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Montag, August 18, 2008

Neuer Krebserreger in Kartoffelprodukten entdeckt - Glycidamid

Vor gut sechs Jahren gab es schon einmal ein Raunen in der Welt, als schwedische Forscher in verschiedenen Nahrungsmitteln Acrylamid entdeckten – unter anderem in Kartoffelprodukten. Inwiefern dieser Stoff jedoch Menschen schadet, der bei Tierversuchen Krebs auslöste, ist bis heute nicht bekannt. Nun kommt eine neue Welle auf uns zu, diesmal jedoch nicht aus Schweden, sondern aus dem heimischen München. Dort haben Wissenschaftler in Kartoffelchips und Pommes Frites den krebserregenden Stoff Glycidamid nachgewiesen. Dieser soll laut Aussage der Forscher deutlich gefährlicher sein als das Acrylamid. Dennoch wird vor Panikmache gewarnt, da die jeweils enthaltene Konzentration doch sehr gering sei.

Wissenschaftler der TU München, der dortigen Technischen Universität, haben nun zehn verschiedene Sorten von Chips und drei verschiedene Sorten von Pommes Frites (vorgebackene Pommes) untersucht. Dabei kam heraus, dass die Proben allesamt Glycidamid enthielten, in einer Konzentration von 0,3 bis 1,5 Mikrogramm pro Kilogramm Chips oder Pommes Frites. Das ganze Ergebnis der Studie ist übrigens in der Fachzeitschrift “Journal of Agricultural and Food Chemistry” zu finden. Dabei verwiesen die Münchner Wissenschaftler auch auf eine Vergleichsstudie der Universität Kaiserslautern, bei der nachgewiesen wurde, dass der Stoff namens Glycidamid zu Mutationen in Säugetierzellen führen kann, und das schon bei den geringsten Mengen.

Den Wissenschaftlern der TU München ging es jedoch nicht um Panikmache, wie sie damals beim Acrylamid plötzlich aufkam, sondern um eine Optimierung des Herstellungsprozesses, damit die Belastung mit Glycidamid gesenkt werden könne. So sagte der Leiter des Studienteams aus München, er esse jedenfalls noch Pommes. Also kann der deutsche Konsument erst einmal aufatmen. Wenn man bedenkt, wie viele dieser beiden Kartoffelprodukte, Pommes Frites und Chips, hier bei uns verzehrt werden, ist dies auch eine hoffnungsfrohe Entwarnung.

Das Glycidamid entsteht übrigens wie auch das Acrylamid beim Erhitzen der Kartoffeln. Die Wissenschaftler empfehlen deshalb zum Frittieren von Pommes, eine Temperatur unter 180 Grad Celsius zu verwenden und statt den - sonst eigentlich gesünderen - ungesättigten Fetten gesättigte Frittierfette, wie zum Beispiel Palmöl, zu verwenden.

Posted by Christel on 08/18 at 01:35 PM
Gesundheit • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Schon 200.000 Versicherte im neuen Zahntarif der Debeka

Nach Angaben der Debeka-Versicherung haben sich bereits 200.000 gesetzlich Versicherte für den im Frühjahr aufgelegten Zahnzusatztarif ZE50 entschieden. Das Unternehmen teilt mit, dass auch in Zukunft mit großem Zuspruch gerechnet wird.
Der Tarif ZE50 gilt unter Versicherungsexperten als günstige Möglichkeit für GKV-Mitglieder, Leistungen im zahnmedizinischen Bereich über das Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus abzudecken. Die Police zahlt Zahnersatz, Implantate sowie Einlagenfüllungen, wobei jeweils 50 Prozent der insgesamt notwendigen Aufwendungen übernommen werden. Der Versicherungsschutz steht ohne Altersbeschränkung und auch bei fehlenden Zähnen offen.
Ein dreißigjähriger Mann kann sich nach Angaben der Assekuranz für weniger als zehn Euro im Monat versichern, Frauen im gleichen Alter für nur zwei Euro mehr.
Zusatzversicherungen erfreuen sich eines stetig wachsenden Zuspruchs. Nach Angaben des Bundesverbands privater Krankenversicherer werden in der BRD gegenwärtig beinahe 20 Millionen Policen unterhalten. Grund für das gestiegene Interesse ist die in den letzten Jahren erfolgte Einschränkung des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen. Insbesondere im zahnmedizinischen Bereich wurde das Spektrum deutlich eingeschränkt; viele Leistungen, die früher von der GKV erstattet wurden, müssen heute von den Versicherten aus eigener Tasche bezahlt werden.
Zusatzversicherungen erweitern den Schutz der gesetzlichen Krankenkassen, müssen allerdings von den Versicherten in voller Höhe aus eigener Tasche bezahlt werden. Eine steuerliche Geltendmachung im Rahmen des Sonderausgabenabzugs ist jedoch möglich, sofern die betreffenden Freibeträge nicht anderweitig ausgeschöpft sind.
Der rege Zulauf, den der neue Tarif der Debeka verzeichnet, ist ein weiteres Indiz für das Interesse der Versicherten, trotz der Gesundheitsreform und der mit ihr verbundenen Leistungskürzungen einen umfassenden Versicherungsschutz in Anspruch zu nehmen – auch wenn damit Mehrkosten verbunden sind.

Posted by Gerald on 08/18 at 08:28 AM
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Deutsche haben keine Angst vor Altersarmut

Das Gespenst der Altersarmut, die Millionen Deutschen aufgrund der demographischen Entwicklung in der Republik droht, scheint die Mehrheit der Bundesbürger nicht zu beunruhigen. In einer Forsa-Umfrage äußerte nur jeder siebte Befragte Bedenken hinsichtlich des Lebensstandards nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Notwendigkeit privaten Engagements zur Sicherung des Einkommens im Ruhestand noch immer nicht in ausreichendem Maße bei der Bevölkerung angekommen ist. In der Konsequenz droht vielen Menschen ein im Rentenalter deutlich zu geringes Einkommen. Wer nicht 45 Jahre in die gesetzliche Rentenkasse einbezahlt hat oder vor Erreichen des 67. Lebensjahres Rente beziehen möchte, muss sich nach Angaben von Rentenexperten mit Bezügen abfinden, die sich nur marginal von dem Niveau der Sozialhilfe unterscheiden.
Die private Vorsorge ist dabei auch mit einem geringen finanziellen Aufwand machbar, wenn frühzeitig mit entsprechenden Maßnahmen begonnen wird. Insbesondere staatlich geförderte Altersvorsorge-Produkte wie die vor einigen Jahren eingeführte Riester-Rente erlauben auch Verbrauchern mit geringem Budget, eine adäquate Zusatzrente zu generieren. Die Riester-Rente fördert jeden Inhaber eines zertifizierten Vertrages, der zumindest vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in den Vertrag einbezahlt, mit einer Grundzulage in Höhe von 154 Euro jährlich, wodurch sich in Kombination mit den Erträgen der Versicherung eine attraktive Rendite ergibt.
Für Familien lohnt der Abschluss eines Riester-Vertrages umso mehr: Der Fiskus zahlt für jedes kindergeldberechtigte Kind 185 Euro zusätzlich. Wurde der Nachwuchs erst nach dem 31.12.07 geboren, erhalten Eltern sogar 300 Euro. Auch wer kein Einkommen erzielt, etwa aufgrund von Kindererziehung oder Arbeitslosigkeit, kann in den Genuss der Förderung kommen: Durch die Entrichtung des Sockelbeitrages in Höhe von 60 Euro jährlich wird der vollständige Zulagenanspruch erworben.

Posted by Stefan on 08/18 at 08:27 AM
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Volltilgerdarlehen für jedermann

Volltilgerdarlehen, die sich dadurch auszeichnen, dass am Ende der ersten Zinsbindung die gesamte Darlehensschuld zurückgeführt ist, sind in der Regel nur für Bauherren mit überdurchschnittlich hohem Einkommen realisierbar. Auch für Familien, die insgesamt höhere Lebenshaltungskosten zu tragen haben und dadurch nur wenig frei verfügbares Einkommen besitzen, können in der Regel die Finanzierungslasten der ambitionierten Hypothekenvariante nicht schultern.
Der in Mannheim ansässige Spezialist für Baufinanzierungslösungen, die Hypothekendiscount AG, bietet nun ein Volltilgerdarlehen an, das auch mit beschränktem Budget realisierbar ist. Mit einer anfänglichen Tilgung von einem Prozent der valutierenden Darlehensschuld und einer Gesamtlaufzeit von drei Dekaden ist die Hypothek in überschaubaren monatlichen Raten zu tilgen, so dass keinerlei Anschlussfinanzierung notwendig ist. Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass nach Ablauf von zehn Jahren der Ausstieg aus dem Darlehensvertrag möglich ist, so dass für den Fall eines in der Zukunft günstigeren Zinsniveaus eine vorteilhaftere Anschlussfinanzierung gewählt werden kann.
Insbesondere jungen Familien wird mit dem neuen Tarif eine Möglichkeit eröffnet, die eigenen vier Wände vollständig im Rahmen nur eines Hypothekendarlehens zu tilgen und so Risiken, die mit dem Ablauf der Zinsbindung und der folgenden Suche nach einer Anschlussfinanzierung entstehen, schon beim Einzug ins Eigenheim vollständig auszuschließen.
Durch die Konzeption der Finanzierung, die einen sukzessiven Anstieg der Tilgungsleistung vorsieht, kann das Darlehen auch in den Anfangsjahren mit moderaten Belastungen unterhalten werden. Im Idealfall steigt das Haushaltseinkommen im Zeitverlauf an, so dass die Rückführung zunehmend einfacher wird.
In Kombination mit dem noch immer günstigen Zinsniveau jedenfalls bietet der neue Tarif der Hypothekendiscount AG eine passable Lösung für angehende Eigenheimbesitzer.

Posted by Stefan on 08/18 at 08:24 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Vorsicht bei der Auslandskrankenversicherung

Zur Urlaubszeit sind die meisten Deutschen auch im Ausland sehr entspannt, vielleicht auch deswegen, weil sie sich durch den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung gut abgesichert fühlen. Tatsache ist aber, dass so einiges bei der Police beachtet werden muss, um den optimalen Schutz zu erhalten. Häufig umfasst die Auslandskrankenversicherung lediglich einen Auslandaufenthalt bis zu sechs Wochen. Sollte der Reisende innerhalb dieses Zeitraums krank und aus diesem Grunde transportunfähig werden, gibt es für die anfallenden Behandlungskosten Deckung. Erst durch ein kürzlich ergangenes Urteil des Amts- und Landgerichts Coburg wurde jetzt bestätigt, dass dies auch unabhängig davon gilt, wann der Versicherte eigentlich vorhatte, zurückzureisen.

Im vorliegenden Fall wurden dem Versicherungsnehmer 1.750 Euro zugesprochen. Aus der Begründung ging hervor, dass es vollkommen irrelevant für den Fall war, wie lange der Reisende im Ausland verweilen und ob er die Rückreise zu einem späteren Termin antreten wollte. Entscheidend sei einzig und allein der Punkt, ob der Reisende innerhalb der sechs Wochen erkranke und nach 42 Tagen aus diesem Grunde noch nicht transportfähig sei. Die Richter waren sich einig, dass lediglich diese genaue Auslegung der Versicherungskonditionen dem Vertragszweck einer Auslandskrankenversicherung entspreche.

Posted by Saskia on 08/18 at 06:10 AM
Recht & OrdnungUrlaubReiseversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Vereinfachte Gesundheitsprüfung im Belegsgeschäft bei Delta Lloyd

Die Berufsunfähigkeitstarife des Wiesbadener Finanzdienstleisters Delta Lloyd sind in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest mit dem Prädikat „sehr gut“ ausgezeichnet worden. Grund dafür ist nicht nur die ständige Erweiterung des Angebotes, sondern auch die Optimierung der Produkte und die Kundenfreundlichkeit des Unternehmens. Seit neustem hat die Delta Lloyd im Belegschaftsgeschäft nun Berufsunfähigkeitsversicherungen für Kollektive ab zehn Menschen, die es zu versichern gilt. Als besonderes Feature muss nur eine stark vereinfachte Gesundheitsprüfung vollzogen werden.

Der Anwärter für die Versicherung hat lediglich eine wenige Zeilen umfassende Erklärung zu seinem Gesundheitszustand niederzuschreiben und muss sich nicht mit den bisher gewohnten, sehr weitreichenden Gesundheitsfragen beschäftigen. Die Versicherungssummengrenze für den Berufsunfähigkeitsschutz liegt bei 12.000 Euro jährlich. Zusätzlich hat die Delta Lloyd dafür gesorgt, dass im neuen Belegsgeschäft eine vereinfachte Prüfung der Berufsgruppen ermöglicht wird. Für Mitarbeiter, die beispielsweise einem höheren Berufsunfähigkeitsrisiko ausgesetzt sind als die restlichen Belegschaftsmitarbeiter, kann sich diese Option als äußerst vorteilig erweisen, schließlich können sie in die preiswertere Berufsgruppe der gesamten Belegschaft eingeordnet werden. Die gleichen Vorteile und dieselben Vertragsbedingungen des Belegschaftsgeschäfts können auch von Vorständen, Geschäftsführern und Firmeninhabern genutzt werden, solange sie sich für diese Option entscheiden.

Posted by Saskia on 08/18 at 06:09 AM
Berufsunfähigkeit • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

USA: Ferienimmobilien zu attraktiven Preisen

Die Kredit- und Immobilienkrise, die in den USA ihren Lauf nahm, ist noch lange nicht ausgestanden. Woche für Woche ist in den Finanznachrichten von Investmentbanken und andere Finanzunternehmen zu lesen, die immer noch hohe Abschreibung – teilweise in Milliardenhöhe – vornehmen müssen. Worüber hingegen deutlich weniger berichtet wird, sind die fallenden Immobilienpreise sowie die Schicksale einzelner Menschen, die hieran geknüpft sind. Denn etliche US-Amerikaner befinden sich nicht mehr in der Lage, ihre Hypotheken zu bezahlen, was letzten Endes zur Zwangsversteigerung führt.

Die große Schwemme an Zwangsversteigerungen führt dazu, dass die Immobilienpreise weiterhin fallen. Aufgrund des riesigen Angebots an Immobilien, die zum Verkauf stehen, sind etliche Immobilien um teilweise mehr als 50 Prozent gefallen. Dieser Preisverfall erstreckt sich über die gesamten USA, wenn man einmal von einigen Nischenmärkten wie zum Beispiel dem New Yorker Luxusimmobilien-Markt absieht. Aus diesem Grund bietet sich nun die Gelegenheit, günstig an Ferienimmobilien zu gelangen.

Wer sich häufiger in den USA aufhält und deshalb davon träumt, eine eigene Ferienimmobilie vor Ort zu besitzen, der sollte jetzt zuschlagen. Ganz egal ob in Florida oder Kalifornien: Die Immobilienpreise sind auch in dortigen Ferienregionen spürbar gefallen, so dass sich jetzt erstklassige Kaufmöglichkeiten bieten. Hinzu kommt ein starker Euro, der den Erwerb noch attraktiver macht. Zwar konnte der Dollar in der vergangenen Woche wieder ein wenig an Wert zulegen, dennoch ist der Euro unglaublich stark. Folglich existiert jetzt keine Ausrede mehr, wenn man schon immer einmal vorgehabt hat, eine Ferienimmobilie in den USA zu kaufen – eine bessere Gelegenheit wird sich voraussichtlich nicht mehr so schnell ergeben.

Posted by Jochen on 08/18 at 05:15 AM
Haus & Bau • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Gesundheitsfonds 2009: Neues zur Krankenversicherung

Komplett neu soll er sein, der Gesundheitsfonds 2009, wenn er denn erst eingeführt ist. Mit ihm wird es auch zu einigen Änderungen bei der privaten Krankenversicherung sowie bei der gesetzlichen Krankenkasse kommen.

Ab 2009 gilt ein einheitlicher Monats-Beitrag vom Bruttolohn für alle gesetzlich Versicherten. Experten sehen diesen Prozentsatz bei geschätzten 15,5 Prozent. Für den Fall, dass die Krankenkassen mit ihren Einnahmen nicht auskommen, werden die GKVen zusätzliche Beiträge erheben müssen. Im umgekehrten Fall, wenn die Kassen aber gut wirtschaften und Überschüsse erzielen, können sie die Differenz wieder ausschütten.

Für privat Versicherte ist zu beachten: Alle Versicherten der privaten Krankenversicherung haben die Möglichkeit, die Kasse zu wechseln. Dies allerdings nur im ersten Halbjahr 2009. Reizvoll daran: PKV-Versicherte können einen Teil der für sie im Laufe der bisherigen Versicherungsjahre gebildeten Alters-Rückstellungen zum neuen Versicherer mitnehmen.

Ein solcher Wechsel war bis dato nicht möglich, wobei unbedingt zu beachten ist, dass er nur bis zum 1. Juli 2009 möglich ist. Auch Versicherte, die ab dem 1. Januar neu in eine private Krankenversicherung eintreten, dürfen bei einem späteren Wechsel der Kasse einen Teil ihrer Altersrückstellungen mitnehmen. Konsequenz dürfte sein, dass die Tarife für Neukunden ab 2009 - abhängig von Alter und Geschlecht - bis zu zehn Prozent teurer werden.

Posted by wob. on 08/18 at 01:08 AM
KrankenversicherungGesundheitsreform • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Energieausweis: Steckbrief fürs Haus

Mein Heim ist meine Burg, weiß der Volksmund. Und am schönsten hat es doch wohl jeder zuhause. Was aber, wenn es um den Verkauf oder die Vermietung einer Immobilie geht? Ein “Energieausweis” ist Pflicht geworden für Neubauten und Häuser, die bis Ende 1965 fertig gestellt wurden, um künftige Mieter oder Käufer zweifelsfrei über die Folgekosten des Energieverbrauchs zu informieren.

Ab 1. Januar 2009 gilt der “energetische Fingerabdruck” dann auch für alle Immobilien, die verkauft oder neu vermietet werden. Wer ohne Ausweis neu vermietet oder ohne Nachweis verkauft, dem drohen Bußgelder bis zu 15 000 Euro. Verdeutlicht doch ein solcher Ausweis, welcher Energieverbrauch durch eine Immobilie zu erwarten ist - ob sie im grünen oder im roten Bereich steht.

Nach Ansicht der Regierung bewirke der Pass, dass sich Häuser mit schlechten Energiewerten künftig schlechter verkaufen oder vermieten lassen. Mieter oder Käufer lassen sich den Pass vorlegen, um den Energiebedarf mit dem anderer Immobilien zu vergleichen. Schließlich sind Heizkosten allemal hoch, weshalb der Ausweis unverbindliche Vorschläge enthält, wie eine Energie senkende Sanierung wirken kann. Mietern “im Bestand” ist ein Blick in den Energieausweis verwehrt, weshalb sich der Pass auf das Mietrecht nicht auswirkt. Bisherige Mieter haben also bei schlechten Energiewerten keinen Anspruch auf Mietminderung oder Modernisierung.

Was frisst die Heizung?

Der Ausweis benennt, wie viel Energie ein Haus pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr verbraucht. Als Daten gelten: Anlass der Ausstellung, Haus-Typ, Adresse und Baujahr des Hauses, Anlagentechnik, Wohnungszahl und Wohnfläche, Verbrauchsdaten der letzten drei Jahre, Anfangs- und Enddatum der drei Abrechnungszeiträume, Leerstände und deren Dauer. Ein möglicher Verbrauchsausweis wertet die Heizkostenabrechnungen von drei Jahren aus, den Bedarfspass errechnen Experten nach einer Bausubstanz-Analyse.

Bis zum 1. Oktober 2008 gilt Wahlfreiheit zwischen Ausweis des Bedarfs oder des Verbrauchs einer Immobilie. Danach besteht Wahlfreiheit für Wohngebäude mit mehr als vier Wohneinheiten (unabhängig vom Baujahr) und für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, für die ein Bauantrag nach dem 1. November 1977 gestellt wurde. Wird schließlich der Verbrauchspass gewählt, enthält dieser die Wärmedaten des Hauses, die Resultat der jährlichen Heizkostenabrechnung sind. Er legt den Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre zugrunde. Als aussagekräftiger gilt jedoch der Bedarfspass, der nach Modernisierung eines Gebäudes den verbesserten Standard des Gebäudes dokumentiert.

Ausgestellt wird der Pass von Architekten, Ingenieuren, Technikern, Handwerkern, Abrechnungsfirmen und Verbänden der Wohnungswirtschaft. Den Verbrauchsausweis bieten oft auch Stadtwerke und Schornsteinfeger an. Sie haften für die Richtigkeit. Die Kosten des Ausweises - 20 bis 150 Euro - tragen Eigentümer und Vermieter. Eine Energieberatung ist im Preis nicht inbegriffen. Verbraucherschützer kritisieren am Verbrauchspass, dass er nur den individuellen Energieverbrauch früherer Nutzer wiedergebe. War ein solcher Mieter kaum anwesend, wird ein vermeintliches Passivhaus plötzlich zur Energieschleuder.

Posted by wob. on 08/18 at 12:52 AM
EnergiesparenHaus & Bau • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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