Donnerstag, Juli 31, 2008
Baufinanzierung durch Fremdwährungskredite?
Anbieter von Fremdwährungskrediten versprechen wahre Wunder: Einen Kredit mit einer fremden Währung bekommt man nicht nur zu einem unglaublich niedrigen Zinssatz, z.B. 1,6 Prozent effektiver Jahreszins – es kann sogar passieren, dass sich die Schuld verkleinert. Wenn überhaupt, kann dies aber nur gelingen, wenn man sich mit den starken Schwankungen bei den Wechselkursen auskennt – und auf diese schnell reagieren kann.
Während in Österreich bereits ungefähr 25 Prozent aller Neubauten durch Fremdwährungskredite finanziert werden, starten Anbieter in Deutschland erst jetzt mit diesem neuen Angebot. Bei einem Fremdwährungskredit wird die Kreditsumme in Euro an den Kreditnehmer ausgezahlt. Zinsen und Tilgung werden vom Kreditnehmer ebenfalls in Euro bezahlt. Beim Kreditgeber – der Bank – wird das Kreditkonto aber in einer fremden Währung geführt – meistens ins Schweizer Franken oder japanischen Yen. Der Kreditnehmer hat seine Schulden also in einer fremden Währung – und nicht in Euro. Durch diese Konstruktion kann der Kredit von niedrigeren Zinsen des jeweiligen Landes profitieren. Schweiz und Japan sind für ihre niedrigen Leitzinsen bekannt, was sich ebenfalls in niedrigen Kreditzinsen niederschlägt. Vorteile eines Fremdwährungskredits sind also niedrigere Kreditzinsen als in Deutschland üblich und mögliche Währungsgewinne durch Veränderungen der Wechselkurse zwischen Euro und der Fremdwährung. Aber es gibt auch Nachteile.
Ein erhebliches Risiko ergibt sich aus dem Einstieg in die Welt der Devisen. Dieser Markt ist durch rasante Geschwindigkeiten und große Veränderungen gekennzeichnet. Man kann Verluste hier nur vermeiden, wenn man schnelle Währungswechsel vornehmen kann. Ansonsten kann der Fremdwährungskredit auch dazu führen, dass sich der Schuldendienst durch steigende Leitzinsen in der Fremdwährung erhöht. Dieses Risiko kann ein Privatmensch selten leisten. Der Kreditnehmer muss sich dabei also auf das aktive Währungs-Management seines Kreditgebers verlassen. Der Währungsmanager muss die Wechselkurse permanent im Auge behalten, um nachteilige Veränderungen zu erkennen und durch Währungsumschichtung zu vermeiden. Dadurch können höhere Kosten – auch durch Neueinrichtung eines Kontos in der weiteren Fremdwährung - entstehen. Allerdings lassen sich diese Risiken durch ein zusätzliches Hedge-Geschäft begrenzen, was sich natürlich negativ auf die Kosten des Kredits auswirkt.
Fazit: Eine Baufinanzierung durch einen Fremdwährungskredit bietet Chancen und Risiken. Man kann Geld sparen oder Geld verlieren. Wer sich darauf einlässt, sollte das Management niemals selbst übernehmen, weil es hier erfahrener Währungsspezialisten bedarf, die blitzschnell auf Veränderungen reagieren können. Wer mit dem Gedanken spielt, sollte sich den Kreditgeber ganz genau anschauen: Man sollte sich nur für einen Anbieter entscheiden, der über beweisbare Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt. Und auch dann sollte man sich im Klaren sein, dass es sich um eine spekulative Form der Baufinanzierung handelt. Und man sollte sich genau überlegen, ob man gerade eine solche Großinvestition, die die meisten Häuslebauer ja nur einmal im Leben tätigen, durch einen solchen „unruhigen“ Kredit finanzieren möchte. Man sollte auch dringend darauf achten, dass alle anfallenden Nebenkosten des Kredits im Kreditvertrag aufgeführt sind oder im Vorfeld genannt werden, da es anscheinend auch Anbieter gibt, die die tatsächlichen Kreditkosten nicht ausweisen, obwohl sie das eigentlich müssten. Also: Augen auf beim Fremdwährungskredit!
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Thorsten on 07/31 at 08:47 AM
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Bauspar-Mittel fließen immer öfter in Modernisierungen
Immer mehr Bausparmittel werden von Verbrauchern nicht zum Erwerb bzw. zum Bau eines Eigenheims verwendet, sondern zu Modernisierungs- und Sanierungszwecken herangezogen. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall, einer der größten Vertreter der Branche, teilte mit, dass eine wachsende Zahl von Bausparern schon bei Abschluss der Verträge bauliche Maßnahmen an bereits im Besitz befindlichen Immobilien planten.
Grund für die stärkere Aktivität der Eigentümer ist nach Ansicht von Experten eine gestiegene Sensitivität im Hinblick auf die Energieeffizienz eines Gebäudes. Nicht nur die gesellschaftliche Debatte um CO2-Emissionen und deren schädliche Auswirkungen auf das Klima, sondern auch und gerade die explodierenden Kosten für Energie, besonders bei Öl und Gas, wecken bei vielen Hausbesitzern den Wunsch nach Maßnahmen, die zu einer Reduktion des Primärenergieverbrauchs führen.
Möglichkeiten dazu existieren viele: Neben einer Dämmung der Außenhülle des Gebäudes zur Reduktion des Transmissionswärmeverlustes kann der Einbau einer modernen Heizungsanlage viel zu geringeren Energiekosten beitragen. Auch die Installation von Holzpellet-Anlagen ist möglich, wodurch die Versorgung mit Heizungstechnik nicht nur günstig, sondern darüber hinaus auch unabhängig von den weiteren Entwicklungen an den Energiemärkten ist.
Eine weitere populäre Möglichkeit zur Senkung der Betriebskosten einer Immobilie ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, mit der Strom produziert und ins Versorgungsnetz eingespeist werden kann. Durch die staatlich garantierte Abnahme der gesamten Produktion zu Festpreisen lässt sich ein Profit erzielen, mit dem andere Belastungen ausgeglichen werden können.
Die Entwicklung der Energiepreise und der insgesamt rein zyklisch bedingt wachsende Modernisierungsbedarf des Immobilienbestands in der Bundesrepublik werden auch in Zukunft viele Bausparer zu einer Verwendung ihrer Verträge zu baulichen Maßnahmen am Eigenheim motivieren.
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Gerald on 07/31 at 06:33 AM
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Continentale belohnt Selbstzahler
Die Continentale Krankenversicherung will Kostenbewusstsein und Eigenleistungen der Versicherten in Zukunft stärker honorieren und beschloss die Einführung einer leistungsabhängigen Beitragsrückerstattung auch im Tarif „Economy“. In diesem Jahr erstattete die Assekuranz rund 45,4 Millionen Euro an erfolgsabhängigen Rückzahlungen an rund 70.000 Mitglieder. Zusammen mit der garantierten Pauschalleistung wurden 86,5 Millionen Euro an 184.000 leistungsfreie Mitglieder erstattet. Nach Angaben des Unternehmens können Mitglieder, die in einem Kalenderjahr keine Rechnung einreichen, damit in Zukunft auch im Economy Tarif bis zu sechs Monatsbeiträge zurückerhalten und damit die Kosten ihrer Gesundheitsversorgung deutlich reduzieren. Belohnt werden durch ein derartiges Anreizsystem Versicherte, die kleinere Rechnungen selbst bezahlen und nicht an ihre Assekuranz weiterreichen. Durch die Maßnahmen sollen die Ausgaben des Versicherers insgesamt gesenkt werden, wodurch die Beiträge auch in Zukunft stabil gehalten oder sogar gesenkt werden können.
Die Continentale beschäftigt insgesamt rund 3000 Mitarbeiter im Innendienst und kooperiert darüber hinaus mit rund 8000 Vermittlern im Außendienst. Das Unternehmen legt dabei eigenen Angaben zufolge besonderen Wert auf eine hohe Qualifikation der Angestellten und schult Vertriebspartner gesondert.
Die Assekuranz ist neben dem Bereich der privaten Krankenversicherung auch im Markt für Lebens-, Sach- und KFZ-Versicherungen tätig und kooperiert dabei mit sieben verschiedenen anderen Finanzdienstleistern, die alle zum Verbund gehören, unter anderem mit der Europa-Versicherung. Insgesamt werden so in Deutschland rund 4,6 Millionen Versicherte betreut; die Summe der Beitragseinnahmen beläuft sich auf rund 2,4 Milliarden, womit die Continentale und ihre Partner zu den großen auf dem deutschen Markt tätigen Assekuranzen zählen.
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Stefan on 07/31 at 06:32 AM
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CosmosDirekt bei Berufsunfähigkeit spitze
Die Stiftung Warentest hat den Berufsunfähigkeitsschutz der CosmosDirekt zum wiederholten Male mit „sehr gut“ bewertet. Überzeugt hat die Tester das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis des Comfortschutzes, der eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer minimalen Risikolebensversicherung kombiniert und dabei für männliche Versicherte unter den mit Bestnote bewerteten Policen den günstigsten Schutz bietet.
Der Direktversicherer gewährleistet im Bereich der Berufsunfähigkeit den Basisschutz und den erweiterten Comfortschutz. Letzterer bietet gegenüber dem Basistarif den Verzicht auf die abstrakte Verweisbarkeit, einen auf sechs Monate verkürzten Prognosezeitraum, eine vollständige rückwirkende Anerkennung sowie eine Nachversicherungsgarantie, die eine Anpassung der im Vertrag vereinbarten Rente auch ohne neuerliche Gesundheitsprüfung ermöglicht.
Der Comfortschutz ist damit nach Aussage des Unternehmens ein umfassender Vorsorgeblock gegen die Berufsunfähigkeit und reicht als Versicherung in diesem Bereich aus. Ein 25jähriger Mann, der kaufmännisch tätig ist und eine bis zum 60. Lebensjahr laufende Police im Comforttarif abschließt, muss für eine BU-Rente in Höhe von 1500 Euro monatlich einen Beitrag von rund 230 Euro im Jahr bezahlen.
CosmosDirekt bietet seit Kurzem einen Tarif für Berufseinsteiger an, der sich im Hinblick auf die zu entrichtenden Prämien der Einkommenssituation in jungen Jahren anpasst: Zu Beginn der Vertragslaufzeit sind die Prämien niedrig; im Zeitverlauf findet dann eine intervallmäßige Anhebung statt. Die Assekuranz sieht in dem Modell eine erstklassige Möglichkeit für junge Versicherte, auch bei einem altersbedingt noch geringen Einkommen bereits über einen erstklassigen Versicherungsschutz zu verfügen und existenzielle Lebensrisiken abzusichern. CosmosDirekt vertreibt seine Produkte ausschließlich über das Internet und via Telefon.
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Stefan on 07/31 at 06:30 AM
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Spielekonsole beschert Versicherungen viel Arbeit
Das war sicher nicht im Sinne des Erfinders: Die Spielekonsole Wii von Nintendo steht aktuell gleich in zwei Statistiken ganz weit vorne. Zum einen beim Verkauf, was auch so gewollt ist. Zum anderen bei den Versicherungen als Auslöser für Schäden an Leib und Einrichtung. Für die Hausrat- und Haftpflichtversicherungen entwickelt sich das interaktive Spielzeug immer mehr zum Kostenfaktor. Insbesondere Wii Fit hat es offensichtlich in sich. Einmal in Fahrt, sind viele nicht mehr zu stoppen. Da geht auch schon mal der 32-Zoll-Flachbildfernseher zu Bruch, weil der Controller mit Schmackes durch die Luft gewirbelt wird.
Zwar gibt es Sicherheitsweise und wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man doch bitte die Handschlaufen nutzen möge. Daran halten sich allerdings die wenigsten. Das Versicherungsunternehmen „Sheilas´s Wheels“, spezialisiert auf Auto- und Hausratversicherungen für Frauen, hat nun eine Studie veröffentlicht. Die sportbegeisterten Damen schaffen es nicht nur, ein paar Kilo zu verlieren. Sie werfen Regale um, reißen Lampen von der Decke, treten die Katze im Eifer des Gefechts im hohen Bogen durch die Wohnstube und verletzen sich beim Zusammenstoß mit den Möbeln. Der Schaden, der alleine 2007 in England entstand, lag bei 20 Millionen Pfund, rund 25 Millionen Euro.
In Deutschland gehören solche Unfälle laut Aussage von Nintendo noch nicht zur Tagesordnung. Mal abwarten, ob die Frauen hierzulande auch zukünftig koordinierter mit der Konsole und ihren Möglichkeiten umgehen. Was sich in Englands Häusern und Wohnungen so abspielt, gehört inzwischen schon zu den Rennern auf diversen Video-Seiten wie YouTube. An Nachschub wird es nicht mangeln. Jede fünfte Frau hat sich bereits beim Training mit Wii verletzt. Für dieses Jahr geht die Versicherung davon aus, dass die Schäden noch zunehmen werden. Ein Gutes hat es ja: Statt nur Couchpotato sind viele jetzt Wii fit.
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Andre on 07/31 at 05:29 AM
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USA: Deutsche Form der Baufinanzierung wird zum Vorbild
Schon seit vielen Jahrzehnten wurde das deutsche System der Immobilienfinanzierung von zahlreichen ausländischen Banken belächelt und teilweise sogar verachtet. Grund ist die Komplexität, die es mit sich bringt. Sowohl die gesetzlichen Vorschriften wie auch die Sicherheitsorientierung der hiesigen Kreditinstitute sind einzigartig. Aufgrund einer vergleichsweise hohen Komplexität haben viele Banken den Deutschen Markt gemieden.
Doch während die Immobilienfinanzierer in anderen Ländern, insbesondere in den USA, Großbritannien und auch Spanien mit immensen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, stehen sowohl die deutschen Kreditinstitute wie auch die privaten Hauseigentümer bestens da: Von einer Immobilienkrise kann keine Rede sein – ganz im Gegenteil zu den genannten Ländern. Vor allem in den USA hat es die Verbraucher bzw. die privaten Hausbesitzer äußerst schwer getroffen: Etliche Darlehensnehmer sind nicht mehr in der Lage, die Raten für ihre Immobiliendarlehen aufzubringen und müssen deshalb den Verlust ihres gesamten Hab und Guts befürchten.
Das amerikanische Unternehmen RealtyTrac bietet diverse Immobiliendienstleistungen an und ist unter anderem auf die Auswertung von Zwangsversteigerungen spezialisiert. Allein im zweiten Quartal dieses Jahres sollten laut RealtyTrac mehr als 740.000 private Immobilien versteigert oder darauf vorbereitet werden. Experten rechnen damit, dass in diesem Jahr knapp 2 Mio. Häuser im US-Markt unter den Hammer kommen.
Um die Finanzkrise in den Griff zu bekommen, arbeitet der US-Finanzminister Henry Paulson derzeit an einem Konzept, welches für mehr finanzielle Stabilität sorgen soll. Hierbei orientiert er sich vor allem am europäischen bzw. am deutschen Hypothekenmarkt. Damit die US-Hypothekenfinanzierer kein zweites Mal immense Milliardenbeträge an den Kapitalmärkten verlieren, sollen die Darlehen zukünftig über Pfandbriefe besichert werden – beim Pfandbrief handelt es sich um ein Wertpapier, dass schon kurz vor dem Aussterben stand und fast ausschließlich in Deutschland noch genutzt wurde.
Diese Entwicklung zeigt einmal mehr auf, wie der deutsche Immobilienmarkt im Vergleich zu anderen Ländern da steht. Für die unzähligen Menschen, die ihre Immobilien bereits verloren haben, kommt diese Hilfe jedoch zu spät. Außerdem geht es Henry Paulson weniger darum, die Verbraucher zu schützen, sondern die amerikanischen Finanzinstitute gegen erneute Verluste abzusichern.
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Jochen on 07/31 at 05:08 AM
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