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Freitag, Juni 13, 2008

Expresszertifikate - und noch ein Versuch!

Eine weitere Variante im fast unüberschaubaren Zertifikatemarkt sind die sogenannten Expresszertifikate. Besonders interessant ist dieses Produkt in Seitwärtsmärkten, denn hier können sie eine relativ attraktive Rendite erzielen. Das Besondere an Expresszertifikaten ist, dass nach einem bestimmten Zeitraum, zumeist einem Jahr, geschaut wird, ob das Underlying, also der Basiswert, auf oder über seinem Ausgangsniveau zu Beginn des Expresszertifikates liegt. Sollte das der Fall sein, bekommt der Investor den Wert seines Zertifikates zurück und zusätzlich noch einen entsprechenden Aufschlag, der häufig in Höhe von etwa 6 Prozent liegt.

Sollte hingegen der jeweilige Basiswert unterhalb des Ausgabeniveaus liegen, verlängert sich die Laufzeit um ein weiteres Jahr. Am Ende dieses Jahres erhält der Anleger das Doppelte des Aufschlages hinzu. Nach diesem zweiten Jahr wird betrachtet, ob der jeweilige Basiswert auf oder über dem Emissionswert liegt. Sollte das der Fall sein, bekommt der Anleger sein Geld zurück und z.B. 12 Prozent oder mehr Ertrag. Sollte das Expresszertifikat unterhalb des Ausgangsniveaus liegen, wird das Ganze noch einmal um ein Jahr verlängert. Danach findet dieselbe Prozedur statt. Bei Überschreiten erhält der Anleger den dreifachen Aufschlag zurück und den Nennwert seines Zertifikates. Das Ganze wird gegebenenfalls in einem vierten Jahr veranstaltet.

Am interessantesten sind solche Zertifikate in Seitwärtsmärkten. Häufig beträgt die Laufzeit vier Jahre, die Aufschlagszahlungen häufig sechs bis acht Prozent. Liegt der Kurs allerdings am Ende der Gesamtlaufzeit unterhalb des Ausgabewertes, greifen andere Kriterien, so dass zum Teil ein Verlust eingefahren wird, häufig aber auch ein Puffer eingebaut wird, bis zu dem der Anleger und sein Kapital weiter geschützt ist. Sollte der Markt allerdings wesentlich fallen, muss der Anleger entsprechende Verluste realisieren.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)
Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/13 at 01:31 PM
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Ethikbank: attraktives Modernisierungsdarlehen

Die private Immobilienfinanzierung ist ein Kreditsegment, das für die Kreditinstitute von enorm hoher Bedeutung ist. Hier können sie Kapital langfristig investieren und gute Margen verdienen. Allerdings ist der Markt auch sehr umkämpft: Es sind vor allem die Direktbanken, die in dieses Kreditsegment preschen und den Regionalbanken die Marktanteile streitig machen.

Mit der „Ethikbank“ betritt ein weiteres Kreditinstitut den Bereich der Immobilienfinanzierung. Wie vorgestern im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt gegeben wurde, handelt es sich bei der Ethikbank um eine Tochterbank der Volksbank Eisenberg. Ziel der Bank ist es, sich im Markt als Anbieter zu behaupten, der ausschließlich Finanzlösungen anbietet, die ethisch und moralisch vertretbar sind.

Bei einem der ersten Produkte handelt es sich um ein Modernisierungsdarlehen für Immobilieneigentümer. Dieses Darlehen wird ausschließlich für Modernisierungsvorhaben vergeben, die einen ökologischen Hintergrund haben. Hierzu zählen zum Beispiel Maßnahmen, die zu einer Verringerung des Energieverbrauchs beitragen.

Das Kreditinstitut weißt in seiner Pressemitteilung mehrfach darauf hin, dass sich das Darlehen durch einen vergleichsweise günstigen Zinssatz auszeichnet. Derzeit wird das Darlehen mit einem effektiven Jahreszins von 4,35 Prozent verzinst, was in der Tat sehr günstig ist. Die wirklichen Vorteile gegenüber anderen Immobiliendarlehen bestehen jedoch darin, dass das Darlehen bereits ab einem Betrag von 3.000 Euro zu haben ist – die Darlehensobergrenze beläuft sich auf 30.000 Euro. Dies dürfte viele Eigentümer ansprechen: die meisten Kreditinstitute finanzieren nämlich erst ab 50.000 Euro – bei kleineren Beträgen werden erheblich höhere Zinssätze veranschlagt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, sehr kurze Laufzeiten zu vereinbaren. Derzeit können Zinsbindungen mit einer Dauer von 1 bis 12 Jahren gewählt werden.

Somit hat die Ethikbank ein äußerst attraktives Finanzierungsprodukt entwickelt. Allerdings handelt es sich hierbei auch um das einzige Finanzierungsprodukt – eine komplette Baufinanzierung kann nicht über das Institut abgewickelt werden. Allerdings sollen entsprechende Produkte in Zukunft folgen.

Posted by Jochen on 06/13 at 10:21 AM
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Der Deutsche Ring schreibt sich Unfall-Prävention auf die Fahnen

Die Zahl der Unfälle, die sich in Deutschland fast schon im Sekundentakt ereignen, ist erschreckend. In Haushalt und Freizeit passiert alle sechs Sekunden etwas, auf den Straßen kracht es alle 14 Sekunden und die Feuerwehren müssen Tag für Tag zu rund 630 Wohnungsbränden ausrücken. Mit zielgerichteter Prävention wären mehr als die Hälfte dieser Schäden zu vermeiden. Das hieße: Vier Millionen Unfälle weniger. Um es noch deutlich zu machen: Amerikanische Wissenschaftler gehen davon aus, dass 95 Prozent der tödlichen Unfälle im Kindesalter mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen verhindert werden könnten. Diese Zahlen zeigen Wirkung und rufen auch die deutsche Versicherungswirtschaft auf den Plan. Immer mehr Unternehmen engagieren sich, damit es gar nicht erst zum Schaden kommt. Der Deutsche Ring geht dabei einen vollkommen neuen Weg.

„Wir geben nicht nur wertvolle Tipps, sondern auch Schutzmittel zur Abwehr von Gefahren an die Hand“, so Jan Garbade, Projektleiter des Versicherungsunternehmens. Gemeinsam mit der Muttergesellschaft Bâloise, der Universität St. Gallen und der technischen Hochschule Zürich hat der Deutsche Ring das bundesweit einzigartige Projekt erarbeitet. Dazu wurden an den beteiligten Hochschulen die Ursachen für Schadensfälle genauestens unter die Lupe genommen und ausgewertet. Bei nächtlichen Wohnungsbränden beispielsweise sind es nicht die Verbrennungen, sondern der giftige Rauch, an dem die meisten Menschen sterben. Sie merken nicht, dass es brennt, weil der Geruchssinn nachts nicht so funktioniert wie tagsüber. Ein einfacher Rauchmelder wäre die beste und effektivste Lösung, um Todesfälle zu vermeiden.

Grundsätzlich, so der Deutsche Ring in seiner Mitteilung, mangele es oftmals an einem Bewusstsein für die tatsächlichen Risiken und Gefahrenquellen. Um dem entgegenzuwirken hat die Versicherung die RingSicherheitsWelt entwickelt, die unter dem Motto „Sicherheit, bevor etwas passiert“ steht und sich an Schaden- und Präventionsstatistiken orientiert. Das Programm soll dabei helfen, den wichtigsten Gefahren optimal vorzubeugen. Kunden des Unternehmens, die zum Beispiel eine Unfallversicherung ab zehn Euro Jahresbeitrag abschließen, erhalten kostenlos ein Paket mit qualitätsgeprüften Schutzmitteln. Dazu gehören eine Löschdecke, ein Rauchmelder, ein Erste-Hilfe-Set, Rutsch-Stopper für das Bad, ein Gutschein, mit dem man einen Fahrradhelm günstiger erhält, sowie ein umfangreicher Präventionsratgeber. Darüberhinaus bietet die RingSicherheitsWelt ihren Mitgliedern eine Reihe von Vorzügen wie kostenlose Austauschbatterien für den Rauchmelder oder günstige Schutzmittel.

Posted by Andre on 06/13 at 10:08 AM
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Indexzertifikate – Teilnehmen am Gesamtaktienmarkt

Indexzertifikate sind besonders beliebt beim Börsenpublikum. Denn sie ermöglichen es dem Anleger, an einem gesamten Aktienindex und dessen Aktien teilzunehmen und diese auf einen Schlag zu kaufen. Hierdurch bieten sie die immer wieder betonte Streuung und Diversifikation an. Denn das Risiko einer Einzelaktie ist wesentlich höher als die Investition in eine breite Marktstreuung in Aktien. Letztere gewährt das Indexzertifikat. Diese Zertifikate werden zumeist in einem festen Bezugsverhältnis herausgegeben. Zumeist betrifft dies 1:100 oder 1:10 des jeweiligen Indexstandes. Häufig gehandelte Indizes sind z.B. der DAX, der Dow Jones oder auch der Dow Jones Eurostoxx50. Zu beachten hat der Anleger, ob es sich hierbei um Endloszertifikate handelt, die ohne zeitliche Begrenzung weiterlaufen oder um zeitlich limitierte Zertifikate. Herausgeber sind in erster Linie Banken und da es sich um Schuldverschreibungen handelt, sollte man auf die Bonität der Bank achten. Geht die Bank pleite ist auch Ihr Geld weg. In Deutschland zwar relativ unwahrscheinlich, aber ein Blick auf das Ranking einer Bank kann nicht schaden.

Ein weiterer Aspekt ist die Währung, in der ein Indexzertifikat läuft. Bei außereuropäischen Indexzertifikaten nimmt man eventuell ein Währungsrisiko zusätzlich zur Marktentwicklung in Kauf. Hier stellt sich die Frage, ob man ein sogenanntes Quanto-Indexzertifikat kauft, um das Währungsrisiko, welches z.B. das Verhältnis Euro zu Dollar betreffen kann, auszuschließen. Quantozertifikate sind gewöhnlich teuerer, können insbesondere aber von Firmen gut genutzt werden, um sich gegen Währungsschwankungen abzusichern. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Indexzertifikaten ist die Unterscheidung zwischen einem Performance- oder einem Kursindex. Bei einem Performance-Index werden Dividenden und sonstige Erlöse in den Indexstand eingerechnet, so dass aufgrund dieser Zahlung der Performance-Index immer höher liegt als der reine Kursindex. Bei letzterem wird nur der Gesamtkurs der jeweiligen Aktien ohne sonstige Bezugsrechte einkalkuliert.

Welche Vorteile haben Indexzertifikate gegenüber Indexfonds? Indexzertifikate sind gewöhnlich nicht aktiv gemanagt, sondern bilden den jeweiligen Index im Verhältnis 1:1 nach. Sämtliche Aktien des jeweiligen Index sind hierin enthalten. Bei Indexfonds handelt es sich um gemanagte Fonds, bei denen Entscheidungen anfallen bezüglich der einzelnen Aktien und Werte und hierbei auch noch Fondsgebühren und Managementgebühren anfallen. Das Problem dieser Fonds ist häufig, dass sie nicht einmal den Index als solchen schlagen bzw. ein großer Teil dieser Indexfonds unterhalb der Indexentwicklung liegt. Dieses Problem taucht bei Indexzertifikaten nicht auf. Hier ist die Entwicklung immer 1:1, allerdings auch in Negativrichtung, wo die Indexfonds eventuell Eingriffsmöglichkeiten haben. Insgesamt eine attraktive Anlagemöglichkeit für Anleger, die direkt am Kapitalmarkt investieren möchten, eine Streuung des Risikos auf den Gesamtmarkt suchen, die sich aber der Verlustmöglichkeiten bewusst sind.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)

Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/13 at 05:08 AM
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