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Dienstag, Juni 24, 2008
Weiter mit der Gesundheitsreform: Wer erhält ab 2009 Geld zurück ??
rbw. “Wer’s glaubt, wir selig”, war einst eine freche Bemerkung auf eine unglaubwürdige Aussage. Jetzt also sollen ab 2009 gesetzliche Krankenkassen erstmals feste Zuweisungen aus dem neuen Gesundheitsfonds bekommen, deren unverbrauchte Reste zu Jahresabschluss, vielleicht gar durch sinkende Behandlungskosten, als “Gewinn” zu verstehen ist. Doch nur eine von zehn Kassen will solche Rest-Titel an ihre Versicherten auszahlen, denn die Gesundheitsreform ermöglicht ein solches Verfahren.
Doch wird bei den GKVen lieber in Zusatzleistungen investiert, um die Position im Wettbewerb zu stärken. Eine Studie der Kooperation Accenture/Uni Mannheim und Bayreuth zeigt, die Kassen wollen verhindern, dass ihre Mitgliederzahl an Geringverdienern steigt. Denn nur dann könne es zu Beitrags-Rückzahlungen kommen, so die Experte für Gesundheitswesen. Wahrlich ein “prekärer Grund”: Geringverdiener gelten als wirtschaftlich unattraktive Versicherte, da sie statistisch ein höheres Krankheitsrisiko haben.
Deshalb investieren sieben von zehn Kassen übrige Mittel lieber in Vorsorgeprogramme. Schließlich sei mehr Service entscheidend für die Wettbewerbsposition, so der Tenor bei 6 von 10 befragten Kassenpräsidenten. Leistungen und Service der Kassen, so die politische Haltung, müssten künftig besser auf die Versicherten zugeschnitten sein , um auch klarer vermarkten zu können. Ehrgeiziges Ziel: Kunden halten und neue gewinnen. Neben den Grund-Listungen werden dann auch Zusatzbeiträge entscheiden, wer sich als Versicherter wo und wie versichern will und lässt. Mit höheren Beitragen ist zu rechnen, wenn die GKVen durch die Reform weniger Mittel erhalten als benötigt. Versicherte mit höheren Einkommen stehen besser da. Jede zweite Kasse will die Beiträge als Pauschale erheben und nicht prozentual vom Einkommen.
Und auch auf die privaten Kassen wirkt die Gesundheitsreform, denn der Wettbewerb mit den Gesetzlichen wird härter. Denn eben diese dürfen seit dem 1. April 2007 Tarife für privatärztliche Leistungen anbieten. Das schafft für neun von zehn Private eine klare Tatsache: weniger Geschäft! Fünf von zehn gesetzlichen Kasse glauben, dass auch die Privaten durch die Gesundheitsreform geschwächt würden. Das Geschäftsfeld der privaten Krankenversicherungen werde eingeschränkt, und gleichzeitig zeige man sich unentschlossen, so der Gesundheitsökonom an der Uni Bayreuth. Neue Zielgruppen seien nicht geplant und auch Geschäft im Ausland seien nicht zu erkennen.
Als Szenario zeigt sich: eine von zwei Kassen begrüße es, dass das zweigeteilte Krankenversicherungs-System aufgehoben werde. Eine Chance für die Gesetzlichen also. Aber nur bei einer von 15 Privatkassen kann man sich vorstellen, dass sowohl gesetzliche wie private Kassen solidarische Grundversorgung und private Zusatzversicherungen anbieten. Für Versicherte mit bestimmten chronischen Leiden erhalten ab 2009 die gesetzlichen Kassen mehr Geld als Pauschalen. Dadurch kann den Kassen ein Plus bleiben, wenn es ihnen gelänge, die Kosten dadurch zu senken, indem günstige Bedingungen mit Kliniken und Pharma-Unternehmen für die eigenen Versicherten ausgehandelt würden. Eine klare Herausforderung für alle Beteiligten.
Posted by wob. on 06/24 at 04:56 PM
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Die Pflege von Demenzkranken wird finanziell besser gestellt
Ab dem 1. Juli ändert sich endlich etwas. Während früher nur Demenzkranke der Pflegestufe 1 oder höher Leistungen erhielten, wird der Kreis der Begünstigten nun erweitert. Während ein Demenzerkrankter bis dato noch einen zu erkennenden “erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf” braucht, um immerhin 460,- Euro pro Jahr anerkannt zu bekommen, ist ab 1. Juli die Änderung da. Dann ist die Anerkennung der Pflegestufe keine unerlässliche Voraussetzung mehr für die Bedarfszahlung, die dann auf 1.200,- bzw.2.400,- Euro pro Jahr steigt. Dann können bereits Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz Leistungen erhalten, wie der Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes Essen, Peter Pick zu der Änderung sagt. Demenzerkrankte, die heute bis dato die 460,- Euro pro Jahr erhalten, sind automatisch in die Erhöhung einbezogen und erhalten vom 1. Juli ab 100,- Euro monatlich. Nur bei einem höheren Betrag muss ein neuer Antrag gestellt werden.
Durch die Erhöhung wird auch endlich der Bedarf an Hilfe für Demenzerkrankte, die mit Einschränkungen noch an ihrem Alltag teilhaben können, erkannt. Auch wenn meiner Ansicht nach die neuen Leistungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind, so entlasten sie den Demenzerkrankten und auch seine Familie, die ja oft unentgeltlich die oftmals sehr aufwändige Pflege übernimmt, doch zumindest zum Teil.
Ob ein “erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf” vorliegt, wird von der Pflegekasse und dem Medizinischen Dienst gemeinsam entschieden. Der Betreuungsbedarf wird anhand eines Kriterienkatalogs mit 13 Punkten geprüft. Zu den Kriterien gehören wichtige Verhaltensweisen wie “Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs” oder zum Beispiel “Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen”. Gerade an dem zweiten Punkt können oft auch Angehörige oder Freunde die Demenzerkrankung eines Menschen im Anfangsstadium erkennen. Da wird der Herd nicht mehr ausgeschaltet (öfter, nicht einmal, so etwas kann immer passieren), oder der Erkrankte hat kein Gefühl mehr für Gefahr. Wichtig ist immer, genau hinzusehen und nach Änderungen im Verhalten Ausschau zu halten. Eine Demenzerkrankung ist keine Schande und man kann den Betroffenen das Leben sehr erleichtern, in dem man eben nicht wegsieht und das Geschehen verdrängt, sondern frühzeitig zum Arzt geht und mögliche Hilfsmaßnahme bespricht. Und eben auch, in dem man die finanziellen Hilfen in Anspruch nimmt, die zum Beispiel eine Kurzzeitpflege oder andere Betreuungsmöglichkeiten finanzieren können.
Posted by Christel on 06/24 at 11:21 AM
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Es lohnt sich, Immobiliendarlehen miteinander zu vergleichen
Wer kurz vor dem Kauf oder Bau einer Immobilie steht, sollte sich spätestens zu diesem Zeitpunkt um die Finanzierung seines Vorhabens kümmern. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass man sich auf jeden Fall an mehrere Kreditinstitute wendet und entsprechend viele Angebote einholt. Wer von einem Vergleich absieht, geht ein hohes Risiko ein: die Unterschiede, die zwischen den Finanzierungsangeboten der einzelnen Kreditinstitute bestehen, können teilweise ganz immens sein.
Dies trifft vor allem für die Zinssätze zu. Zwar mögen die Zinsunterschiede auf den ersten Blick nicht immer sehr groß wirken – weil es bei der Immobilienfinanzierung jedoch um hohe Beträge geht, können selbst geringste Zinsunterschiede zu mehreren tausend Euro an Zusatzkosten führen. Folglich ist es enorm wichtig, sich an eine größere Anzahl an Kreditinstituten zu wenden, um deren Konditionen in Erfahrung zu bringen.
Der Zinssatz ist aber nicht der einzige Grund, der für die Durchführung eines Vergleichs spricht. Eine gute Immobilienfinanzierung zeichnet sich nämlich auch dadurch aus, dass sie an die Bedürfnisse des Darlehensnehmers abgestimmt ist. In den meisten Fällen bedeutet dies, dass das Immobiliendarlehen ein hohes Maß an Flexibilität bieten sollte. Somit ist es möglich, die Finanzierung an sich ändernde Lebensumstände anzupassen – was vor allem in unserer heutigen, sehr schnelllebigen Zeit von enorm großer Hilfe ist.
Weil solch ein Vergleich einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann und sich nur die wenigsten Interessenten mit dem Thema Immobilienfinanzierung auskennen, kann jedem potentiellen Darlehensnehmer nur dazu geraten werden, sich frühzeitig auf die Suche nach der passenden Finanzierung zu begeben. Im Zweifelsfall ist es besser, zu allererst nach einer Finanzierung Ausschau zu halten und dann nach der passenden Immobilie zu suchen, als umgekehrt – schließlich ist es von großem Vorteil, wenn man über die eigenen finanziellen Möglichkeiten von Beginn an Bescheid weiß. Und wenn Sie Unterstützung brauchen, wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl der passenden Immobilien-Finanzierung.
Posted by Jochen on 06/24 at 10:09 AM
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Rekordjahr für den Gothaer Konzern
Zum fünften Mal in Folge konnte die Gothaer Versicherung ihr Konzernergebnis steigern. Mit 135 Millionen Euro weisen die Zahlen für 2007 12,5 Prozent mehr aus als im Vorjahr. Die Bruttobeiträge machten einen Sprung um 2,3 Prozent auf rund vier Milliarden Euro. Damit liegt das Unternehmen deutlich über dem Marktdurchschnitt von 0,8 Prozent. „Das Geschäftsjahr zeigt, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben“, zog der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Görg eine rundum positive Bilanz.
Lob gab es vor allem für den Vertrieb, der mit der Gothaer Konzeptberatung ein wirksames Tool zur qualitativen und kundengerechten Beratung nutze und dadurch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil habe. Die Ziele für das vergangene Jahr habe man allesamt erreicht: Die Beratungskompetenz sei weiter gestiegen, das Neukundengeschäft sehr gut gelaufen und die Vertriebsmannschaft erneut gewachsen. Das spiegele sich auch in der Bewertung durch ServiceRating wider. Der Außendienst erhielt ein „sehr gut“, basierend auf 91 Prozent zufriedener und 62 Prozent begeisterter Kunden.
Aufgeschlüsselt nach den einzelnen Unternehmen der Versicherungsgruppe, erwirtschaftete die Gothaer Allgemeine Versicherung AG ein Plus von 1,8 Prozent bei den Bruttobeiträgen. Als sehr erfolgreich hätten sich der Bereich technische Versicherungen sowie das gewerblich-industrielle Geschäft erwiesen. Das große Ziel sei die Marktführerschaft im Segment der erneuerbaren Energien, das einen Zuwachs von sechs Prozent verbuchen konnte. In Deutschland sei man mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent bereits die Nummer eins.
Deutlich zugelegt hat auch die Gothaer Lebensversicherung AG, insbesondere beim Neukundengeschäft mit 16,7 Prozent. Erreicht habe man eine Nettoverzinsung von rund 5,0 Prozent. Das Marktniveau bewege sich aktuell bei rund 4,6 Prozent. Den Erfolg führt die Gothaer auf die „konsequente Ausrichtung auf ganzheitliche Lösungskonzepte in der betrieblichen Altersversorgung“ zurück. Zum Dienstleistungsangebot in diesem Bereich gehöre unter anderem die Einrichtung von Zeitwertkonten, mit der man große wie kleine Unternehmen sowie die Redaktion von Öko-Test überzeugen konnte, die einen ersten Platz an die Gothaer vergab. Einen ähnlichen Weg schlägt die Gothaer Krankenversicherung AG ein, bei der sich die betriebliche Gesundheitsvorsorge mit ganzheitlichen Lösungspaketen zu einem wichtigen und zukunftsweisenden Geschäftsfeld entwickelt habe. Schwerpunkt der Asstel Gruppe als Direktversicherer des Konzern war im vergangenen Jahr die Kfz-Versicherung, von der 32.000 Policen mehr verkauft wurden als im Vorjahr.
In die Begeisterung angesichts des erfolgreichen Geschäftsjahres mischt sich bei der Gothaer allerdings auch ein wenig Enttäuschung, nachdem die Fusionsverhandlungen mit dem Schweizer Versicherungskonzern Baloise gescheitert sind. Gründe wurden nicht genannt, nur: Entscheidend für eine Fusion sei, dass positive Synergie-Effekte gemeinsam zeitnah realisiert würden. Schwierig werde es, wenn man dabei über viele Jahre blockiert sei. Grundsätzlich sei die Gothaer weiterhin bereit, Fusionsgespräche zu führen, habe sich aber auch alleine als wettbewerbsfähig erwiesen. Aktuell gebe es Überlegungen zum Kauf kleinerer Versicherungsbestände.
Posted by Andre on 06/24 at 05:52 AM
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