwohner der so genannten Fanmeilen nachzukommen und bietet eine Vandalismusversicherung an. Bei einer Gesamtversicherung für ganz Klagenfurt hatte sie noch abgewunken. Das Risiko war zu hoch.

Da sich vermutlich nur diejenigen um eine Police bemühen werden, die in exponierter Gegend wohnen und damit gefährdet sind, könnte es sich als Zusatzgeschäft erweisen. „Das macht man als Versicherer normalerweise nicht“, sagt Erich Obertautsch, Landesdirektor des Unternehmens. Man sehe es Verpflichtung, einen Beitrag zur EM zu leisten und habe deshalb diesen Weg eingeschlagen. Mittlerweile folgen auch andere Versicherungsunternehmen aus Österreich dem Beispiel wie die Uniqua, die Generali und die Helvetia.

Gültig ist der Versicherungsschutz für den Zeitraum von 1. Juni bis zum 7. Juli. Er umfasst alle Schäden, die durch feiernde Fans und Hooligans in Gärten, an der Fassade sowie in Geschäften und Gaststätten verursacht werden. Autos sind nicht inbegriffen. Beim Preis für die Police hängt es davon ab, ob man den Schutz als Mieter, Hausbesitzer oder Geschäftsmann genießen möchte. Bei einer Deckungssumme von 2.500 Euro zahlen Wohnungsmieter 15 Euro, für 5.000 Euro Deckung werden 24 Euro verlangt. Hausbesitzer werden mit 36 bzw. 48 Euro zur Kasse gebeten (bei einem Schutz bis zu 5.000 bzw. 10.000 Euro), bei Geschäftsleuten sind es 79 bzw. 98 Euro für eine Deckungssumme von 10.000 bzw. 20.000 Euro. Der Selbstbehalt liegt bei 150 bis 250 Euro.

Posted by Andre on 03/27 at 06:12 PM
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Bausparkassen verzeichnen weniger Vertragsabschlüsse

Erst vor ein paar Wochen habe ich darüber geschrieben, dass sich das Bausparen endlich wieder im Aufwind befindet und im vergangenen Jahr wieder mehr Bausparverträge abgeschlossen wurden. Als Grundlage meines Blog-Posts dienten Auskünfte der LBS-Nord über die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres. Jedoch gestern hat die Financial Times Deutschland einen Bericht veröffentlicht, der auf eine ganz andere Entwicklung im Bauspargeschäft schließen lässt.

Aus dem Artikel geht hervor, dass im vergangenen Jahr bei den 15 privaten Bausparkassen rund 2 Millionen neue Verträge abgeschlossen wurden. Im Vorjahr sollen rund 2,2 Millionen Verträge gewesen sein, so dass die privaten Bausparkassen einen Rückgang von ca. zehn Prozent zu verzeichnen haben. Diese Zahlen wurden bereits am Dienstag vom Verband der privaten Bausparkassen veröffentlicht. Lediglich was das Volumen ausgezahlter Bauspardarlehen betrifft, so sei eine Zunahme zu verzeichnen gewesen. Vergangenes Jahr wurden rund 26 Milliarden Euro an Bauspardarlehen ausgezahlt, was ein Plus von 11,2 Prozent ausmacht.

Anhand dieses großen Darlehensbetrags sollte klar werden, dass die Bausparkassen immer noch eine ganz bedeutende Rolle im Bereich der Immobilienfinanzierung spielen. So kam beispielsweise Deutschlands größter Direktfinanzier, die ING-Diba, im vergangenen Jahr auf ein Darlehensvolumen von rund drei Millionen Euro.

Aufgrund gewisser Vorteile, wie zum Beispiel einer unbegrenzten Zinsbindung und hohen Sondertilgungsmöglichkeiten, sind Bauspardarlehen bei Bauherren und Käufern immer noch sehr gefragt. Der Rückgang ist größtenteils auf die schwache Wohnungsbaukonjunktur zurückzuführen. Dennoch möchten die Bausparkassen natürlich der aktuellen Entwicklung entgegenwirken. Deshalb setzen sie vor allem auf den Wohn-Riester, der wieder mehr Menschen dazu bringen soll, Wohneigentum zu erwerben. Allerdings ist es sehr fraglich, ob der Wohn-Riester zu mehr Abschlüssen führen und gleichzeitig die Wohnungsbaukonjunktur ankurbeln kann. Immerhin handelt es sich hierbei um ein Finanzierungskonzept, das aufgrund seiner Komplexität viele Verbraucher abschrecken könnte.

Posted by Jochen on 03/27 at 02:15 PM
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