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Mittwoch, Mai 14, 2008

Ferienimmobilien im Ausland finanzieren

In meinen letzten Blog-Posts ging es um die Finanzierung von Ferienimmobilien. Beide Beiträge haben sich ausschließlich auf Ferienimmobilie mit Standort in Deutschland bezogen. Nun ist es allerdings so, dass das Interesse an ausländischen Ferienimmobilien in den vergangenen Jahren enorm zugenommen hat. Vor allem angehende Ruheständler sind daran interessiert, sich ein Ferienhaus oder auch eine Ferienwohnung im sonnigen Ausland zu kaufen und dort während des Winters zu wohnen. Deshalb soll im Folgenden aufgezeigt werden, welche Punkte bei der Finanzierung dieser Objekte zu beachten sind.

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Finanzierung von Auslandsimmobilien gestaltet sich erheblich schwieriger als die Finanzierung von Objekten, die sich im Inland befinden. Dies liegt ganz einfach daran, dass die jeweiligen Immobilien nicht als Sicherheit dienen können. Denn außerhalb Deutschlands werden Immobiliendarlehen sehr häufig auf eine völlig andere Art und Weise gesichert – Grundbücher und Grundpfandrechte sucht man oftmals vergeblich.

Dementsprechend ist die Finanzierung über ein deutsches Kreditinstitut nur möglich, wenn sich der Interessent in der Lage befindet, alternative Sicherheiten zu stellen. Sollte es zum Beispiel möglich sein, eine in Deutschland befindliche Immobilie zu beleihen oder ein Wertpapierdepot abzutreten, ist der Erhalt einer Finanzierungszusage durchaus möglich. Ähnlich verhält es sich auch, wenn der Antragsteller in die Kategorie der Spitzenverdiener fällt und über ein sehr hohes Einkommen verfügt.

Andernfalls sieht es eher schlecht aus. Dann bleibt dem Interessenten nur noch die Möglichkeit, sich an eine Bank vor Ort bzw. im Ausland zu wenden. Die Chancen, dort eine Finanzierungszusage zu erhalten, stehen erheblich besser. Allerdings ist damit zu rechnen, dass der Abschluss eines Darlehens erforderlich ist, das auf einem ganz anderen Finanzierungskonzept aufbaut, als es in Deutschland der Fall ist.

Posted by Jochen on 05/14 at 01:31 PM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Riester-Pflicht und Reibach

Die Bereitschaft heute für morgen vorzusorgen ist in der Bundesrepublik anscheinend nur schwach ausgeprägt. Nur knapp 30 Prozent derer, die berechtigt sind, für eine Riester-Rente zu sparen, legen auch ein paar Euro monatlich auf die hohe Kante. „Ein Skandal“, sagt der Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, und fordert im Hinblick auf die zunehmende Altersarmut eine „Riester-Pflicht“. Denn in einigen Jahren schon werde ein Großteil der Renten nicht mehr über dem Sozialhilfeniveau liegen und seien viele auf die Grundsicherung im Alter angewiesen. Aktuelle Prognosen sehen vor allem auf die Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland schwere Zeiten zukommen.

Eine Statistik des Bundesarbeitsministeriums besagt bereits jetzt, dass immer mehr Rentner sich ein Zubrot verdienen müssen, um über die Runden zu kommen. Um 40 Prozent ist die Zahl der Minijobber im Rentenalter in den vergangenen fünf Jahren angestiegen. Laut TNS Emnid glauben insgesamt 76 Prozent der Deutschen, im Alter deutliche Einschnitte hinnehmen zu müssen. Wie groß genau die Versorgungslücke sein wird, wissen allerdings die wenigsten. Hans-Werner Sinn kritisiert vor allem jene, die als „Trittbrettfahrer“ ganz darauf bauen „der Staat wird mich schon nicht hängen lassen, wenn ich nicht spare“. „Das kann nicht toleriert werden“, so der Ifo-Präsident. Lobenswert seien die unter Gerhard Schröder eingeleiteten Arbeitsmarktreformen, bei denen fürs Mitmachen und nicht fürs Wegbleiben bezahlt werde. Um noch mehr Anreize zu schaffen, arbeiten zu gehen, plädiert Sinn für höhere Lohnzuschüsse.

Walter Riester wird es freuen, dass für sein Privatrenten-Modell eine Pflicht gefordert wird. Er ist einer der größten Profiteure der nach ihm benannten Rente. 10.000 Euro soll der ehemalige Minister jeden Monat alleine dadurch verdienen, dass er Vorträge über die private Rentenversicherung hält. Die Liste der Auftraggeber ist lang. Sie stammen aus der Versicherungswirtschaft und dem Bankensektor. Dabei hat Riester nur das Fundament gelegt und musste kräftig verbessert werden, um das Produkt auch wettbewerbsfähig und interessant zu machen.

Posted by Andre on 05/14 at 11:01 AM
Altersvorsorge • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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