Freitag, Juli 25, 2008
Wie kam es zur Krise der Baufinanzierung in USA?
Die Kreditkrise, die durch windige Baufinanzierungen in USA entstanden ist, ist noch lange nicht beendet. Wie aber kam es überhaupt zu dieser Dauerkrise, die wahrscheinlich insgesamt 1 Billionen Dollar kosten wird.
Die Krise war ja dadurch zustande gekommen, dass US-Bürger Baukredite bekommen haben, die sie eigentlich nicht hätten bekommen dürfen, weil es sich bekanntermaßen um Kreditnehmer mit geringer Bonität handelte. Mit anderen Worten: Menschen, von denen die Kreditgeber wussten, dass sie Rückzahlprobleme haben werden, kamen in den Genuss einer Baufinanzierung. Für diese Menschen gibt einen Begriff, der jetzt auch der ganzen Krise seinen Namen gab: Subprime, bzw. Subprime-Krise. Mithilfe der Banken konnten sich Menschen, die sich eigentlich kein Haus leisten konnten, weil sie bereits verschuldet oder sogar pleite waren - oder über zu geringe Einkünfte verfügten, ein eigenes Häuschen kaufen.
Diesen Menschen wurden Baufinanzierungen mit passenden Konditionen ermöglicht: Sehr niedrige oder keine Anzahlungen - dafür höhere Zinsen und Gebühren. Das heißt: Das Liquiditätsproblem dieser Menschen wurde einfach zeitlich nach hinten verschoben - ein “Geschenk” für Menschen, die mit Geld nicht richtig umgehen können, was sie ja bereits durch ihre finanzielle Geschichte, die ja auch dem Kreditgeber bekannt war, bewiesen hatten. Als dann zusätzlich die Zinsen stiegen, kam es hier zu weiteren Ausfällen. Aber auch das wäre ja vielleicht nur ein us-amerikanisches Problem geblieben - wenn diese Kredite nicht weiterverkauft worden wären.
Und genau das ist geschehen: Die Banken, die diese Baufinanzierungen genehmigt haben, haben die Kredite gebündelt weiterverkauft. Das ist grundsätzlich möglich und absolut legal. Die Kreditbündel wurden in Form von sogenannten Mortgage-Backed Securities (MBS) verkauft. “Mortgage” heißt Grundpfandrecht, “Backed” heißt “gesichert” und “Securities” heißt “Wertpapiere”. MBS sind also Wertpapiere, die durch Immobilien sowie Zins- und Tilgungszahlungen von Hypotheken besichert werden. Die Bank, die MBS verkauft, bekommt dadurch liquide Mittel - also Geld. Die Käufer von MBS erhoffen sich eine attraktive Rendite.
Die Krise kam, als sich der Immobilienmarkt in den USA langsam abschwächte, d.h. die Nachfrage nach Immobilien sank, weil alle, die kaufen wollten, schon gekauft hatten - oder eben keiner mehr ein Häuschen kaufen wollte. Die Folge: Die Immobilienpreise gaben nach. Der Leerstand nahm zu. Als dann noch die Leitzinsen in USA immer höher wurden, stiegen damit auch die Hypothekenzinsen. Hausbesitzer wurden so von steigenden Zinsen und fallenden Immobilienpreisen in Bedrängnis. Sie mussten immer mehr bezahlen, um ihre immer wertloseren Grundstücke abbezahlen zu können.
Das wollten viele Eigenheim-Besitzer nicht mehr mitmachen: Entweder sie bedienten ihre Kredite nicht mehr oder versuchten, ihre Immobilie wieder zu verkaufen. Was angesichts des enormen Leerstands natürlich nur gegen einen dementsprechenden Preisabschlag möglich ist - wenn überhaupt. Und weil viele zum Tiefpreis verkaufen mussten, waren viele nicht in der Lage, Ihre Hypothek komplett abzulösen, d.h. abzubezahlen. Die, die sowieso verschuldet waren, sind jetzt noch mehr verschuldet - und können einfach ihre Raten nicht mehr bezahlen. Und wo keine Raten gezahlt werden, gibt es auch keine Rendite für die Investoren auf der ganzen Welt, die auf ein gutes Geschäft mit MBS gesetzt hatten. Die Folge: Auch in Deutschland müssen Banken Milliarden von Euros abschreiben - Totalverlust! Die deutschen Banken IKB und Sachsen LB gerieten sogar in existenzbedrohliche Krisen. Andere Banken mussten ebenfalls Milliardenverluste hinnehmen. Den IKB-Schaden muss der Steuerzahler bezahlen, weil die IKB quasi ein staatliches Unternehmen ist.
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Thorsten on 07/25 at 01:34 PM
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Dachfonds - Stein der Weisen oder nur teuer?
Eine Zeitlang wurden die Dachfonds als Stein der Weisen, sogar als Königsklasse im Bereich der Fonds gehandelt. Mittlerweile sieht man die Dinge wesentlich differenzierter. Dachfonds investieren nicht in Einzelwerte, sondern in andere unterschiedliche Fonds. Wobei diese Unterfonds ganz normale Investmentfonds am Markt sind, die sich z.B. Aktien, Immobilien, dem Geldmarktbereich oder Rententhemen etc. widmen. Der Vorteil des Dachfonds entsteht daraus, dass die Risikostreuung wesentlich verbessert ist, der Anleger einen einzigen Fonds kauft und damit an zahlreichen anderen Fonds automatisch beteiligt ist und dies weltweit. Wobei es bestimmte Grenzen der Dachfonds für die Investition in einzelne Asset-Klassen, also Anlagearten gibt. Z.B. dürfen sie nicht mehr als einen bestimmten Prozentsatz in Aktienfonds anlegen. Aus den Werten der Asset-Verteilung, wie ein Dachfonds aufgestellt ist, kann der Anleger das Risikoprofil bestimmen. Ein Dachfonds, der einen Schwerpunkt im Immobilien- oder Rentenfondsbereich hat, ist mit Sicherheit konservativer gestrickt und insofern etwas sicherer.
Dem Vorteil für den Anleger, dass die Unterfonds von einem Management ausgesucht werden und im Laufe der Zeit umgeschichtet werden, stehen gewisse Nachteile gegenüber. Im Prinzip beschäftigt der Fondsanleger nicht nur ein Management, sondern in der Struktur sogar deren zwei bzw. in jedem Fonds eins. Insofern erhöhen sich die Managementgebühren, möglicherweise die Ausgabeaufschläge und die Gesamtkosten eines Dachfonds. Nicht notwendigerweise um den Faktor zwei, aber doch um einiges. Damit sich das Ganze lohnt für den Anleger muss er zwangsläufig Dachfonds finden, die entweder niedrige Managementkosten und Ausgabeaufschläge anrechnen oder die eine hohe Rendite möglichst oberhalb von 10 Prozent erwirtschaften. Ansonsten lohnt sich die Mühe kaum das Risiko herunterzufahren, aber gleichzeitig eine Rendite nach allen Kosten in der Nähe von Null zu erreichen.
Ab 01. Januar 2009 gilt, wie für alle andere Anlagearten auch die Abgeltungssteuer, auch wenn manche Stimmen das anders interpretieren mögen. Die Fakten sprechen eine klare Sprache. Wobei ein Vorteil für Dachfonds ist, dass die Manager ihre Werte zwischen einzelnen Fonds umschichten können, ohne in steuerliche Probleme hineinzugeraten.
Entscheidend ist letztendlich die Qualität des aktiven Managements, ob sich das Ganze lohnt oder es wie bei vielen Versprechungen am Geldmarkt zu einem Flop in der Geldanlage wird. Hierzu gibt es die jährlichen Ratings und Vergleichsmöglichkeiten, an denen sich der Anleger orientieren kann und sich die besten aussucht. Wobei ein hoher Wert in den vergangenen Jahren nicht zwingenderweise hohe Werte in den nächsten Jahren darstellt, aber immerhin einen gewissen Anhaltspunkt liefert. (Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)
Von Uwe Kraus
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Uwe on 07/25 at 08:50 AM
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LBS gibt neues Gutachten heraus
Der Bundesverband der Landesbausparkassen (LBS) gibt dieser Tage seine jährlich erscheinende Broschüre zur Situation des Immobilienmarktes heraus. Die Studie mit dem Titel „Immobilienmarkt 2008“ kann ab sofort kostenlos per Post oder auf elektronischem Wege bestellt werden.
Der Jahresbericht enthält unter anderem detaillierte Angaben zu der Lage des Immobilienmarktes in insgesamt 650 deutschen Städten, unter denen sich 80 Großstädte befinden. Dabei wird der durchschnittliche Preis von Eigentumswohnungen, freistehenden Häusern und Bauland, die vor Ort zu erwartende Preisspanne im Markt sowie der Median der erzielten Preise veröffentlicht. Grundlage für die Daten ist die einmal im Jahr vom Bundesverband durchgeführte Frühjahrsumfrage unter 600 bundesweit für die LBS tätigen Vermittlern.
In der 50-seitigen Publikation finden sich neben den auf schnellen Zugriff konzipierten Datenbeständen auch Lageberichte zur Bautätigkeit, zum Wohnungs- und Vermögensbestand sowie zur Eigentumsbildung durch selbst genutzte Immobilien. Die Größen werden dabei textlich und grafisch ansprechend mit volkswirtschaftlichen Maßgrößen wie Einkommen und Sparquote in Verbindung gebracht.
Weiterhin gibt der Bericht Aufschluss über aktuelle Entwicklung bei den Finanzierungskonditionen, über die Vergaberichtlinien von Banken und anderer für alle Akteure auf dem Immobilienmarkt relevante Informationen. Dabei werden auch Prognosen in Hinblick auf künftige Entwicklungen bei Belastungen für Mieter, Bauherren und Eigentümer zur Verfügung gestellt.
Die LBS und ihre Gesellschaften sind eigenen Angaben zufolge die größte geschlossene Gruppe von gewerblichen Vermittlern auf dem Sektor der Wohnimmobilien. Die Publikation genießt dementsprechend in Fachkreisen signifikantes Interesse und wird als bedeutender Indikator für die Entwicklungen auf dem Markt für Neu- und Gebrauchtimmobilien sowie für Bauland angesehen.
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Stefan on 07/25 at 08:05 AM
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Central hält Beiträge stabil
Die Central Krankenversicherung hält ihre Beiträge in den wichtigsten Vollversicherungstarifen bis zum 31.12.2009 stabil. Dies gilt nach Aussage von Dr. Joachim von Rieth, dem CEO der privaten Assekuranz, sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden. Das Unternehmen hatte zuletzt einige Tariferhöhungen durchgeführt und die Maßnahmen mit insgesamt angestiegenen Kosten gerechtfertigt.
Nach Angaben von Dr. von Rieth zeigen gegenwärtig die vonseiten des Unternehmens durchgeführten Maßnahmen zur Kostenstabilisierung erste Wirkung. So wurden die Konditionen bei der Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit in verschiedenen Tarifen deutlich verbessert; Versicherte können nun bis 25 Prozent der eingezahlten Prämien eines Versicherungsjahres zurückerhalten, wenn sie keine Leistungen der Assekuranz in Anspruch nehmen.
Auch wurde nach Angaben der Central das Leistungsmanagement verbessert. So werden Patienten optimal und damit kostensparend durch das Gesundheitssystem navigiert, wenn dauerhafte Behandlungen erforderlich sind.
Viele private Versicherer hatten zuletzt ihre Prämien erhöht und trugen damit den gestiegenen Belastungen im Gesundheitssystem Rechnung. Die Stabilisierung der Prämien durch die Central lässt Versicherte aller Anbieter auf eine Entspannung der Lage am Markt hoffen. Insbesondere in die Anreizmodelle der Versicherungen, wie der Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit oder anderen kostenwirksamen Maßnahmen.
Die Central sieht sich nach Angaben ihres Vorstands in der Lage, dauerhaft eine günstige Beitragsentwicklung zu realisieren, und ist damit auch im Hinblick auf die im nächsten Jahr in Kraft tretende Gesundheitsreform gut aufgestellt. Künftig müssen private Krankenversicherungen einen offenen Basistarif bereithalten, dessen Kosten unter Experten noch umstritten sind.
Die Central gehört zur AMB Generali Gruppe und genießt eigenen Angaben zufolge erstklassige Bewertungen im Hinblick auf Stabilität und Finanzkraft.
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Gerald on 07/25 at 08:04 AM
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Versicherer müssen Kosten ausweisen
Verbraucher, die eine Lebensversicherung abschließen, haben künftig Anrecht auf eine transparente Darlegung der Kosten, die durch den Versicherungsvertrag entstehen. Der Gesetzgeber verlangt dabei eine nachvollziehbare Aufstellung der Kosten für Verwaltung und Vertrieb und erhofft sich dadurch eine bessere Verbraucherfreundlichkeit. Insbesondere soll es Versicherten künftig leichter möglich sein, die Kosten verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen.
Fachverbände und Vermittlervereinigungen kritisieren die Neuerungen scharf. Experten sehen eine Gefahr insbesondere für diejenigen Kunden, die der Gesetzgeber mit der Novellierung zu schützen versucht: Unerfahrene und mit den fachlichen Rahmenbedingungen nicht vertraute Kunden werden sich nach Ansicht vieler Fachleute zu sehr an dem fixen Kostenblock orientieren und dabei nicht nur die Qualität, die mit den Vergütungen finanziert wird, an zweite Stelle treten lassen, sondern darüber hinaus die im weiteren Verlauf des Versicherungsvertrages entstehenden Gebühren vernachlässigen. Dabei kann es insbesondere bei Kapitallebensversicherungen, die die Einlagen in einem Investmentfonds verwalten, zu signifikanten Verzerrungen kommen, die eine teure Police anfänglich günstig erscheinen lassen.
Weiterhin wird davor gewarnt, die ausgewiesenen Kosten mit dem Verdienst des Vermittlers gleichzusetzen. Dieser muss von seinen Erträgen nicht nur seine Leistungen finanzieren, sondern teilt diese in der Regel auch mit der Assekuranz und weiteren Instanzen, sodass der gesetzlich verordnete Kostenausweis kaum Aufschluss über die Einkünfte des Maklers zulässt.
Experten zufolge lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen, inwieweit sich die neuen Regelungen positiv für Verbraucher auswirken können. Besser ist nach Einschätzung von Branchenkennern der Blick in die Leistungen einer Police: Größen wie eine garantierte Ablaufleistung, prämienfreie Zusatzleistungen oder die durchschnittliche Überschussbeteiligung sollten ebenso berücksichtigt werden wie der Kundenservice der Assekuranz.
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Stefan on 07/25 at 08:02 AM
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Bausparvertrag: Ein Abschluss garantiert noch kein Darlehen
Während sich die einen auf die Suche nach einem günstigen Immobiliendarlehen begeben und deshalb die Finanzierungsangebote zahlreicher Banken miteinander vergleichen, befinden sich die anderen auf der Suche nach einem Kreditinstitut, das dazu bereit ist, überhaupt ein Darlehen bereitzustellen. Es gibt nämlich etliche Menschen, die gerne ein Eigenheim erwerben möchten, dies jedoch nicht tun können, weil sie von keiner Bank eine Finanzierungszusage erhalten.
Einige der Betroffenen kommen mit der Zeit auf die Idee, einen Bausparvertrag abzuschließen. Sie sind dazu bereit, den Vertrag über mehrere Jahre hinweg zu besparen, um nach der Zuteilung ein günstiges Bauspardarlehen in Anspruch nehmen zu können. Allerdings sind sich längst nicht alle Menschen der Tatsache bewusst, dass man durch den Abschluss eines Bausparvertrags noch lange nicht dazu berechtigt ist, die Auszahlung eines Bauspardarlehens einzufordern. Die Bausparkassen behalten es sich nämlich vor, zunächst eine Prüfung auf die Möglichkeit einer Kreditvergabe vorzunehmen – erst im Anschluss an diese Prüfung wird entschieden, ob eine Auszahlung möglich ist.
Aus diesem Grund kann allen betroffenen nur dazu geraten werden, sich im Vorfeld gründlich zu informieren, bevor sie in der Hoffnung auf ein Darlehen, einen Bausparvertrag abschließen. Die Chancen auf den Erhalt stehen glücklicherweise recht gut – immer spart man in der Ansparphase ordentlich Kapital an, wodurch die Bonität maßgeblich verbessert und die Kreditentscheidung positiv beeinflusst wird. Gleichzeitig ist es so, dass die Dauer der Ansparphase ausreichend bemessen ist, damit negative Merkmale in der Schufa Auskunft verschwinden – sofern diese denn vorhanden sein sollten.
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Jochen on 07/25 at 05:03 AM
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