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Donnerstag, August 21, 2008

Ampeln oder Sterne für die Bewertung von Pflegeheimen

Es wurde längst Zeit, etwas gegen den Pflegenotstand in unserem Land zu tun. Nun haben auch die Krankenkassen und ihr Dachverband dies erkannt und wollen die Qualität der Pflegeheime mit einer Art Ampelsystem bewerten. Dabei soll es die üblichen Ampelfarben grün, gelb, rot geben. Die Träger der Heimen wollen dieses System jedoch nicht, da es ihrer Ansicht nach zu viel Transparenz bedeute. Interessant ist der Ansatz der Träger aber schon. Wieso wollen sie denn keine solche Bewertung haben, während viele Unternehmen in der freien Wirtschaft sich längst freiwillig einem Qualitätsmanagement unterwerfen? Gibt es immer noch zu große Mängel in den Pflegestandards, die es zu vertuschen gilt? Nun wollen die Träger weder Ampelfarben noch Schulnoten haben? Was denn bitte dann? Kommen wird auf jeden Fall eine Kennzeichnung, da diese mit der neuesten Pflegereform in Beschluss gegangen ist. Sie ist bereits seit dem 1. Juli, also seit fast zwei Monaten in Kraft. Hinsichtlich der Pflicht zur Kennzeichnung und zur Transparenz der Heime hat sich immer noch nichts getan.

Nun bläst auch der Parteichef der SPD, Kurt Beck, in ein ähnlich geartetes Horn. Seiner Ansicht nach sind die Ampeln der falsche Weg, da es eine rote Ampel bei Pflegeheimen ohnehin nicht geben dürfe. Er will deshalb ein Sternesystem einführen, wie es bei der Hotelbewertung üblich ist. Schön und gut, Herr Beck, aber haben Sie schon mal ein Pflegeheim von innen gesehen und nicht nur an einem Tag der offenen Tür? Gerade die Ampel-Lösung bietet doch die Möglichkeit, bei Heimen einzugreifen, bei denen Missstände offensichtlich werden. Die jüngste Pflegereform schreibt vor, dass alle Pflegeheime bis zum Ende des Jahres 2010 überprüft werden müssen. Ab 2011 dann wird jedes einzelne Heim einmal im Jahr einen nicht angekündigten Kontrollbesuch erhalten. Und gerade hier müssen dann Missstände aufgedeckt werden, damit sich etwas ändern kann. Sonst ist die ganze Pflegereform nicht mal das Papier wert, auf dem sie gedruckt ist.

Posted by Christel on 08/21 at 04:38 PM
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Bau-Zusatzstoff reinigt Stadtluft

Rote Karte für Stickoxide

Täglich schleicht der Stop-and-go-Verkehr durch die Städte. In Stoßzeiten erreichen die Luftbelastungen sehr hohe Werte. Dann geht vielen Menschen im wahrsten Sinne die Luft aus: Sie leiden an Atembeschwerden, Kopfschmerzen oder Schwindelgefühlen.

Inversions-Wetterlagen verschärfen die Situation zusätzlich: Dabei lasten träge Luftschichten über den Metropolen, und der berüchtigte Smog lässt kaum einen Luftaustausch zu. Ein lebensbedrohlicher Zustand, besonders für Kinder, Herz- und Kreislaufkranke oder auch ältere Bürger. Zahlen machen diese harten Tatsachen greifbarer: So sterben jedes Jahr 40.000 Franzosen, Österreicher und Schweizer an den Folgen schadstoffbelasteter Stadtluft. In ganz Europa wohnen 75 Prozent der Bevölkerung in Städten. Davon leben 30 bis 40 Prozent unter sehr viel höheren Belastungen als die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgeben.

Stickoxide regieren die Großstädte
Daran hat das Bundesimissionsschutz-Gesetz kaum etwas geändert. Zwar werden die Luftbelastungen in Großstädten jetzt regelmäßig kontrolliert, dauerhafte Maßnahmen zur Schadstoff-Minderung brauchen jedoch Zeit. Inzwischen versuchen Umweltexperten, Verkehrsplaner und politische Entscheider, Knoten zu entwirren und Lösungen einzufädeln. Oft genug bleiben dabei aber kurzfristig umsetzbare Potentiale im Sande stecken.

Stickstoffoxide – oder auch kurz Stickoxide genannt – sind starke Atemgifte. Sie entstehen bei der Kraftstoffverbrennung und bilden ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und -dioxid sowie Schwefeldioxid. Also einen wahren Gift-Cocktail, auf den Kinder besonders empfindlich reagieren. Immerhin stellen sie im Straßenverkehr die schwächste Gruppe dar. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße nehmen sie natürlich regelmäßig mehr Abgase auf als Erwachsene. Eine kleine Menge davon genügt schon, um bei ihnen Atemwegserkrankungen oder Infektionen auszulösen.

Vor diesem Hintergrund türmen sich erschreckende Zahlen auf: Alljährlich verfahren die Deutschen 35 Milliarden Liter Benzin und nahezu ebenso viel Diesel. Dabei setzt jeder verbrannte Liter Treibstoff 10.000 Liter Abgase frei. Die darin enthaltenen Stickoxide führen nachweislich zu saurem Regen und bilden in der Atmosphäre das Atemgift Ozon.

Titandioxid reduziert Schadstoffe
Ein niederländisches Forscherteam der Universität Twente weckt nun in dieser Hinsicht Hoffnung. Die Wissenschaftler entwickelten im Labor ein vielversprechendes Verfahren, um Stickoxid-Belastungen dauerhaft zu vermindern. Der Schlüssel zum Erfolg heißt Titandioxid. Seine besondere Eigenschaft: Er wandelt organische und anorganische Verbindungen um. Deshalb eignet er sich ebenfalls zur Reduktion von Stickoxiden, die er in umweltverträgliche Nitrate überführt. Dabei wirkt Titandioxid als Fotokatalysator: Es braucht Sonnenlicht, um Schadstoffe unschädlich zu machen. Damit bietet sich sein Einsatz genau dort an, wo die Abgase entstehen: Auf der Straße.

Die Vorbereitungen zu einem ersten Feldversuch laufen bereits. Mit Titandioxid versehene Pflastersteine werden auf dem Castorweg der Stadt Hengelo verlegt. Bekanntlich ziehen die Niederländer beim Straßenbau Pflastersteine den üblichen Teerstraßen vor. Im Sommer 2009 nehmen die Wissenschaftler die ersten Luftmessungen im Testgebiet vor. Sie erwarten dann ebenso gute, vielleicht sogar bessere Quoten als bei den Labortests. Dabei gelang es ihnen, 30 bis 40 Prozent der Abgase unschädlich zu machen.

„Tx Active“ erobert die Welt
Der ursprünglich in Japan entwickelte Werkstoff Titandioxid gewinnt mehr und mehr als Bauzusatzstoff an Bedeutung. Das in den Niederlanden durchgeführte Pilotprojekt ist dafür ein aktuelles Beispiel. Italcementi, der größte Zementhersteller Italiens, setzt allerdings bereits seit über zehn Jahren mit Erfolg auf dieses Material. Das Unternehmen verwendet es als Additiv in fertigen Bauteilen, im Straßenbelag oder Gebäudeputz. Je nach Sonneneinstrahlung und Luftbewegung wandelt das Reduktionsmittel bis zu 75 Prozent der Autoabgase in harmlose Stoffe um. Salzkristalle, Wasser und Kohlensäure bleiben übrig und werden schließlich durch Niederschläge abgewaschen.

Inzwischen ist das Zement-Additiv „Tx Active“ der Firma Italcementi neunfach patentiert worden. Denn der Zusatzstoff leistet neben dem Entzug von Luftschadstoffen noch mehr: Er reinigt und konserviert das damit versehene Baumaterial. So werden Straßen und sogar ältere Gebäude vor weiterer Verwitterung geschützt, wie zum Beispiel die Kirche Dives in Misericordia. Italcementi vertreibt ihr Produkt „Tx Active“ ebenso in Frankreich und den Vereinigten Staaten. Vielleicht erobert Titandioxid schon in naher Zukunft den ganzen Erdball. Damit auch bald die Menschen in New York, Dehli, Bejing oder Shanghai gesündere Luft atmen.

Posted by Paul on 08/21 at 12:09 PM
Umwelt • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Vorsorgeinvest Premium - ein neues Produkt der Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland lancierte zu Beginn des Monats das Altersvorsorgeprodukt „Vorsorgeinvest Premium“. Auf diese Weise konnte das Riester-Premium Angebot der Zurich im Altersvorsorgemarkt mit Fondspolicen der „3. Schicht“ ausgebaut werden. iCPPI nennt sich das DWS-Modell, nachdem die Premium-Produkte arbeiten. iCPPI steht für individuelle Constant Proportion Portfolio Insurance und ermöglicht individuelle Garantien bei gleichzeitig maximalen Renditen, die bislang lediglich bei reinen Fondanlagen ohne Garantie abgeworfen werden konnten.

Das iCPPI Modell macht es jedem einzelnen Versicherungsnehmer möglich, die Performancechancen tagesaktuell zu analysieren und parallel dazu das individuelle Portfolio zu überprüfen. Eine Besonderheit ist die Garantie „Lock in“, wodurch der Kunde in der Lage ist, das Garantieniveau auf bis zu 100 Prozent des derzeitigen Fonds-Deckungskapitals zu erhöhen. Darüber hinaus kann sich der Kunde gleichzeitig mehrere dieser Garantieniveaus sichern. Sie können dann auch übereinander gelegt werden. Weiterer Vorteil der „Vorsorgeinvest Premium“ für die Kunden ist, dass sie in Bezug auf die Versicherung keine Nachteile der Abgeltungsteuer bemerken werden. Zudem können Kunden ab fünf Jahren vor Vertragsablauf mit der individuellen Höchststandssicherung ein persönliches Ablaufmanagement anlegen.

Posted by Saskia on 08/21 at 10:13 AM
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Experten: Versicherungen an Lebenssituation anpassen

Das Leben ist mit zahlreichen Risiken verbunden, die sich zwar nicht vermeiden lassen, über eine gute Versicherung jedoch zumindest in ihren finanziellen Auswirkungen gemildert werden können. Nicht zu Unrecht unterhalten deutsche Haushalte darum im Durschnitt sechs bis acht Policen. Um die Kosten für den Versicherungsschutz nicht unnötig auszuweiten, sollten Verbraucher nach Ansicht der Experten der Stiftung Finanztest in jeder Lebensphase ihren Bestand an Versicherungen überprüfen und ggf. Anpassungen vornehmen.
Handlungsbedarf entsteht nach Ansicht der Experten insbesondere dann, wenn sich etwas an der persönlichen Lebenssituation ändert. Paare, die Kinder bekommen, sollten beispielsweise über eine Risikolebensversicherung nachdenken, die im Fall des Ablebens von einem oder beiden Elternteilen die finanzielle Versorgung des Nachwuchses sichert. Ausbildungsversicherungen werden dagegen von den meisten Experten nicht nahegelegt: Besser eignen sich aufgrund der Kosten und der Flexibilität Risikoversicherungen und ein zusätzlicher eigenständiger Sparvertrag.
Mit der Hochzeit ändern sich oft verschiedene Dinge im Leben von Versicherten. Ehegatten, die beide über eine eigene Haftpflichtversicherung verfügen, sollten nach der Trauung den jüngeren Vertrag kündigen – Ehepartner sind automatisch gemeinsam versichert. Paare ohne Trauschein, die in einer Wohnung leben, können ebenfalls eine gemeinsame Police unterhalten, müssen aber bei der Kündigung die üblichen Mindestlaufzeiten des Vertrages beachten.
Grundsätzlich raten Versicherungsexperten dazu, den Bestand der eigenen Policen im Abstand von einigen Jahren zu überprüfen und überflüssige Verträge zu kündigen. Darüber hinaus kann ein Verglich der Konditionen des eigenen Anbieters mit denen der Konkurrenz Aufschluss darüber geben, ob die Prämien, die entrichtet werden, angemessen sind oder ob ein Anbieterwechsel ratsam ist.

Posted by Gerald on 08/21 at 09:16 AM
Versicherungen • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Finanztest: Pensionskassen gut vergleichen

Arbeitnehmern steht über den Betriebsrat oft ein Mitbestimmungsrecht im Hinblick auf die Pensionskasse zu, in die Betriebsrenten eingezahlt werden. Die Stiftung Finanztest hat nun verschiedene Kassen miteinander verglichen und signifikante Unterschiede bei den Leistungen festgestellt. Angestellte sollten daher auf ihren Betriebsrat bzw. ihren Arbeitgeber einwirken, um in den Genuss eines günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses zu gelangen.
Im Test wurde eine Konstellation zugrunde gelegt, bei der 37 Jahre alte Angestellte über einen Zeitraum von drei Dekaden eine jährliche Einzahlung in eine Pensionskasse über 2100 Euro erhielten und im Gegenzug ab dem 67.Lebensjahr eine lebenslange Rente ausbezahlt bekommen haben. Die Unterschiede im Niveau der Leistungen in der Auszahlungsphase waren dabei gravierend: Die schlechteste Pensionskasse zahlt eine monatliche Rente über 329 Euro und die beste gewährt Bezüge in Höhe von 531 Euro monatlich.
Der Testsieger steht den meisten Arbeitnehmern allerdings nicht zur Verfügung: Die Selbsthilfe Pensionskasse kann nur von Angestellten der katholischen Kirche und des Caritas Verbandes genutzt werden. Die Kölner Pensionskasse als Zweitplatzierte steht als Betriebskasse allen Beschäftigten offen.
Die betriebliche Altersvorsorge wird von Experten als eine der drei Säulen der Rentensicherung bezeichnet und soll neben der gesetzlichen Rentenversicherung und privaten Engagements die Auswirkungen der demographischen Entwicklung ausgleichen, die durch eine Verschiebung des Verhältnisses von Rentenempfängern und Beitragszahlern zu einem deutlichen Absinken des Niveaus der gesetzlichen Rentenversicherung führt. Ohne ausreichende Maßnahmen werden schon in wenigen Jahren viele Rentner ihren gewohnten Lebensstandard nicht mehr aufrecht erhalten können. Eine gute Pensionskasse hilft, die Lücke zu schließen.

Posted by Stefan on 08/21 at 09:14 AM
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Was bringt der Wohnriester?

In Kürze ist es soweit: Beiträge zur staatlich geförderten Riester-Rente können zum Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums genutzt werden – inklusive aller staatlicher Zulagen. Die Eigenheimrente, umgangssprachlich oft als „Wohn-Riester“ bezeichnet, soll es insbesondere Familien erleichtern, die Finanzierungslasten, die mit dem Einzug in die eigenen vier Wände verbunden sind, zu bewältigen. Während einige Experten in der Gesetzesänderung die Wiedereinführung der vor einigen Jahren abgeschafften Eigenheimzulage durch die politische Hintertür sehen, betrachten andere das Konzept als nur geringfügige Unterstützung durch die öffentliche Hand.
Die Riester-Rente bzw. die damit verbundene Zulage wird jedem Sparer gewährt, der vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in einen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) zertifizierten Vertrag einzahlt – maximal 2100 Euro je Kalenderjahr abzüglich der Zulagen. Die Einzahlungen können dabei in voller Höhe im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich geltend gemacht werden. Die Zuschüsse des Fiskus belaufen sich auf eine Grundzulage in Höhe von 154 Euro je Vertragsjahr sowie eine Kinderzulage über 185 Euro je Kind und Jahr. Damit ist die Riester-Rente insbesondere für Familien interessant – diese können im Laufe der Finanzierung durchaus mit Unterstützung im fünfstelligen Eurobereich rechnen, insbesondere wenn der Nachwuchs bei Baubeginn sehr jung ist.
Werden Einzahlungen und Zuschüsse zur Tilgung einer Hypothek herangezogen und nicht bis zum Eintritt in den Ruhestand wieder in den Vertrag zurückgeführt, droht Ungemach: Die Riester-Verträge werden fiktiv weitergeführt und dabei mit zwei Prozent verzinst. Durch die nachgelagerte Besteuerung kann für Vertragsinhaber dadurch eine Schuld gegenüber dem Finanzamt entstehen – ein Umstand, der unbedingt in den Planungen berücksichtigt werden sollte.

Posted by Stefan on 08/21 at 09:10 AM
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DWS wagt sich jetzt doch auf den Rürup-Markt

Es geht doch. Die Rürup-Rente, bisher eher eine der wenig beachteten Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge, mausert sich. Hier werden Parallelen zur Riester-Rente deutlich, die sich anfangs auch eher schwer tat und heute mit über elf Millionen Policen fest im Geschäft von Banken und Versicherungen verankert ist. Vielleicht muss man einfach nur oft genug die Vorteile wiederholen, damit sie auch bis in den letzten Winkel der Republik vordringen und das Interesse wecken. Dass die Basisrente nachgefragt wird, steht außer Zweifel. Ansonsten würde die DWS, die Fondstochter der Deutschen Bank, sich nicht in diesem Bereich engagieren.

Der Fondsspezialist hatte bisher immer einen großen Bogen um die Rürup-Rente gemacht, weil die zugegebenermaßen sehr eng gefassten Rahmenbedingungen einfach nicht stimmten und reine Fondsprodukte vom Gesetzgeber abgelehnt werden. Nur während der Ansparphase darf in Fonds investiert werden. Wird das Kapital als lebenslange Rente an den Kunden ausgezahlt, ist eine Rentenversicherung vorgeschrieben. Jetzt hat sich die DWS doch überzeugen lassen und wird zum 1. Oktober die DWS BasisRente Premium anbieten. Der Wunsch des Kunden ist auch hier Befehl. Denn, so Birgit Brand, zuständig für die Produktentwicklung: „Wir haben seit Jahresanfang einen hohen Bedarf festgestellt.“

Mit der DWS wird der Rürup-Markt jetzt ein wenig bunter. Das Einerlei aus Rentenversicherungen, bisher laut Handelsblatt nur von der Deka mit einer fondsbasierten Basis-Rente durchbrochen, erhält einen Farbklecks mehr. Dabei bietet das Tochterunternehmen der Deutschen Bank die Möglichkeiten, den Anbieter im laufenden Vertrag zu wechseln. Die DWS hat damit guten Chancen, sich einen der vorderen Plätze zu sichern, wie schon bei der privaten Kapitalanlage und der Riester-Rente. Potential ist ausreichend Vorhanden. Experten gehen von einem hohen einstelligen Millionenbetrag aus. Dazu müssten sich allerdings weit mehr als bisher nur 700.000 Menschen für diese Form der Altersvorsorge entscheiden, die sich durch ihre Steuervorteile auszeichnet.

Posted by Andre on 08/21 at 05:27 AM
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Baufinanzierung: Baugeldvermittler liegen im Trend

Wie ich in meinem gestrigen Beitrag zum Thema Baufinanzierung berichtet habe, ist es heutzutage enorm wichtig, sich als angehender Darlehensnehmer über seine Möglichkeiten zu informieren und Finanzierungsangebote bei mehreren Kreditinstituten einzuholen. Nur auf diese Weise kann letzten Endes sichergestellt werden, ein günstiges Darlehen zu finden. Nur wenn man einen Darlehensvergleich vornimmt, bei dem auch die Finanzierungsangebote der Direktbanken berücksichtigt werden, findet man mit Gewissheit eine günstige Baufinanzierung.

Den meisten Leuten fällt es jedoch relativ schwer, mehrere Angebote einzuholen und diese miteinander zu vergleichen. Aus diesem Grund kann allen angehenden Darlehensnehmern nur dazu geraten werden, sich an einen Darlehensvermittler bzw. Baugeldvermittler zu wenden. Hierbei handelt es sich um Finanzdienstleister, die sich darauf spezialisiert haben, den Bankenmarkt zu durchleuchten und für ihre Kunden die günstigsten Darlehen ausfindig zu machen.

Weil es mittlerweile so viele Banken gibt, die Immobiliendarlehen anbieten, kommt die Dienstleistung der Baugeldvermittler sehr gut an: Zunehmend mehr Menschen erkennen den Vorteil und lassen die Vermittler für sich arbeiten. Allerdings ist in diesem Zusammenhang festzustellen, dass immer mehr Finanzdienstleister auf diesen Zug aufspringen und mit einer unabhängigen Baugeldvermittlung werben. Da stellt sich so manchem Interessenten die Frage, an welchen Vermittler er sich wenden soll.

Anders als beim Einholen von Darlehensangeboten ist es in diesem Fall nicht ratsam, sich an mehrere bzw. zu viele Vermittler zu wenden – letzten Endes ist es so, dass diese in den meisten Fällen stets mit denselben Banken zusammenarbeiten. Deshalb empfiehlt es sich, sich an die großen und namhaften Vermittler zu wenden. Diese bieten in der Regel die beste Beratung an und befinden sich teilweise sogar in der Lage, Vorzugskonditionen zu vermitteln. Außerdem arbeiten die großen Vermittler – oftmals im Gegensatz zu den kleinen Anbietern – garantiert kostenlos: Der Kunden muss für die Vermittlungsleistung nichts bezahlen. Denn sollte ein Darlehensvertrag zustande kommen, wird der Vermittler von der Bank bezahlt.

Posted by Jochen on 08/21 at 05:12 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Ohne Moos nix los!? Welchen Wert hat die “Ein-Euro-Firma”

Da staunt selbst der weltberühmte Tellerwäscher:  Die künftige “Unternehmergesellschaft” kommt mit einem Stammkapital von 1,00 Euro aus. Noch nie war es in Deutschland so einfach, eine Firma zu gründen; mit Ausnahme der Offenen Handelsgesellschaft OHG. Auch sie bedarf von keinem der mindestens zwei Vollhaftern als Beteiligten ein Mindestkapital. Doch die Banken fremdeln.

Das “Projekt” der Bundesregierung zur ‘Rechtsform-Reform’, die so genannte “Unternehmergesellschaft UG”, gilt allerdings bei der Opposition bereits als “gescheitert”. Das ‘Herzstück’ der kürzlich beschlossenen GmbH-Reform scheint also kaum vielversprechend mit der UG, bei der künftig schon mit einem Euro Stammkapital eine Gesellschaft mit Kaufmannseigenschaft nach HGB gegründet werden kann.  Die neue GmbH für Einsteiger gilt als Ausgleich dafür, das im GmbH-Gesetz bei der letzten Reform am Stammkapital nichts geändert wurde. Noch immer gelten für die GmbH 25.000 Euro als Mindestkapital. Die GmbH-Reform gilt als ausgelöst wegen der britischen Limited (Ltd.) - der britischen Variante der GmbH. Immer öfter tragen die Neu-Einträge im Handelsregister den Zusatz Limited, der als sehr beliebt gilt.

Der persönliche Kredit ist der sicherste!

Der Europäischen Gerichtshofs hatte 2003 den Wettbewerb mit einem seiner Urteile eröffnet. Seitdem dürfen sich Kaufleute überall in der EU einer Rechtsform bedienen, die in irgendeinem Mitgliedsstaat gesetzlich zugelassen ist. Selbst ein Friseur-Salon für Hunde könnte in Sachsen in der Rechtsform einer niederländischen ‘Besloten Vennootschap’ (BV) gegründet werden. Grund genug, als deutscher Jungunternehmer verstärkt der Verlockung einer Limited zu erliegen. Kann man sie doch “sau-billig” mit einem Stammkapital von nur einem Pfund gründen. Ein Betrag aber, der nicht nach Vermögen und Sicherheit aussieht. Ob die Unternehmergesellschaft statt der “richtigen” GmbH glänzen kann, muss fraglich bleiben. Für den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).gilt die UG als “mutig und richtig” und beim Deutschen Industrie und Handelskammertag steigt ganz stetig die Zahl der Anfragen von Unternehmensgründern nach der UG.

Wie zum Erfolg kommen?

Bei “toller Geschäftsidee” und wenig Kapital gilt die UG auf dem Papier als “eine schöne Sache.” Wie aber mit zu wenig eigenen Mitteln zum wirtschaftlichem Erfolg kommen? Hat doch die UG gleich mit der ersten Bilanz zur Eröffnung ein großes Vertrauensproblem - und der Bankberater wird stutzen; selbst wenn die eigenen Mittel bei 10.000 Euro liegen sollten. Denn dem Banker geht es bei der Vergabe von Krediten immer auch um die Sicherheiten; und die sind bei der UG auf der Vermögensseite eben nicht vorhanden. Was bleibt, ist die die persönliche Haftung wie beim Einzelunternehmer oder denen der OHG.

Firmierungen als UG schaffen also kaum Vertrauen bei Kreditgebern und Geschäftspartnern, weil man gleich spekuliert, dass der oder die Firmengründer eben kein Geld haben oder sich eine GmbH nicht leisten können. Geschäftspartner als Lieferanten oder Kunden zu finden, dürfte gleichermaßen schwer sein. Jedes zweite befragte Unternehmen in der Region IHK Mainfranken meinte bereits 2006, die Probleme lägen bei Handel und Wandel mit einer Ein-Euro-GmbH auf der Hand. Bezweifelt wird die Verlässlichkeit und ein hohes Ausfallrisiko der “Anfänger-GmbH”. Und jeder Fünfte unkte, dass die Geschäfte mit einer UG mit höheren Kosten verbunden sein werden, weil der “deren Pflichtenheft” aus dem Vertrag stärker überwacht werden müsse. Vertrauen geht irgendwie anders…

Posted by wob. on 08/21 at 12:51 AM
Wirtschaft • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Schutz gegen Daten-Klau - Verbraucher kann sich bedingt schützen

Mit “Mensch, was bin ich aber bekannt…” hat der Daten-Klau, der Daten-Handel und die unberechtigte Daten-Verwertung längst nichts mehr zu tun. Viel zu oft besteht von Bausparkassen bis zu Versicherungen die Möglichkeit, persönliche Daten von Kunden zu kopieren und für vermeintlich gute und besorgte, eher aber belästigende, wenn nicht gar kriminelle Verwertung zu verkaufen.

Von der Verbraucherschutzzentrale wird jetzt ein Merkblatt publiziert, über das zu erfahren ist, wie sich Verbraucher vor Datenklau und Missbrauch schützen können. Als grundsätzliche Empfehlung an jeden Einzelnen gilt: Zurückhaltung bei der Weitergabe von Daten. Bei der Teilnahme an Gewinnspielen oder an Verlosungen - die auch den Zweck haben, an Daten zu kommen - sollte der Hinweis gestrichen werden, dass die persönlichen Daten für Werbezwecke genutzt werden können.

Weniger Chancen für Datenverwertung

Verbreitet und vom Verbraucher längst akzeptiert sind die Methoden über Rabatt- und Kundenkarten sowie zu “wichtigen” Haushaltsumfragen am Telefon. Wer überflüssige Angaben auf Vertragsformularen nicht ausfüllt, der lässt weniger Chancen für eine später unbefugte Datenverwertung. Erkundigen kann man sich bei Unternehmen auch danach, welche Daten über einen gespeichert sind, woher die Daten kommen und an welches Unternehmen sie weitergeleitet werden. Ein Musterbrief bei den Verbraucherzentralen hilft, die Aufforderung zu formulieren. Auch der Nutzung von Daten, die bereits im Umlauf sind, kann widersprechen werden, wofür es ebenfalls einen Musterbrief gibt. Der Einzelne kann sich auch persönlich in die vom Deutschen Direkt-Marketing-Verband erstellte Robinson-Liste eintragen lassen (DDV, Robinson-Liste, Postfach 1401, 71243 Ditzingen). Unternehmen, die dem Verband angeschlossen sind, erhalten dann die Nachricht, dass der Benannte keine Werbung per Post wünscht.

Bei unerwünschten Werbeanrufen sollte man einfach auflegen, vor allem, wenn es sich zudem noch um eine Automatenstimme handelt. Kann das werbende Unternehmen identifiziert werden, sollte man dieses der Verbraucherzentrale mitteilen. Auf jeden Fall sind regelmäßig die Kontoauszüge abzuholen, um zu erkennen, welche Lastschriften erfolgt sind. Bei einer Abbuchung, für die kein erkennbar klarer Hintergrund vorliegt, sollte innerhalb von sechs Wochen die Rücklastschrift veranlasst werden. Auch hierzu gibt es einen Musterbrief der Verbraucherzentralen, um Strafanzeige zu stellen, wenn ohne Ermächtigung des vermeintlichen Gläubigers eine Kontobelastung erfolgt ist.

Posted by wob. on 08/21 at 12:45 AM
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