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Mittwoch, April 09, 2008

Baufinanzierung im Alter

Schon seit mehr als zwei Jahren haben die Kreditinstitute mit einem Rückgang der Nachfrage im Bereich der Baufinanzierung zu kämpfen. Aus diesem Grund begeben sich immer mehr Kreditinstitute auf die Suche nach neuen Kundensegmenten, mit deren Erschließung sie ihre Umsatzzahlen aufrechterhalten können. Eine dieser Gruppen scheint die Generation 50-Plus zu sein. Bereits seit einigen Monaten ist festzustellen, dass zunehmend mehr Banken dazu übergehen, diese Kundengruppe gezielt anzusprechen und für den Erwerb von Wohneigentum zu begeistern.

Bisher waren die Banken vergleichsweise zurückhaltend, wenn es um die Darlehensvergabe an ältere Interessenten ging. Die frühere Zurückhaltung war in erster Linie darauf zurückzuführen, dass Darlehen, die an ältere Darlehensnehmer vergeben werden, über ein höheres Ausfallrisiko verfügen. Dies ist wiederum auf mehrere Gründe zurückzuführen, wie zum Beispiel auf den bevorstehenden Ruhestand und dem höheren Risiko, bei Arbeitslosigkeit keinen neuen Job mehr zu finden. Nun hat es allerdings den Anschein, als würden die Kreditinstitute diese Faktoren nicht mehr so stark bewerten und der Darlehensvergabe schneller zustimmen.

Für einige Angehörige der Generation 50-Plus mögen das gute Nachrichten sein – allerdings gilt es nichts zu überstürzen. Zwar kann es auch im Alter noch Sinn machen, Wohneigentum zu erwerben. Doch gerade bei der Baufinanzierung gilt es vorsichtig zu sein. Diese muss optimal auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sein, damit man später im Rentenalter in keine finanziellen Schwierigkeiten gerät. So kommt vor allem dem Tilgungssatz eine hohe Bedeutung zu. Er sollte vergleichsweise hoch gewählt werden – ein Tilgungssatz von einem Prozent wäre eindeutig zu niedrig. Besser ist ein Tilgungssatz von zwei bis drei Prozent. Somit lässt sich bewerkstelligen, dass das Darlehen innerhalb von 15 bis 20 Jahren vollständig getilgt wird. Häufig ist es sogar besser, in der Anfangsphase noch höher zu tilgen, denn sobald man in den Ruhestand übergeht, verringert sich in aller Regel das Einkommen, so dass auch der Tilgungssatz angepasst werden muss. Damit wäre auch schon der nächste Punkte genannt: Das Immobiliendarlehen sollte möglichst flexibel sein. Beim dritten und letzten Punkt, der bei der Darlehensaufnahme zu beachten ist, handelt es sich um die Wahl der passenden Zinsbindung: Um sich gegen einen möglichen Zinsanstieg bei einer Anschlussfinanzierung abzusichern, sollte man eine lange Zinsbindung wählen. Besonders empfehlenswert sind Volltilgerdarlehen: Bei ihnen ist der Zinssatz bis zum Ende der Laufzeit fest vereinbart.

Posted by Jochen on 04/09 at 03:44 PM
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Viele Lebensversicherungen werden verkauft

Der Verkauf von Lebensversicherungen nimmt auch in Österreich deutlich zu. Nur wenige Kunden halten ihre Policen bis zum Ende der Laufzeit. Die Mehrheit versilbert sie vor Ablauf. Firmen, die sich auf den Zweitmarkt für Lebensversicherungen spezialisiert haben, gehen davon aus, dass bei unseren Nachbarn über die Hälfte der Verträge storniert wird. Die Gründe für diesen Schritt decken sich mit denen in der Bundesrepublik: Arbeitslosigkeit und Schulden.

Die Aufkäufer können sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Im vergangenen Jahr wurden alleine in Österreich über 170.000 Verträge aufgelöst. Anders als in den USA handelt sich bei dieser Art von Geschäft nicht um eine Wette auf den Tod, bei der die Investoren mehr verdienen, wenn der Versicherungsnehmer frühzeitig stirbt. In Deutschland und Österreich erhalten die Angehörigen die Todesfallleistung abzüglich der Aufwendungen des Policen-Käufers. Denn der Vertrag bleibt ganz normal bestehen. Die Händler profitieren nur dann richtig von der Versicherung, wenn das Laufzeitende erreicht und die Versicherungssumme samt Überschuss ausgezahlt wird.

Kunden, die sich von ihrem Vertrag trennen wollen, können unterschiedliche Wege einschlagen. Einerseits gibt es viele Firmen, die Policen direkt aufkaufen. Um möglichst viel Kapital zu erhalten, müsste man mehrere Angebote einholen und vergleichen. Das kostet viel Zeit. Und: Viele Käufer arbeiten nur mit Versicherungsverträgen bestimmter Gesellschaften. Der andere Weg wäre die Versteigerung der Lebensversicherung über entsprechende Portale. Dazu müssen die Eckdaten des Vertrages eingegeben und eine Vollmacht zur Abfrage der Daten bei der Versicherung ausgefüllt werden. Sobald der Vertrag online gestellt wird, können die Investoren auf die Police bieten.
Die Lebensversicherung zu verkaufen bringt dann weit mehr als sie zu kündigen und an die Versicherungsgesellschaft zurückzugeben. Im Schnitt liegt der Unterschied bei rund sieben Prozent. Zu bedenken ist dabei auch, dass bei einer vorzeitigen Kündigung (vor Ablauf von zwölf Jahren) Steuern anfallen. Da haben es die Österreicher nicht besser. Hier ist es eine Strafsteuer in Höhe von sieben Prozent, wenn die Versicherung binnen zehn Jahren storniert wird.

Posted by Andre on 04/09 at 11:58 AM
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