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Mittwoch, Mai 21, 2008

Penny darf keine Versicherungen mehr in die Regale legen

Ist es jetzt vorbei mit Versicherungspolicen aus dem Supermarkt-Regal? Das Landgerichtes Wiesbaden hat zumindest dem zum Rewe-Konzern gehörenden Discounter Penny den Verkauf von Versicherungspaketen untersagt und gab damit der Klage des AFW – Bundesverband Finanzdienstleistungen – statt. Vorgeworfen wurde der Handelskette ein Verstoß gegen die Gewerbeordnung (Aktenzeichen 11 O 8/08).

In den Supermarkt-Filialen waren in der Zeit von September bis Oktober vergangenen Jahres Verträge für eine Unfallversicherung samt Opferschutz zum Preis von 49 Euro angeboten worden. Der Kunde bekam eine Plastikbox mit den entsprechenden Formularen und zahlte dafür 49 Euro. Die Papiere mussten dann ausgefüllt und unterschrieben an den Kooperationspartner von Penny, die Arag-Versicherung, geschickt werden. Penny sei damit als Versicherungsmakler aufgetreten, so die 3. Kammer für Handelssachen des Landegerichtes Wiesbaden. Um aber als Versicherungsvermittler arbeiten zu dürfen, hätte das Unternehmen eine Genehmigung der Industrie- und Handelskammer vorweisen müssen. Diese Erlaubnis sei gemäß Gewerbeordnung zwingend notwendig. Die entsprechende Vorschrift stamme aus der Umsetzung einer EU-Richtlinie von Mai 2007. Rechtsgültig ist das Urteil noch nicht.

Aufgenommen wurde der Richterspruch naturgemäß ganz unterschiedlich. Bei Rewe wird man die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und sich dann überlegen, ob Rechtsmittel eingelegt werden. Der AFW freut sich über die Entscheidung des Landegerichtes und sieht Auswirkungen für die gesamte Versicherungsbranche. Vertriebsaktionen über den Einzelhandel müssten jetzt neu überdacht oder ganz abgesagt werden. Zufriedene Gesichter dürfte es auch beim Bund der Versicherten und den Verbraucherzentralen geben. Sie hatten von Anfang davor gewarnt, Versicherungsprodukte im Supermarkt zu kaufen, vor allem, weil die nötige Beratung fehle.

Posted by Andre on 05/21 at 02:25 PM
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Die Billigtarife der Krankenkassen sind verlockend

Dennoch sollte man sich nicht zu sehr verlocken lassen zu einem nicht wirklich gut überdachten Wechsel. So rät die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift „Finanztest“, sich das gut zu überlegen, ob man wirklich vor dem 1. Januar des nächsten Jahres noch wechseln möchte. Dieser Stichtag ist relevant für die Beiträge, da diese dann vereinheitlich werden sollen. Viel wichtiger als ein günstiger Tarif sind in Wirklichkeit die Leistungen, welche von der Krankenkasse für den vermeintlich niedrigen Beitrag angeboten werden. Wechselt man nun vorzeitig die Kasse, kann man eventuell ab dem ersten Tag des neuen Jahres ganz alt aussehen. Denn wenn dann auch die Tarife gleich sein werden, die Leistungen werden es mitnichten sein. Es wird dann zum Teil erhebliche Unterschiede in den Leistungen und auch bei den Serviceangeboten geben. Da ist es natürlich dann fatal, wenn man jetzt aufgrund eines vermeintlich günstigeren Tarifes in eine Kasse wechselt, bei der man ab nächstem Jahr viel schlechtere Leistungen und auch viel weniger Service erhält. Hierbei ist es dann besser, einfach noch die paar Monate abzuwarten und sich vielleicht in der Zwischenzeit zu überlegen, welche Leistungen einem wichtig sind und welchen Service man gerne haben möchte. Ist man dann nach dem 1. Januar 2009 unzufrieden mit seiner eigenen Krankenkasse, kann man immer noch in eine andere Kasse wechseln.

Denn gerade jetzt ist es wichtig, hier Vorsicht walten zu lassen. Die Krankenkassen überschlagen sich gerade wieder einmal mit den unterschiedlichsten Werbemaßnahmen. Neue Kunden sollen angezogen werden mit vermeintlich günstigen Tarifen, die einen aber ab Anfang nächsten Jahres teuer zu stehen kommen können. Und da nur alle 18 Monate ein Wechsel der Kasse möglich ist – es sei denn, man wechselt die Arbeitsstelle oder ist nicht mehr familienversichert – sollte man sich dies schon sehr gut überlegen und keine falschen oder voreiligen Schritte gehen. Wichtig ist es auch, bei den verschiedenen Wahltarifen genau hinzusehen und hier nicht voreilig den falschen Tarif zu wählen. Gerade im Bereich der Gesundheit weiß man nie, was auf einen zukommen kann. Und dann entscheidet man sich möglicherweise leichtsinnig gegen Leistungen, die man eines Tages plötzlich doch benötigt.

Wer hingegen in eine Private Krankenkasse wechseln möchte, der ist gut damit beraten, die verschiedenen Tarife und Angebote gut zu vergleichen. Dies ist auch bei uns sehr gut möglich, da wir Ihnen hier mit unserem langjährigen Fachwissen zu Seite stehen können. Auch bieten wir Ihnen mit den verschiedenen Vergleichsmöglichkeiten im Bezug auf Privaten Krankenversicherungen und auch in Bezug auf alle anderen privaten Versicherungen einen sehr guten Überblick über die momentane Lage auf dem Versicherungssektor.

Posted by Christel on 05/21 at 01:58 PM
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Deutschlands größter Baugeldvermittler vor der Übernahme

Das Baufinanzierungsgeschäft hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Veränderungen erfahren. Bis vor wenigen Jahren haben sich die meisten Bauherren und Immobilienkäufer an ihre Hausbank gewandt, um eine Immobilienfinanzierung abzuschließen. Doch die steigende Anzahl an Direktbanken sowie das zunehmende Vertrauen in diese Banken hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen dazu übergehen, ihre Immobilienfinanzierung bei einem Direktanbieter abzuschließen.

Die Zunahme des Angebots an Finanzierungsmöglichkeiten hat den Markt sehr undurchsichtig gemacht. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass die so genannten Baugeldvermittler enorm wachsen konnten. Anbieter wie Interhyp, Dr. Klein und Hypothekendiscount, konnten in den vergangenen Jahren enorme Wachstumsraten erzielen. Ihr Geschäftsmodell ist ganz simpel: Sie unterstützen potentielle Darlehensnehmer bei der Suche nach der passenden Finanzierung. Für die Kunden ist der Service kostenlos: Kommt es zu einem Vertragsabschluss zwischen Kunde und der vermittelten Bank, erhalten die Vermittler eine Provision.

Das Geschäftsmodell der Baugeldvermittler kommt bei den Verbrauchern gut an. Angaben der Financial Times Deutschland zufolge, werden mittlerweile 20 Prozent aller Immobilienfinanzierungen über die Baugeldvermittler abgeschlossen. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass größere Finanzinvestoren nach einigen der Vermittler greifen wollen.

Vorgestern war es dann so weit: Deutschlands größter Baugeldvermittler, die Interhyp AG, gab bekannt, eine Kaufofferte der niederländischen ING Direct anzunehmen. Sofern das Bundeskartellamt keine Bedenken sieht, könne die Transaktion im nächsten Halbjahr vonstatten gehen.

Zahlreiche Finanzierungsexperten stellen sich nun die Frage, welche Auswirkungen diese Transaktion auf das Geschäft des Vermittlers haben wird. Immerhin ist die ING Direct mit ihrer Tochter-Bank ING-Diba auf dem deutschen Markt vertreten und gleichzeitig die führende Direktbank Deutschlands. Es könnte gut sein, dass den Interhyp Kunden schon bald vorrangig die ING-Diba empfohlen wird und somit die Unabhängigkeit des Vermittlergeschäfts in Frage gestellt werden muss. Die Aktionäre der Interhyp dürften sich auf jeden Fall gefreut haben: Nach der Bekanntgabe stieg der Aktienkurs um mehr als 36 Prozent.

Posted by Jochen on 05/21 at 11:05 AM
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