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Donnerstag, Juli 31, 2008

Baufinanzierung durch Fremdwährungskredite?

Anbieter von Fremdwährungskrediten versprechen wahre Wunder: Einen Kredit mit einer fremden Währung bekommt man nicht nur zu einem unglaublich niedrigen Zinssatz, z.B. 1,6 Prozent effektiver Jahreszins – es kann sogar passieren, dass sich die Schuld verkleinert. Wenn überhaupt, kann dies aber nur gelingen, wenn man sich mit den starken Schwankungen bei den Wechselkursen auskennt – und auf diese schnell reagieren kann.

Während in Österreich bereits ungefähr 25 Prozent aller Neubauten durch Fremdwährungskredite finanziert werden, starten Anbieter in Deutschland erst jetzt mit diesem neuen Angebot. Bei einem Fremdwährungskredit wird die Kreditsumme in Euro an den Kreditnehmer ausgezahlt. Zinsen und Tilgung werden vom Kreditnehmer ebenfalls in Euro bezahlt. Beim Kreditgeber – der Bank – wird das Kreditkonto aber in einer fremden Währung geführt – meistens ins Schweizer Franken oder japanischen Yen. Der Kreditnehmer hat seine Schulden also in einer fremden Währung – und nicht in Euro. Durch diese Konstruktion kann der Kredit von niedrigeren Zinsen des jeweiligen Landes profitieren. Schweiz und Japan sind für ihre niedrigen Leitzinsen bekannt, was sich ebenfalls in niedrigen Kreditzinsen niederschlägt. Vorteile eines Fremdwährungskredits sind also niedrigere Kreditzinsen als in Deutschland üblich und mögliche Währungsgewinne durch Veränderungen der Wechselkurse zwischen Euro und der Fremdwährung. Aber es gibt auch Nachteile.

Ein erhebliches Risiko ergibt sich aus dem Einstieg in die Welt der Devisen. Dieser Markt ist durch rasante Geschwindigkeiten und große Veränderungen gekennzeichnet. Man kann Verluste hier nur vermeiden, wenn man schnelle Währungswechsel vornehmen kann. Ansonsten kann der Fremdwährungskredit auch dazu führen, dass sich der Schuldendienst durch steigende Leitzinsen in der Fremdwährung erhöht. Dieses Risiko kann ein Privatmensch selten leisten. Der Kreditnehmer muss sich dabei also auf das aktive Währungs-Management seines Kreditgebers verlassen. Der Währungsmanager muss die Wechselkurse permanent im Auge behalten, um nachteilige Veränderungen zu erkennen und durch Währungsumschichtung zu vermeiden. Dadurch können höhere Kosten – auch durch Neueinrichtung eines Kontos in der weiteren Fremdwährung - entstehen. Allerdings lassen sich diese Risiken durch ein zusätzliches Hedge-Geschäft begrenzen, was sich natürlich negativ auf die Kosten des Kredits auswirkt.

Fazit: Eine Baufinanzierung durch einen Fremdwährungskredit bietet Chancen und Risiken. Man kann Geld sparen oder Geld verlieren. Wer sich darauf einlässt, sollte das Management niemals selbst übernehmen, weil es hier erfahrener Währungsspezialisten bedarf, die blitzschnell auf Veränderungen reagieren können. Wer mit dem Gedanken spielt, sollte sich den Kreditgeber ganz genau anschauen: Man sollte sich nur für einen Anbieter entscheiden, der über beweisbare Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt. Und auch dann sollte man sich im Klaren sein, dass es sich um eine spekulative Form der Baufinanzierung handelt. Und man sollte sich genau überlegen, ob man gerade eine solche Großinvestition, die die meisten Häuslebauer ja nur einmal im Leben tätigen, durch einen solchen „unruhigen“ Kredit finanzieren möchte. Man sollte auch dringend darauf achten, dass alle anfallenden Nebenkosten des Kredits im Kreditvertrag aufgeführt sind oder im Vorfeld genannt werden, da es anscheinend auch Anbieter gibt, die die tatsächlichen Kreditkosten nicht ausweisen, obwohl sie das eigentlich müssten. Also: Augen auf beim Fremdwährungskredit!

Posted by Thorsten on 07/31 at 08:47 AM
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Bauspar-Mittel fließen immer öfter in Modernisierungen

Immer mehr Bausparmittel werden von Verbrauchern nicht zum Erwerb bzw. zum Bau eines Eigenheims verwendet, sondern zu Modernisierungs- und Sanierungszwecken herangezogen. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall, einer der größten Vertreter der Branche, teilte mit, dass eine wachsende Zahl von Bausparern schon bei Abschluss der Verträge bauliche Maßnahmen an bereits im Besitz befindlichen Immobilien planten.

Grund für die stärkere Aktivität der Eigentümer ist nach Ansicht von Experten eine gestiegene Sensitivität im Hinblick auf die Energieeffizienz eines Gebäudes. Nicht nur die gesellschaftliche Debatte um CO2-Emissionen und deren schädliche Auswirkungen auf das Klima, sondern auch und gerade die explodierenden Kosten für Energie, besonders bei Öl und Gas, wecken bei vielen Hausbesitzern den Wunsch nach Maßnahmen, die zu einer Reduktion des Primärenergieverbrauchs führen.

Möglichkeiten dazu existieren viele: Neben einer Dämmung der Außenhülle des Gebäudes zur Reduktion des Transmissionswärmeverlustes kann der Einbau einer modernen Heizungsanlage viel zu geringeren Energiekosten beitragen. Auch die Installation von Holzpellet-Anlagen ist möglich, wodurch die Versorgung mit Heizungstechnik nicht nur günstig, sondern darüber hinaus auch unabhängig von den weiteren Entwicklungen an den Energiemärkten ist.

Eine weitere populäre Möglichkeit zur Senkung der Betriebskosten einer Immobilie ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, mit der Strom produziert und ins Versorgungsnetz eingespeist werden kann. Durch die staatlich garantierte Abnahme der gesamten Produktion zu Festpreisen lässt sich ein Profit erzielen, mit dem andere Belastungen ausgeglichen werden können.

Die Entwicklung der Energiepreise und der insgesamt rein zyklisch bedingt wachsende Modernisierungsbedarf des Immobilienbestands in der Bundesrepublik werden auch in Zukunft viele Bausparer zu einer Verwendung ihrer Verträge zu baulichen Maßnahmen am Eigenheim motivieren.

Posted by Gerald on 07/31 at 06:33 AM
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Continentale belohnt Selbstzahler

Die Continentale Krankenversicherung will Kostenbewusstsein und Eigenleistungen der Versicherten in Zukunft stärker honorieren und beschloss die Einführung einer leistungsabhängigen Beitragsrückerstattung auch im Tarif „Economy“. In diesem Jahr erstattete die Assekuranz rund 45,4 Millionen Euro an erfolgsabhängigen Rückzahlungen an rund 70.000 Mitglieder. Zusammen mit der garantierten Pauschalleistung wurden 86,5 Millionen Euro an 184.000 leistungsfreie Mitglieder erstattet. Nach Angaben des Unternehmens können Mitglieder, die in einem Kalenderjahr keine Rechnung einreichen, damit in Zukunft auch im Economy Tarif bis zu sechs Monatsbeiträge zurückerhalten und damit die Kosten ihrer Gesundheitsversorgung deutlich reduzieren. Belohnt werden durch ein derartiges Anreizsystem Versicherte, die kleinere Rechnungen selbst bezahlen und nicht an ihre Assekuranz weiterreichen. Durch die Maßnahmen sollen die Ausgaben des Versicherers insgesamt gesenkt werden, wodurch die Beiträge auch in Zukunft stabil gehalten oder sogar gesenkt werden können.

Die Continentale beschäftigt insgesamt rund 3000 Mitarbeiter im Innendienst und kooperiert darüber hinaus mit rund 8000 Vermittlern im Außendienst. Das Unternehmen legt dabei eigenen Angaben zufolge besonderen Wert auf eine hohe Qualifikation der Angestellten und schult Vertriebspartner gesondert.

Die Assekuranz ist neben dem Bereich der privaten Krankenversicherung auch im Markt für Lebens-, Sach- und KFZ-Versicherungen tätig und kooperiert dabei mit sieben verschiedenen anderen Finanzdienstleistern, die alle zum Verbund gehören, unter anderem mit der Europa-Versicherung. Insgesamt werden so in Deutschland rund 4,6 Millionen Versicherte betreut; die Summe der Beitragseinnahmen beläuft sich auf rund 2,4 Milliarden, womit die Continentale und ihre Partner zu den großen auf dem deutschen Markt tätigen Assekuranzen zählen.

Posted by Stefan on 07/31 at 06:32 AM
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CosmosDirekt bei Berufsunfähigkeit spitze

Die Stiftung Warentest hat den Berufsunfähigkeitsschutz der CosmosDirekt zum wiederholten Male mit „sehr gut“ bewertet. Überzeugt hat die Tester das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis des Comfortschutzes, der eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer minimalen Risikolebensversicherung kombiniert und dabei für männliche Versicherte unter den mit Bestnote bewerteten Policen den günstigsten Schutz bietet.

Der Direktversicherer gewährleistet im Bereich der Berufsunfähigkeit den Basisschutz und den erweiterten Comfortschutz. Letzterer bietet gegenüber dem Basistarif den Verzicht auf die abstrakte Verweisbarkeit, einen auf sechs Monate verkürzten Prognosezeitraum, eine vollständige rückwirkende Anerkennung sowie eine Nachversicherungsgarantie, die eine Anpassung der im Vertrag vereinbarten Rente auch ohne neuerliche Gesundheitsprüfung ermöglicht.

Der Comfortschutz ist damit nach Aussage des Unternehmens ein umfassender Vorsorgeblock gegen die Berufsunfähigkeit und reicht als Versicherung in diesem Bereich aus. Ein 25jähriger Mann, der kaufmännisch tätig ist und eine bis zum 60. Lebensjahr laufende Police im Comforttarif abschließt, muss für eine BU-Rente in Höhe von 1500 Euro monatlich einen Beitrag von rund 230 Euro im Jahr bezahlen.

CosmosDirekt bietet seit Kurzem einen Tarif für Berufseinsteiger an, der sich im Hinblick auf die zu entrichtenden Prämien der Einkommenssituation in jungen Jahren anpasst: Zu Beginn der Vertragslaufzeit sind die Prämien niedrig; im Zeitverlauf findet dann eine intervallmäßige Anhebung statt. Die Assekuranz sieht in dem Modell eine erstklassige Möglichkeit für junge Versicherte, auch bei einem altersbedingt noch geringen Einkommen bereits über einen erstklassigen Versicherungsschutz zu verfügen und existenzielle Lebensrisiken abzusichern. CosmosDirekt vertreibt seine Produkte ausschließlich über das Internet und via Telefon.

Posted by Stefan on 07/31 at 06:30 AM
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Spielekonsole beschert Versicherungen viel Arbeit

Das war sicher nicht im Sinne des Erfinders: Die Spielekonsole Wii von Nintendo steht aktuell gleich in zwei Statistiken ganz weit vorne. Zum einen beim Verkauf, was auch so gewollt ist. Zum anderen bei den Versicherungen als Auslöser für Schäden an Leib und Einrichtung. Für die Hausrat- und Haftpflichtversicherungen entwickelt sich das interaktive Spielzeug immer mehr zum Kostenfaktor. Insbesondere Wii Fit hat es offensichtlich in sich. Einmal in Fahrt, sind viele nicht mehr zu stoppen. Da geht auch schon mal der 32-Zoll-Flachbildfernseher zu Bruch, weil der Controller mit Schmackes durch die Luft gewirbelt wird.

Zwar gibt es Sicherheitsweise und wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man doch bitte die Handschlaufen nutzen möge. Daran halten sich allerdings die wenigsten. Das Versicherungsunternehmen „Sheilas´s Wheels“, spezialisiert auf Auto- und Hausratversicherungen für Frauen, hat nun eine Studie veröffentlicht. Die sportbegeisterten Damen schaffen es nicht nur, ein paar Kilo zu verlieren. Sie werfen Regale um, reißen Lampen von der Decke, treten die Katze im Eifer des Gefechts im hohen Bogen durch die Wohnstube und verletzen sich beim Zusammenstoß mit den Möbeln. Der Schaden, der alleine 2007 in England entstand, lag bei 20 Millionen Pfund, rund 25 Millionen Euro.

In Deutschland gehören solche Unfälle laut Aussage von Nintendo noch nicht zur Tagesordnung. Mal abwarten, ob die Frauen hierzulande auch zukünftig koordinierter mit der Konsole und ihren Möglichkeiten umgehen. Was sich in Englands Häusern und Wohnungen so abspielt, gehört inzwischen schon zu den Rennern auf diversen Video-Seiten wie YouTube. An Nachschub wird es nicht mangeln. Jede fünfte Frau hat sich bereits beim Training mit Wii verletzt. Für dieses Jahr geht die Versicherung davon aus, dass die Schäden noch zunehmen werden. Ein Gutes hat es ja: Statt nur Couchpotato sind viele jetzt Wii fit.

Posted by Andre on 07/31 at 05:29 AM
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USA: Deutsche Form der Baufinanzierung wird zum Vorbild

Schon seit vielen Jahrzehnten wurde das deutsche System der Immobilienfinanzierung von zahlreichen ausländischen Banken belächelt und teilweise sogar verachtet. Grund ist die Komplexität, die es mit sich bringt. Sowohl die gesetzlichen Vorschriften wie auch die Sicherheitsorientierung der hiesigen Kreditinstitute sind einzigartig. Aufgrund einer vergleichsweise hohen Komplexität haben viele Banken den Deutschen Markt gemieden.

Doch während die Immobilienfinanzierer in anderen Ländern, insbesondere in den USA, Großbritannien und auch Spanien mit immensen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, stehen sowohl die deutschen Kreditinstitute wie auch die privaten Hauseigentümer bestens da: Von einer Immobilienkrise kann keine Rede sein – ganz im Gegenteil zu den genannten Ländern. Vor allem in den USA hat es die Verbraucher bzw. die privaten Hausbesitzer äußerst schwer getroffen: Etliche Darlehensnehmer sind nicht mehr in der Lage, die Raten für ihre Immobiliendarlehen aufzubringen und müssen deshalb den Verlust ihres gesamten Hab und Guts befürchten.

Das amerikanische Unternehmen RealtyTrac bietet diverse Immobiliendienstleistungen an und ist unter anderem auf die Auswertung von Zwangsversteigerungen spezialisiert. Allein im zweiten Quartal dieses Jahres sollten laut RealtyTrac mehr als 740.000 private Immobilien versteigert oder darauf vorbereitet werden. Experten rechnen damit, dass in diesem Jahr knapp 2 Mio. Häuser im US-Markt unter den Hammer kommen.

Um die Finanzkrise in den Griff zu bekommen, arbeitet der US-Finanzminister Henry Paulson derzeit an einem Konzept, welches für mehr finanzielle Stabilität sorgen soll. Hierbei orientiert er sich vor allem am europäischen bzw. am deutschen Hypothekenmarkt. Damit die US-Hypothekenfinanzierer kein zweites Mal immense Milliardenbeträge an den Kapitalmärkten verlieren, sollen die Darlehen zukünftig über Pfandbriefe besichert werden – beim Pfandbrief handelt es sich um ein Wertpapier, dass schon kurz vor dem Aussterben stand und fast ausschließlich in Deutschland noch genutzt wurde.

Diese Entwicklung zeigt einmal mehr auf, wie der deutsche Immobilienmarkt im Vergleich zu anderen Ländern da steht. Für die unzähligen Menschen, die ihre Immobilien bereits verloren haben, kommt diese Hilfe jedoch zu spät. Außerdem geht es Henry Paulson weniger darum, die Verbraucher zu schützen, sondern die amerikanischen Finanzinstitute gegen erneute Verluste abzusichern.

Posted by Jochen on 07/31 at 05:08 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Mittwoch, Juli 30, 2008

Rauchverbot gekippt – Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt

Am heutigen Mittwoch hat das in Karlsruhe ansässige Bundesverfassungsgericht eine Stellungnahme zum Rauchverbot abgegeben. Und dabei erklärt:  Die Rauchverbote in Berlin und Baden-Württemberg sind nicht verfassungskonform und damit verfassungswidrig. Ein Diskothekenbesitzer und zwei Kneipenwirte hatten geklagt und heute wurde ihnen nun in Karlsruhe Recht gegeben. Das Urteil gilt zwar nur für die entsprechenden Rauchverbote in den beiden genannten Bundesländern, setzt jedoch auch ein klares Signal für die anderen Länder, in denen ähnliche Richtlinien gelten.

Noch bleiben die geltenden Regelungen in Kraft, bis Ende des nächsten Jahres muss jedoch eine Neuregelung her. Einen wesentlichen Einschnitt gibt es jedoch ab sofort: In Trinkkneipen mit nur einem Raum und weniger als 75 Quadratmetern Fläche darf wieder geraucht werden. Nur: Die Trinkkneipe muss auch wirklich eine reine Trinkkneipe sein und Personen unter 18 Jahren dürfen keinen Zutritt haben. Ob dies umsetzbar ist, bleibt in Frage zu stellen. Aber es wurde eben Recht gesprochen.

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Hans-Jürgen Papier, sagte bei der Urteilsverkündung: “Denn der Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren - wozu der Gesetzgeber auch das Passivrauchen zählen darf - ist ein überragend wichtiges Gemeinschaftsgut”, womit er klar stellt, dass sogar ein gänzliches Rauchverbot in Lokalen denkbar wäre. Dennoch sind durch die momentan in Baden-Württemberg und Berlin geltenden Regelungen die Kleingastronomen im Nachteil, da sie dadurch besonders stark wirtschaftlich belastet werden. Deshalb müssten für „Eckkneipen“ Ausnahmeregelungen her. Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichtes entschied deshalb heute: Durch die bestehenden Richtlinien werde die Berufsfreiheit der drei Beschwerdeführer verletzt.

Es ist kein gesundheitsförderliches Urteil, das ist eindeutig. Aber es wird zu einer Neuregelung des Nichtraucherschutzes in Deutschland führen, das ist absehbar. Nun müssen überall andere Regelungen her, nicht nur in Baden-Württemberg und Berlin, sonst wird es gleich die nächsten Beschwerden hageln wegen des Rauchverbots. Es wird sich zeigen, was das Ende des nächsten Jahres für neue Regelungen mit sich bringen wird. Vielleicht wird es dann auch zu einer Einigung auf Bundesebene, und nicht nur, wie bisher, auf Länderebene geben.

Posted by Christel on 07/30 at 11:13 AM
Gesundheit • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Geldmarktfonds – auf der Spielwiese der Banken

Geldmarktfonds wurden relativ spät in Deutschland zugelassen. Erst 1994 wurden sie hierzulande anerkannt. Wobei es zuvor schon geldmarktnahe Fonds gegeben hat. Was sind Geldmarktfonds überhaupt? Es sind Fonds, die in den Geldmarkt in relativ kurzfristige Wertpapiere wie Anleihen, Schulddarlehen und Termingelder mit sehr kurzer Laufzeit, zumeist unter zwölf Monaten, investieren. Durch diese Fonds hat der Anleger die Möglichkeit, am großen Rad des Geldmarktes mitzudrehen, da sich hier meistens nur Banken, institutionelle Anleger und die EZB tummeln. Insofern kann auch der Kleinanleger in diesen Markt einsteigen. Als Vorteil dieser Fonds wird hervorgehoben, dass sie eine attraktive Rendite einbringen, höher als Sparbuchniveau, die Ausgabeaufschläge nicht völlig überzogen sind und man relativ schnell wieder an sein Geld herankommt. Der Aspekt der Liquidität ist insofern hoch.

Vergessen wird bei dem vielfachen Hinweis auf die Sicherheit, dass Geldmarktfonds auch in Fremdwährungen anlegen. Da kann es richtig wackelig werden. Wenn, wie in der Vergangenheit, der Dollar massiv gegenüber dem Euro sinkt und ein solcher Geldmarktfonds sich gerade im Dollarraum tummelt, dann bricht sein Wert um zehn Prozent ein, rein aufgrund der Währungsdifferenzen. Insofern ist die Mär von der garantierten Sicherheit nicht einfach so zu glauben. Wenn man dazu noch betrachtet, dass die Tagesgeldzinsen mittlerweile auf einem Niveau zwischen vier und fünf Prozent angekommen sind, fragt sich der aufgeklärte Anleger, welchen überzeugenden Grund es noch geben kann, in einen Geldmarktfonds zu investieren. Denn die Tagesgeldkonten bringen in der Regel das Gleiche oder mehr. Die Einlagensicherung ist bis zu einer bestimmten Höhe immer gegeben. Es gibt keine Ausgabeaufschläge, keine Managementverwaltung etc. und der Anleger kann über sein Geld völlig liquide verfügen. Aber manche lieben nach wie vor die seit 1994 in Deutschland zugelassenen Geldmarktfonds. Vielleicht fühlt man sich dann den Großbanken doch ein wenig näher.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater.)

Posted by Uwe on 07/30 at 07:52 AM
Geldanlage • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Pflanzenentfernung im Garten steuerlich geltend machen

Die Kosten für die Entfernung von Pflanzen im Garten eines Eigenheimes, die in ursächlichem Zusammenhang mit allergischen Beschwerden gravierender Natur stehen, können unter bestimmten Bedingungen steuerlich geltend gemacht und als Krankheitskosten abgesetzt werden. Wie der Infodienst der LBS Recht und Steuern mitteilte, entschied das Finanzgericht Düsseldorf zugunsten eines Klägers, dessen Tochter stark allergisch auf die Birken in seinem Garten reagierte. Der Kläger beauftrage daraufhin eine Gartenbaufirma mit der Entfernung der Pflanzen und reichte die Rechnung über einen Betrag von insgesamt 7000 Euro bei seinem zuständigen Finanzamt ein. Dieses verweigerte zunächst die Anerkennung, worauf ein Einspruch gegen den Steuerbescheid und das anschließende Gerichtsverfahren folgten.

Die Richter ließen sich von der Auffassung des Klägers überzeugen und sprachen ihm Recht zu; der Kostenblock darf somit in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden. Problematisch im vorliegenden Fall war der Umstand, dass seitens der klagenden Partei nicht im Vorfeld der Maßnahme ein amtsärztliches Attest eingeholt worden war, was grundsätzlich für eine richterliche Anerkennung von Nöten ist. Die im Verfahren vernommene Sachverständige legte allerdings zugunsten des Klägers glaubhaft dar, dass zwischen den gesundheitlichen Beschwerden der Tochter und dem Birkenbestand im Garten ein ursächlicher und darüber hinaus eindeutiger Zusammenhang bestand.

Experten raten trotz des für den Kläger günstigen Urteils unbedingt dazu, im Falle von geplanten Maßnahmen der beschriebenen Art schon im Vorfeld ein amtsärztliches Gutachten einzuholen und sich so Sicherheit im Bezug auf die Anerkennung der entstehenden Kosten zu verschaffen. Weiterhin sollte auf der Rechnung der beauftragten Gartenbaufirma eindeutig ersichtlich sein, dass die erbrachten und berechneten Leistungen in ausschließlichem Zusammenhang mit den gesundheitlichen Erfordernissen stehen.

Posted by Stefan on 07/30 at 07:34 AM
Recht & Ordnung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Kindergeburtstag: Eltern haften nicht nur für ihre Kinder

Ein Kindergeburtstag mit vielen eingeladenen Gästen ist nicht nur mit viel Stress für die Eltern des Geburtstagskindes verbunden, sondern versteht sich für diese darüber hinaus auch mit der Übernahme der Verantwortung für die anderen anwesenden Kinder. Das Infocenter der R+V-Versicherung meldet, dass im Falle eines Unfalls oder einem durch eines der Kinder an Dritten verursachten Schadens die Gastgeber-Eltern haften. Ob dabei die Aufsichtspflicht verletzt wurde, muss dann im Einzelfall entschieden werden – ist dies der Fall, drohen im schlimmsten Fall ernste Konsequenzen.

Nach Aussage der Experten der R+V stellt die Einladung zu einem Kindergeburtstag – ganz gleich, ob sie auf schriftlichem oder mündlichem Wege erfolgte – eine vertragliche Vereinbarung zur Übernahme der Aufsicht über die auf der Veranstaltung anwesenden Kinder dar.

Um die Aufsichtspflicht nicht durch grob fahrlässiges Verhalten zu gefährden, empfehlen Experten, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen und sich Unterstützung durch andere anwesende Erwachsene zu holen. Ein Besuch beispielsweise eines Schwimmbades kann so sicherer gestaltet werden. Die Anwesenheit eines Bademeisters entbindet dabei die Eltern – so die Fachleute explizit – keineswegs von ihrer gesetzlichen Aufsichtspflicht.

Je gefährlicher die am Kindergeburtstag geplante Aktivität ist, desto mehr Vorsicht sollten verantwortliche und verantwortungsbewusste Eltern nach Meinung der Fachleute walten lassen. Neben zur Hilfe herangezogenen dritten Personen kann dabei eine Unterteilung der Gruppe oder auch eine Begrenzung der insgesamt eingeladenen Personen hilfreich sein. Auch die Nachfrage bei den Eltern der Gäste nach der Eignung der geplanten Aktivitäten für das jeweilige Kind ist sinnvoll.

Posted by Gerald on 07/30 at 07:33 AM
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CSS mit Bestnoten

Der Schweizer Versicherer CSS AG hat in den Mai- und Juni-Ausgaben der Öko-Test mit Bestnoten für die angebotenen Zusatzversicherungen abgeschnitten. Untersucht wurden insgesamt 688 Policen unterschiedlicher Anbieter in den Bereichen der stationären sowie ambulanten Behandlung sowie der Zahnzusatzversicherung. Dabei belegte die CSS bei der ambulanten Zusatzversicherung den ersten Rang mit den Bausteinen Heilpraktiker und Gesundheit Plus. Ebenso führend war die Assekuranz im stationären Segment: Der erste Rang ging an die CSS.clinic2-Police.

Im Bereich der Zahnzusatzversicherungen wurde mit dem Tarif CSS.flexi immerhin der zweite Rang erreicht. In dem von den Testern zugrunde gelegten Modell erstattet die CSS mit mehr als 2700 Euro den höchsten Betrag aller verglichenen Assekuranzen. Patienten, die regelmäßige Prophylaxe pflegen, sind in dem Tarif nach Angaben der CSS gut aufgehoben: Wer einen regelmäßigen Kontrollbesuch beim Zahnersatz vorweisen kann, erhält 90 Prozent der Kosten für Implantate, Brücken, Inlays, Kronen und Stiftzähne erstattet.

Die Zahnzusatzversicherung hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen, da im Zuge der Gesundheitsreform der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung massiv eingeschränkt wurde, um Kosten zu sparen und die Lohnnebenkosten zu senken. Auch andere Zusatzpolicen erfreuen sich einer steigenden Popularität; der Bundesverband der privaten Krankenversicherer meldet, dass insgesamt fast zwanzig Millionen Policen bestehen und den Basisschutz der gesetzlichen Krankenversicherung erweitern.

Zusatztarife müssen von Versicherten allein bezahlt werden; eine paritätische Beteiligung des Arbeitgebers wie in der GKV ist nicht vorgesehen. Die Kosten können allerdings in der Regel steuerlich im Rahmen des Sonderausgabenabzugs geltend gemacht werden.

Posted by Stefan on 07/30 at 07:28 AM
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Versicherungen für den Berufsstart

Am Freitag starten viele Jugendliche ins Berufsleben. Mit dem 1. August beginnt für sie ein völlig neuer Lebensabschnitt, der auch versicherungstechnisch organisiert sein will. Als Klientel sind die Schulabgänger für Versicherungsgesellschaften Gold wert. Ob nun per Post, Telefon oder durch den persönlichen Besuch eines Vertreters wird die junge Kundschaft mit Informationen, Ratschlägen und Tipps überhäuft. Schaden kann es nicht, denn das Informationsbedürfnis gerade bei Berufseinsteigern ist weitaus größer als bei „alten Hasen“. Nur sollte man sich nicht zu jeder Police beschwatzen lassen. Eines nach dem anderen oder Wichtiges zuerst sollte die Devise lauten.

Die Verbraucherzentrale Hessen und auch der Bund der Versicherten (BdV) haben sich daher die Mühe gemacht und Broschüren aufgelegt, die sich speziell an junge Menschen richten, die ihr erstes eigenes Geld verdienen. Thematisiert wird in den Heften ein breites Feld an Möglichkeiten, sich abzusichern. Angefangen bei der Krankenversicherung, die für jeden Pflicht ist, über die private Haftpflichtversicherung, die bis zum Ende der Ausbildung noch über die Eltern läuft, die Hausratversicherung, die nur bei einem eigenen Hausstand Sinn macht, die Kfz-Versicherung, die Rechtsschutzversicherung, die auch in jungen Jahren schon nützlich sein kann, und natürlich die Altersvorsorge. Hierzu heißt es beim Bund der Versicherten: „Damit kannst Du gar nicht früh genug beginnen.“

Wichtiger als eine private Rentenversicherung – beispielsweise in Form der Riester-Rente – stufen sowohl die Verbraucherschützer als auch der Bund der Versicherten jedoch die Berufsunfähigkeitsversicherung ein. Sie wird von allen Seiten als absolutes Muss bezeichnet und sollte direkt zu Ausbildungsbeginn abgeschlossen werden. Noch besser sei es, so der BdV, schon während der Schulzeit Vorsorge zu treffen, sollte man später aus gesundheitlichen Gründen einmal nicht mehr in der Lage sein, die Lehre zu beginnen oder sie zu beenden. Der Vorteil, schon früh den Vertrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu unterzeichnen, liegt in den niedrigeren Beiträgen. Wie bei allen Policen gilt: Das Kleingedruckte sehr genau lesen, um später im Ernstfall nicht leer auszugehen.

Posted by Andre on 07/30 at 05:37 AM
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Direktbanken: Erste Institute eröffnen Filialen

Im Bereich der Baufinanzierung zählen die Direktbanken zu den mit Abstand besten Anbietern. Es ist vor allem der große Zinsvorteil, der etliche Menschen die Entscheidung treffen lässt, ihre Immobilien über einen Direktanbieter zu finanzieren. Auf der anderen Seite scheuen aber auch viele Menschen vor dem Vertragsabschluss mit einer Direktbank zurück: Grund ist die fehlende Möglichkeit, eine persönliche Beratung vor Ort in Anspruch nehmen zu können. Deshalb werden immer noch vergleichsweise viele Immobiliendarlehen bei den Hausbanken abgeschlossen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, gehen zunehmend mehr Direktfinanzierer dazu über, auf den Filialvertrieb zu setzen. Hierzu zählt beispielsweise die comdirect Bank, die seit Anfang des Jahres im Baufinanzierungsgeschäft tätig ist und angekündigt hat, noch in diesem Jahr mehrere Filialen zu eröffnen. Wenn man es genau betrachtet, ist diese Vorgehensweise das genaue Gegenteil dessen, was die Direktbanken mit ihrem Geschäftsmodell verfolgen: Der Betrieb einer schlanken und kosteneffizienten Bank, um mit erstklassigen Konditionen aufwarten zu können.

Dennoch ist davon auszugehen, dass diese Direktbanken weiterhin zu den Top-Anbietern gehören werden. Es ist nämlich keinesfalls so, dass sie große Filialnetze planen. Im Gegenteil: Die Institute, die eine persönliche Vor-Ort-Betreuung anbieten möchten, werden dies nur an ausgewählten Standorten tun. Somit werden sie ausschließlich an Standorten präsent sein, die im Einzugsgebiete vieler Menschen liegen. Der Baugeldvermittler Interhyp hat diese Strategie bereits erfolgreich vorgemacht: Die Vermittler sind in ca. 20 Großstädten präsent und befinden sich somit in der Lage, nahezu allen Käufern und Bauherren eine persönliche Beratung anzubieten. Zwar wohnen längst nicht alle potentiellen Kunden in den Großstädten – doch wenn es um eine Baufinanzierung geht, sind viele Menschen dazu bereit, eine etwas längere Anfahrt in Kauf zu nehmen.

Posted by Jochen on 07/30 at 05:15 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Dienstag, Juli 29, 2008

Bauträger muss Zeitplan vorlegen

Gerät ein Bauträger bei der Erstellung eines Objektes für einen Kunden in zeitlichen Verzug und mahnt der Kunde diesen Mangel schriftlich unter Fristsetzung ab, muss der Bauträger seinem Auftraggeber nach Möglichkeit binnen einer Woche einen schriftlichen Zeitplan vorlegen, der detailliert Information darüber gibt, wie lange der Bauprozess unter Ausnutzung aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten noch dauern wird. Dies meldet der Service „Recht und Steuern“ der LBS unter Berufung auf den Zivilsenat des OLG Hamm.

Der Bauträger müsse im Falle des Verzugs bei der Aufstellung eines Zeitplanes auch Doppelschichten, Sonntagsarbeit sowie Mehrbesetzung einkalkulieren. Für Bauträger wird damit die pünktliche Fertigstellung eines Bauvorhabens umso wichtiger: Im zugrunde liegenden Fall stritten ein Auftraggeber und das ausführende Bauunternehmen um ein in Dresden zu erstellendes Objekt am Elbufer, das einen Gegenwert von 700.000 Euro verzeichnen sollte. Durch Verzögerungen im Bauprozess kam es zu Streitigkeiten zwischen den involvierten Parteien; die Auseinandersetzung endete schließlich vor Gericht.

Für Bauherren ist ein zeitlicher Verzug oft mit gravierenden Kosten verbunden. Durch den verlängerten Prozess bis zur endgültigen Fertigstellung verteuert sich die Finanzierung durch die darlehensgebende Bank oft erheblich; zusätzlich sind Aufschläge für verschiedene Versicherungspolicen, wie beispielsweise die Rohbauversicherung, zu leisten. Bei signifikanten Verzögerungen sind auch Schwierigkeiten mit dem involvierten Kreditinstitut denkbar, das sein Engagement einem gestiegenen Risiko ausgesetzt sieht. Die rasche Reaktion auf eine etwaige Rückfrage der Bank in Verbindung mit einem detaillierten und verbindlichen Zeitplan seitens des Bauträgers ist für Bauherren aus diesem Grunde ratsam.

Posted by Stefan on 07/29 at 07:29 AM
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2009 kein Krankentagegeld für Selbstständige

Die Gesundheitsreform bringt für freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte selbstständig Tätige eine schmerzliche Neuerung mit: Ab dem nächsten Jahr entfällt der Anspruch auf Krankentagegeld. Für Unternehmer, die keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhalten wie es bei Angestellten der Fall ist, kann dies mitunter eine existenzielle Bedrohung bedeuten.

Selbstständige können künftig nur noch dann in den Genuss der finanziellen Absicherung für den Krankheitsfall gelangen, wenn sie sich für einen Wahltarif der GKV entscheiden. In einem solchen muss mindestens für drei Jahre verweilt werden; ein Sonderkündigungsrecht im Falle einer Beitragsanpassung besteht nicht. Auch der Wechsel in eine private Assekuranz ist während dieser Zeit ausgeschlossen.

Private Krankenversicherungen bieten Selbstständigen die Möglichkeit, einen speziellen Tarif abzuschließen, der ausschließlich die Entgeltsicherung im Krankheitsfall garantiert. Die Central Krankenversicherung mit Sitz in Köln beispielsweise bietet eine Police an, die eine Zahlung bei krankheitsbedingtem Ausfall ab der vierten Woche bzw. im Falle eines stationären Aufenthaltes bereits ab dem achten Tag beinhaltet. Mit einer solchen Versicherung lassen sich existenzielle Risiken auch in Zukunft absichern.

Die Kosten derartigen Versicherungsschutzes lassen sich in voller Höhe steuerlich geltend machen und fallen damit unter dem Strich moderat aus. Alternativ zu den Spezialtarifen können freiwillig Versicherte auch eine Vollkostenversicherung abschließen. Hier sind allerdings umfangreichere Überlegungen notwendig; für ältere Versicherungsnehmer beispielsweise lohnt sich der Wechsel oft nicht.

Einen Versicherungsschutz für den Krankheitsfall gänzlich außer Acht zu lassen, halten Experten in jedem Fall für fahrlässig. Bei einer gravierenden Erkrankung, die eine mehrmonatige Arbeitsunfähigkeit nach sich zieht, kann die wirtschaftliche Existenz vernichtend in Mitleidenschaft gezogen werden.

Posted by Gerald on 07/29 at 07:28 AM
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