Advanced Search

Juli 2008
S M T W T F S
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    

Syndication


Partnerseiten
Impressum
Kontakt
Sitemap
AGB

Freitag, Juli 18, 2008

Die Olympischen Smog-Spiele 2008 – zweiter Teil

Es gibt Dinge, die kann man sich wohl in der westlichen Welt einfach nicht vorstellen. Stilllegung von Fabriken auf staatlichen Befehl hin? Produktionsstop, weil die Regierung es verlangt, und das gleich bei mehreren hundert Fabriken? In China ist alles anders. Ganz besonders in Peking, das von manchen auch als die Smog-Hauptstadt der Welt bezeichnet wird. Da setzt die Regierung einfach so manchem Unternehmen die Entscheidung vor die Nase und gut ist. Der Industriestandort Langfang, der eine gute Autostunde von der chinesischen Hauptstadt entfernt liegt, ist wichtig, auch für deutsche Unternehmen. Vor kurzem haben 86 dort ansässige Betriebe die Nachricht erhalten, dass sie in der Zeit vom 15. Juli bis zum Ende des Monats September ihre Produktion einzustellen hätten. Von den 86 Unternehmen sind sechs deutsche Unternehmen, die dort produzieren. In der ganzen Gegend um Peking sind mehr als 1.100 Betriebe von einem Produktionsstop betroffen, in der Mehrzahl innerländische, das heißt chinesische Betriebe, aber auch Unternehmen aus Korea, Japan, Dänemark, Schweden und eben auch aus Deutschland.

Die deutschen Unternehmen haben zwischenzeitlich ihre Geschütze aufgefahren und verkündet, dass sie sowohl juristische wie auch politische Wege suchen würden, um die Produktionsstop nicht durchführen zu müssen. Inzwischen haben sie es geschafft, Ausnahmegenehmigungen für diese Zeit zu erhalten und die Produktion weiterfahren zu können. Warum dies nun möglich war, kann keiner so richtig sagen. Vielleicht aber ist China verstärkt die Wichtigkeit des Ansehens im Rest der Welt wichtig geworden. Smog ist dort ein Problem, das sich sicher nicht mit dem Eindämmen oder Stoppen der Produktion einiger Betriebe eindämmen lässt. Es erfordert eine neue Umweltgesetzgebung und geänderte Maßstäbe. Hiervon ist China jedoch, wie es scheint, noch weit entfernt.

Wie wir bereits im Teil Eins der Olympischen Smog-Spiele 2008 berichtet haben, wurde bei allen Planungen nicht an die Gesundheit der Sportler gedacht. Hoffen wir, dass die Athleten aus aller Welt gut durch die Sommerspiele dieses Jahres kommen, trotz Smog. Die gemessenen Durchschnittswerte der Feinstaubbelastung in Peking sind auf jeden Fall sieben Mal höher als die Werte, welche die WHO, die Weltgesundheitsorganisation als Maßstab ausgegeben hat. Die chinesische Regierung in Peking wollte nun wohl eine Schönheitskorrektur betreiben durch den staatlich verordneten Zwangsproduktionsstop. Doch die Uhren ticken in der Welt nicht so, wie China es nur zu oft gerne haben möchte. Schon gar nicht in der auf dem globalen Finanzmarkt, wo ganz andere Gesetze herrschen. Was nun als Nächstes kommen wird seitens der Regierung ist nicht absehbar. Sicher ist nur, dass die Olympischen Sommerspiele 2008 in der Zeit vom 8. August bis zum 24. August stattfinden werden. Obwohl, so ganz sicher ist das auch wieder nicht. China wird zum Grenzfall, nachdem das IOC, das Internationale Olympische Komitee, inzwischen eine mögliche Verschiebung der Spiele angekündigt hat, sollte die Belastung durch den Feinstaub zu hoch sein. Wobei ich eher denke, diese Ankündigung ist weniger wert als das Papier, auf dem sie geschrieben stand. Schließlich hat das IOC die Olympischen Sommerspiele 2008 an China vergeben und hat damit die Olympischen Smog-Spiele erst möglich gemacht. Denken ist eben Glückssache, sagt man doch so schön. Dies ist vor allem dann wohl schwierig, wenn es um das Geld geht. Und eben nicht um den Sport an sich und die Athleten selbst. Der Geist von Olympia scheint gerade dieses Jahr nicht auffindbar zu sein, da er sich unter dem Smog der chinesischen Hauptstadt versteckt zu haben scheint.  Hoffen wir dennoch das Beste und vor allem auf viel Regen, damit der Smog verschwindet und man die Sportler und ihre Leistungen auch sehen kann. Und auch, damit es zu fairen Wettkämpfen kommt und nicht zu welchen, bei denen ein Teil der Athleten eine Atemmaske tragen muss, weil die Gesundheit sonst zu sehr angegriffen wird. Hoffen wir auf gute Spiele, die nicht ganz zu den Olympischen Smog-Spielen verkommen, wie es inzwischen in vielen Teilen der Welt vermutet wird. Hoffen wir, dass der Geist von Olympia zurückkehrt aus der Smogglocke und uns Olympische Spiele schenkt, die diesen Namen auch mit Würde und Stolz tragen!

Posted by Christel on 07/18 at 02:57 PM
GesundheitUmwelt • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Volatilität – Die geheimnisvolle Größe

Ein wichtiger Aspekt und Begriff an den Finanzmärkten ist die Volatilität. Sie bezeichnet die Schwankungsbreite eines bestimmten Wertes, sei es nun Index, Währung oder Rohstoff innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Je höher die Schwankungsbreite des entsprechenden Wertes, umso weniger kalkulierbar ist dieser Wert. Beinhaltet aber auch größere Gewinnmöglichkeiten, da die Kursveränderungen eine größere Bandbreite umfassen. Besonders interessant und wichtig ist der Bereich der Volatilität für die Optionsscheine und Optionen. Hier spielt die sogenannte implizite Volatilität eine wichtige Rolle zur Beurteilung des Wertes. Diese implizite Volatilität ist die vom Markt und von den Profis und Händlern geschätzte Volatilität, die sich in nächster Zukunft erwartungsgemäß für das entsprechende Underlying ergibt. Wenn also der Markt für die nächsten zwei Monate hohe Schwankungen erwartet, dann ist die implizite Volatilität eines Spezialwertes höher.

Dazu unterscheidet man die historische Volatilität, die exakt berechenbar ist und für Aktienindizes etc. und in Chartprogrammen entsprechend vorliegt. Hier ist genau zu betrachten, welche Schwankungsbreite ein bestimmter Wert z.B. in den vergangenen zwölf Monaten gehabt hat. Dieser 12-Monats-Bereich ist der klassische beim Vergleich der historischen Volatilität. Wobei auch wöchentliche oder monatliche Volatilitäten berechenbar sind. Des weiteren gibt es einen kompletten Index, der die Volatilität im deutschen Aktienmarkt darstellt und wichtig für Händler und Anleger ist. Denn in Zeiten, in denen der Volatilitätsindex steigt, sind die Ausbrüche nach oben oder nach unten wahrscheinlicher.

Abschließend ein praktisches Beispiel die Volatilität einzuordnen. Wenn z.B. ein Wert eine Volatilität von 25 Prozent hat im Jahr, dann heißt das, dass er innerhalb des vergangenen Jahres nach oben bzw. nach unten um 25 Prozent seinen Wert verändert hat. Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen, dass er auch in der Zukunft entsprechende hohe Volatilität haben kann, allerdings nicht muss. Denn hochvolatile Werte können auch in weniger volatile sich sukzessive wandeln.
(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)
Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 07/18 at 05:58 AM
Geldanlage • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Baufinanzierung: Zinsrisiko absichern

Die amerikanische Hypothekenkrise ist eines der besten Beispiele, wenn es darum geht, die Risiken aufzuzeigen, die mit dem Abschluss einer Baufinanzierung verbunden sein können. Immerhin haben innerhalb des letzten Jahres mehrere Millionen US-Hausbesitzer ihr Eigenheim verloren – und derzeit sind es immer noch mehr als 250.000 Eigentümer, die monatlich aus ihren Immobilien ausziehen müssen und finanziell vor dem Ende stehen.

Diese Zahlen sind äußerst erschreckend – und demnach ist es kein großes Wunder, dass sich auch deutsche Immobilieneigentümer die Frage stellen, ob ihnen solch ein Schicksal widerfahren kann. Glücklicherweise kann diese Frage in den meisten Fällen verneint werden. In Deutschland werden Immobilien mit anderen Darlehensformen finanziert, wodurch das Risiko immens verringert wird.

In den USA werden Immobilien über variable Darlehen finanziert. Das bedeutet, dass die Zinssätze nicht fest vereinbart sind, sondern stets an die Marktzinsen angepasst werden. Weil die Zinssätze im vergangenen Jahr erheblich angestiegen waren, hatten sich die Darlehensraten der Verbraucher so sehr verteuert, dass sie diese nicht mehr aufbringen konnten.

In Deutschland ist es hingegen so, dass Immobiliendarlehen in Verbindung mit einer so genannten Zinsbindung abgeschlossen werden. Die Zinsbindung sorgt dafür, dass der Zinssatz für mehrere Jahre als fest vereinbart gilt. Üblicherweise werden Zinsbindungen von 10 Jahren abgeschlossen. Dies bedeutet, dass die Darlehensrate nach 10 Jahren durchaus teurer werden kann – je nach Zinsentwicklung sogar ganz erheblich. Bei einer vergleichsweise hohen Restschuld kann es dem Darlehensnehmer passieren, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Deshalb kann dem Großteil der Darlehensnehmer nur dazu geraten werden, längere Zinsbindungen abzuschließen – auf diese Weise kann das Zinsrisiko immens verringert werden.

Posted by Jochen on 07/18 at 05:19 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
Page 1 of 1 pages

Name:

Email: (optional)

URL: (optional)

Smileys

Persönliche Daten merken

Bei Folge-Kommentaren benachrichtigen?