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Freitag, April 18, 2008

ING-Diba gestattet vorzeitige Kündigung von Immobiliendarlehen

In Deutschland ist es üblich, Immobiliendarlehen mit einer festen Zinsbindung abzuschließen. Die Vereinbarung einer Zinsbindung hat für den Darlehensnehmer den Vorteil, dass der Zinssatz seines Darlehens fest vereinbart ist – über 5, 10 oder gar 15 Jahre hinweg. Sollten die Hypothekenzinsen während dieses Zeitraums steigen, so kann der Darlehensnehmer gelassen bleiben, da sein Zinssatz fest vereinbart wurde.

Allerdings bringt die Vereinbarung einer Zinsbindung nicht nur Vorteile mit sich. Möchte ein Wohneigentümer sein Immobiliendarlehen vor dem Ablauf der Zinsbindung kündigen bzw. vorzeitig aus dem Darlehensvertrag aussteigen, so kann sich dies als sehr schwierig gestalten. Zunächst einmal muss er einen triftigen Grund, wie zum Beispiel den Verkauf der Immobilie, angeben, um das Darlehen überhaupt kündigen zu dürfen. Des Weiteren kann das Kreditinstitut von ihm verlangen, die so genannte Vorfälligkeitsentschädigung zu bezahlen. Mit dieser Zahlung soll der Zinsschaden, den die Bank erleidet, ausgeglichen werden – in Abhängigkeit von den aktuellen Hypothekenzinsen und der Restlaufzeit, kann die Vorfälligkeitsentschädigung enorm hoch ausfallen und sich auf mehrere tausend Euro belaufen.

Umso erfreulicher ist es, dass einer der größten Direktfinanzierer, die ING-Diba, bekannt gibt, in bestimmten Härtefällen einer vorzeitigen Darlehenskündigung zuzustimmen und gleichzeitig auf die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung verzichtet. Diese Regelung soll für alle Darlehensverträge gelten, die ab Mai abgeschlossen werden.

Was unter einem Härtefall zu verstehen ist, haben die Produktmanager der Direktbank sehr genau definiert: Ein Darlehen darf vorzeitig gekündigt werden, wenn der Darlehensnehmer länger als sechs Monate arbeitslos ist, er berufsunfähig wird oder verstorben ist. Des Weiteren setzt das Kreditinstitut voraus, dass das Darlehen ausschließlich aus Eigenmitteln (die z.B. aus dem Verkauf der Immobilie stammen) abgelöst wird – vorzeitige Umschuldungen können also nicht unter dem Vorwand eines Härtefalls eingefädelt werden.

Alles in allem kann das Angebot der ING-Diba als sehr kundenfreundlich eingestuft werden. Allerdings gibt es einige Banken, die noch flexiblere Lösungen anbieten. Um welche Lösungen es sich hierbei handelt, wird im morgigen Beitrag zu lesen sein.

Posted by Jochen on 04/18 at 04:37 PM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Immobilien-Investments der Versicherungen

Wie die Immobilien Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, wollen die deutschen Versicherungsunternehmen und Pensionkassen mehr Geld in Immobilien investieren. Aktuell liegt der Anteil bei 5,0 Prozent bei den Versicherungen und 8,4 Prozent bei den Pensionkassen. Diese Quoten sollen bis 2010 auf 6,0 bzw. 9,2 Prozent steigen – so das Ergebnis einer Umfrage. Insgesamt belaufen sich die Immobilien-Investments nach Auskunft des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft derzeit auf rund 55 Milliarden Euro.

Ein einheitliches Bild der Versicherungsbranche ergibt sich allerdings nicht. Die Allianz plane beispielsweise, bis 2013 auf ein Volumen von 15 Milliarden Euro zu kommen. Das entspreche einer Verdreifachung. Bei der Meag soll die Quote stabil bleiben. Im Moment verwaltet sie 12 Milliarden Euro für die Münchener Rück. Bei der Arag-Rechtsschutzversicherung gehe man einen Schritt zurück und werde weniger Geld in Immobilien investieren.

Posted by Andre on 04/18 at 11:09 AM
VersicherungenImmobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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